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Erfahrungsbericht University of the Sunshine Coast, Qld. Australien
Vor Beginn des Studiums habe ich von der University of the Sunshine Coast (USC) schon jede Menge Infos nach Deutschland geschickt bekommen, was mir bei meinen Entscheidungen und Vorbereitungen durchaus einiges weiter geholfen hat. Ich habe zum Beispiel gesehen, dass die USC im Landesinneren inmitten eines Naturschutzgebietes liegt – was sich einerseits super schön heraus gestellt hat, allerdings wollte ich, wenn ich schon so nahe am Meer studiere, auch in der Nähe des Meers wohnen. Also habe ich mir kein Zimmer im Varsity oder Unicentral gebucht, sondern erst einmal ein Bett im Hostel in Mooloolaba für eine Woche. Über ein Internetportal habe ich mich bereits vorher mit zwei anderen Deutschen dort verabredet und wir wollten uns zusammen eine Wohnung in Strandnähe für die Zeit des Semesters suchen. Ich hatte bereits vorher von zwei Kommilitoninnen gehört, dass diese eine Wohnung in Strandnähe mit Pool und Dachterrasse für bezahlbares Geld hatten – aber so was ist ja eigentlich kaum zu glauben. Nun gut – mit dem Airportshuttle ging es dann vom Brisbane Airport nach Mooloolaba. In meinem Shuttle saßen auch gleich ca. 10 andere Deutsche – die alle im Wohnheim ein Zimmer gebucht hatten. Da dachte ich mir dann schon – hast du wirklich die richtige Entscheidung getroffen? Alle haben eine Wohnung und du stehst in einer Woche auf der Straße, wenn es dumm läuft! Egal – die anderen wurden am Wohnheim der Uni abgeliefert und für mich gings ca. 10 Minuten weiter nach Mooloolaba. Und dort habe ich auch gleich am ersten Tag das Meer gesehen. Im Zimmer angekommen hab ich auch gleich noch einen Deutschen kennen gelernt, der schon seit ein paar Tagen im Lande war und auch auf Wohnungssuche war. Letztendlich waren wir dann ca. 10 Deutsche, die eine Wohnung gesucht haben und haben uns in Zweiergruppen auf den Weg gemacht und alles in der Umgebung abgeklappert: Mooloolaba, Marochydore und Alexandra Headlands. Am Anfang sah es echt schwierig aus, doch im Nachhinein betrachtet lief alles super. Ich bin Donnerstag morgen in Australien angekommen und schon am Montag Mittag sind wir in unser Appartement in Alexandra Headlands gezogen. Das war eine Wohnung in einer 4-Sterne Ferienanlage, die wir zu viert long term mieten konnten und haben nur 115 Dollar pro Woche pro Person gezahlt! Darin enthalten waren alle Nebenkosten sowie Nutzung von Pool, Spa, BBQ-Area und Roof-Top mit Spa und BBQ. Was will man mehr? Auch mussten wir keinen Vertrag oder ähnliches abschließen, lediglich Kaution von zwei Wochenmieten – die Miete wurde jede zweite Woche gezahlt, so konnten wir selbst entscheiden, wie lange wir letztendlich bleiben wollten. Die Wohnung war klasse – sogar entfernter Blick aufs Meer, zwei Terrassen, zwei Badezimmer, zweieinhalb Schlafzimmer (ich habe mir meine Zimmer mit einem anderen Mädchen geteilt, was aber gar kein Problem war – im Gegenteil, wir hatten ein super tolle Zeit und es ist eine richtig tolle Freundschaft entstanden!) und eine große offene Küche mit Wohnraum. Zum Meer mussten wir nur ca. 5 Minuten laufen – dort konnte man super baden, relaxen oder aber surfen! Der Hammer hier in Australien! Muss man unbedingt mal ausprobiert haben! Außerdem war die Bushaltestelle zur Uni direkt vor der Türe. Der Bus fährt einmal die Stunde und braucht ca. 20 Minuten. Da wir alle unseren Stundenplan so gelegt haben, dass wir nur 3 Tage die Woche Vorlesungen hatten, war das dann eine super Sache und wir konnten so oft ans Meer wie wir wollten, ohne erst mit dem Bus zu fahren und zu schauen, wann der letzte zurück fährt! Im Nachhinein betrachtet bin ich überglücklich, dass ich mich für eine Wohnung am Strand entschieden habe – wir hatten wunderschöne Abende am Strand, öffentliche BBQ-Stations in Strandnähe, wir haben neben den 4 Clubs an der Sunshine Coast gewohnt, so dass wir gemütlich heim laufen konnten. Außerdem hat sich dann auch schnell gezeigt, dass in den Wohnheimen eher die jüngeren Studenten wohnten (18-21) – was mich mit 24 Jahren nicht wirklich gereizt hat. Außerdem wurden dort teilweise sehr strenge Sicherheitsauflagen gefordert (Nachtruhe, Besuch angeben etc.) und die Wohnheime waren mit ca. 140 Dollar die Woche auch teurer, als die meisten Wohnungen in Strandnähe! Nun gut – an diesem Montag hat dann auch schon die Orientation-week an der USC begonnen. Dort hat man jede Menge Infos über das Semester, das Studium in Australien an sich und speziell an der USC sowie jede Menge Give Aways bekommen. Kurse wie „assignment schreiben for international students“ oder „note taking“ waren durchaus hilfreich und interessant. Aber auch Führungen durch die Bibliothek und Fahrten mit dem Bus durch die Nähere Umgebung wurden angeboten. Am Montag der nächsten Woche fingen dann die lectures und tutorials an – und da waren dann ich und auch einige andere doch sehr überrascht. Von Anfang an bekamen wir ein „course outline“ für jeden Kurs vorgelegt, in dem genau stand, in welcher Woche welches Thema behandelt wird sowie die Deadlines für alle möglichen Assignments und Gruppenarbeiten – wobei wir schon beim Thema wären. In Australien werden über das Semester verteilt in jedem Fach verschiedene Assignments verlangt. Diese variieren in der Länge von 100 bis zu teilweise 8000 Wörtern und sind bereits Bestandteil der Endnote. Die Examen am Ende zählen dann weniger (50-70 %) oder man hat teilweise gar keine Examen sondern nur ein „major assignment“. Was im Zusammenhang mit den Assignments auch ganz groß geschrieben wird, ist das richtige Zitieren. An der USC wird das Harvard System angewandt. Auch davon hatte ich vor meinem Aufenthalt in Australien noch nichts gehört – aber auch hierfür gibt es Kurse für die internationalen Studenten. Auch wenn es anfangs ziemlich stressig klingt, kommt man ganz schnell in den Ablauf rein und mir hat es wirklich riesen großen Spaß gemacht. Ich hatte so ziemlich zum ersten mal das Gefühl, dass ich etwas lerne. Auch durch die Art und Weise wie der Stoff unterrichtet wird. In den lectures wird einem die Theorie vermittelt und anschließend gibt es im gleichen Fach ein tutorial (mit nur ca. 15 Studenten), in dem die Theorie dann praktisch angewendet wird. Dies dann meistens in Form von Präsentationen, Filmen, Diskussionen etc. Hier überwindet man auch sehr schnell die „Rede-Scheu“, die mancher vielleicht am Anfang hat! Generell sind das Personal und die Dozenten an der USC durchwegs super freundlich und hilfsbereit. Gerade was die internationalen Studenten angeht – von denen es sehr, sehr viele dort gibt (35% Deutsche!!) – geben sich alle die größte Mühe, einem das Leben an der Uni so leicht wie möglich zu machen, was nicht heißen soll, dass keine Anforderung gestellt werden! Aber das folgende Sprichwort beschreibt die Situation meiner Meinung nach sehr gut: „Es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Also keine Panik: auch wenn man am Anfang vielleicht erst mal etwas überfordert ist – es ist alles machbar! Und 3 Kurse sollten auch genügen – ganz Fleißige können natürlich auch das Maximum von 4 Kursen belegen – da muss man dann allerdings schon Zeit investieren! Oder sich auf 1er Kurse beschränken ;) (1xx Kurse sind die einfachsten, die sich dann steigern über 2xx und 3xx Kurse). Durch die vielen Assignments, die man ja schon während des Semesters schreibt und sich deshalb ohnehin schon mit dem Stoff beschäftigt, benötigt man für die Prüfungsvorbereitung am Ende nicht mehr so viel Zeit. Mit einer Woche Intensivlernen für meine 3 Fächer bin ich super gefahren – auch dank der Tipps der Dozenten! Generell fragen sich sicherlich auch viele, wie man am besten an Bargeld in Australien kommt, ohne viel Gebühren zu zahlen. Das ist ganz einfach – wenn man weiß wie! Dank Ranke Heinemann hatte ich mich rechtzeitig für die Kreditkarte von der DKB (Deutsche Kreditbank) beworben. Man braucht nicht einmal einen Einkommensnachweis – den ich als Studentin auch nicht hätte bieten können. Mit dieser Visa-Card konnte ich ohne Probleme bei den 5 größten Banken Australiens kostenlos Geld abheben – allerdings beim Zahlen mit Kreditkarte wurden Auslandseinsatzgebühren fällig. Also da besser aufpassen! Mit dem Bargeld hatte ich daher nie Probleme – war super! Alles in allem kann ich es nur jedem empfehlen an der USC ein oder auch mehrere Semester zu studieren. Ich habe mir beispielsweise auch die University of Queensland in Brisbane angeschaut, die zwar schön idyllisch am Rande Brisbanes gelegen ist, mir persönlich aber viel zu groß war. Die USC ist mit ca. 5000 Studenten überschaubar, familiär und die Kängurus, Vögel und Papageien, die auf dem Campus zu finden sind, tragen zu dieser Atmosphäre ungemein bei. Für mich ist mein Aufenthalt in Australien „the time of my life“ und wird es auch immer bleiben – auch deshalb, weil man hier unheimlich viele tolle Menschen kennen lernt und sich daraus dann auch richtig tolle Freundschaften entwickeln! Diese Zeit ist einmalig und wird in dieser Form nie wieder kommen! Man wird selbstständiger, sieht manche Probleme nach dieser Zeit vielleicht von einer anderen Seite und nimmt das Leben etwas leichter – nach dem Motto der Australier: „no worries!“.
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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