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Bond University September Semester 2008
Bereits als in Frankfurt in den Flieger stieg, wurde ich direkt mit der australischen Freundlichkeit konfrontiert. Ich flog mit Qantas, der größten australischen Fluggesellschaft. Super Service und freundliche Stewardessen machten den ersten Kontakt mit Australien direkt zu einem Erlebnis. Nach einer Zwischenlandung in Singapur kam ich zuerst in Sydney an, um dort meinen Anschlussflug nach Brisbane zu erreichen. Vor Einreise musste ich bereits im Flugzeug alles deklarieren, sprich angeben, wo man sich vorher aufgehalten hat, ob irgendwelche Krankheitsgefahren bestehen, ob man Lebensmittel einführt usw. Ich empfehle nichts einzuführen, da die Spürhunde alles wittern, was nur im Entferntesten nach Lebensmitteln riecht. Das meiste ist sowieso verboten. So darf man zum Beispiel auch keine Äpfel oder Ähnliches ins Land einführen. Australier sind da sehr genau und lassen nicht jeden in ihr Land rein, da sie quasi auf einer Insel Leben und sich Gefahren von Overseas vom Hals halten wollen. Nach dem etwas stressigen Einreiseprozess und einem verspäteten Anschlussflug in Sydney, wurden wir von einem über die Bond University gebuchten Shuttle nach Surfers Paradise gefahren, wo wir uns für die ersten Tage in einem Hostel niederließen. Meine Begleitung habe ich auch über das Institut Ranke-Heinemann kennengelernt. Kaum angekommen, begannen wir mit der Wohnungssuche. Da wir abenteuerlustig waren, wollten wir das auf eigene Faust machen und mit richtigen Australiern in einer WG wohnen. Gesagt, getan. Nach 3 Tagen hatten wir beide einen Platz in einer australischen WG. Ich empfehle die Suche über easyroommate.com.au. Da lernt man auch Leute kennen, die zwar ihr Zimmer schon vergeben haben, dich aber trotzdem zu einem Drink mit Freunden einladen. Was am Anfang komisch ist wird schnell normal und man vermisst es, wenn man zurück in Deutschland ist. Auch beim Busfahren, im Geschäft, am Schalter oder wo auch immer werden Gespräche angefangen. Jeder fragt dich „ How is it going? “, "How was your day today“ oder "What are you shopping for?” Man kann sich auch wirklich nett mit den Leuten unterhalten. Ich bin dann in eine WG in Burleigh Waters gezogen, die wirklich nur ein paar Minuten vom Strand weg war. Auch hier kam wieder die australische Gastfreundlichkeit zum tragen. Sie fuhren mich, holten mich ab, riefen bei Regen an, wo ich bin und ob sie mir helfen könnten und integrierten mich in ihren Freundeskreis. Leider habe ich die Entfernung zur Bond unterschätzt und auch nicht bedacht, dass - wie sich später rausstellte - das ganze Leben an der Uni stattfand. Ich war viel zu lange mit Bus und Fahrrad unterwegs, um alle Vorzüge dieser wunderbaren Uni nutzen zu können. Nach einem Monat hatte ich dann das Glück noch einen Platz in den Varsity Shores (super Wohnanlage mit zwei Pools und Whirlpool) zu ergattern, zu meinem Glück auch noch in einer WG mit Australiern. Ich empfehle jedem so nah wie möglich an die Uni ranzuziehen, da sich an der Bond wirklich alles am und um den Campus abspielt. Genügend Wohnmöglichkeiten sind auf jeden Fall vorhanden. Die Bond hilft auch hier gern bei der Vermittlung und berücksichtigt auch spezielle Wünsche hinsichtlich Mitbewohnern, Zimmergröße und eigenem Bad. Nun zur Uni. Die Bond University ist die schönste Uni, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Sauber, ein See in der Mitte, Cafés, Fitnessstudio (for free), super viele Kursangebote, kleine Klassen, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe - alles, was das Herz begehrt. Man sitzt in den großen Lecture Sälen eher wie in einem Flugzeug, nur mit mehr Beinfreiheit. Ein Vorteil für uns Deutsche ist es, dass es dort Trimester gibt und wir ohne Verlust von einem weiteren Semester schön in unserem Studienplan weitermachen können. Die Study Abroad- Beauftragten helfen bei allen Fragen und sind sehr freundlich. Was mich am Anfang ein bisschen verwunderte, war, dass alle Lehrpersonen mit Vornamen angesprochen werden, die bei dir natürlich dasselbe tun. Ich hatte mich aber schnell daran gewöhnt und an dem sehr persönlichen Verhältnis, auch durch die kleinen Kurse bedingt, schnell Gefallen gefunden. Der Lehrstyle ist viel praktischer, man hat viele Referate zu halten und Assignments zu schreiben, aber somit ist man immer nah am Thema und es macht wirklich Spaß. Die Bond University ist bekannt für ihre zahlreichen Parties, dem sie auch gerne mit Aushängen wie “Bondies love to party“ oder ähnlichem Ausdruck verleiht. Bereits beim Kennenlernbarbecue am Sonntag vor der O-week (Orientation Week) habe ich super viele nette Leute aus allen nur vorstellbaren Nationen kennengelernt: Chile, Amerika, Finnland, Norwegen, Frankreich und Südafrika sind nur einige Beispiele. Zu Anfang der O-week kann man ein party package erwerben, in dem tolle Bond Artikel (Shirts usw.) sowie Eintrittskarten zu den in der ersten Woche täglich stattfindenden Events vorhanden sind. Man sollte das nutzen, da sich in der ersten Woche die meisten Kontakte ergeben. Immer wieder gibt es Events und Parties, die meist unter einem Motto laufen, man sollte sich wirklich anschließen. Wenn man normal gekleidet auf einer Mottoparty auftaucht wird man eher zum Gespött, als wenn man etwas total Beklopptes anzieht. Besondere Highlights sind: Drink the Pub dry, Pubcrawl, Secret Location Party (letztes Semester im Big Brother House), Students Ball, Whitehouse Party und End of Semester Bash, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Es ist ratsam sich früh genug für Tickets anzustellen, da diese immer schneller weg sind, als man gucken kann. Ich hatte das Glück in der Zeit des Bondstock Festivals dort zu sein. Ein einwöchiges Festival, das einmal im Jahr stattfindet mit vielen Events, Parties und Konzerten. Dieses Jahr traten sogar die Potbelleez auf. Dienstags geht man ins CBD und donnerstags ins Don’s, wo jede Woche Lifemusik gespielt wird und man danach mit einem Bus zur Partymeile nach Surfers Paradise gekarrt wird. An den Wochenenden bleibt dann genug Zeit für diverse Reisen. Ich selbst habe während des Studiums Byron Bay, Whitsunday Island, Fraser Island und Brisbane besucht. Alles sehr sehenswert. Weitere australische Großevents wie Indy (Autorennen in Surfers Paradise) und Melbourne Cup (Pferderennen), sollte man nach Möglichkeit nicht verpassen, da dies typisch australische Großereignisse sind, bei denen sich die Australier auch mal inoffiziell einen „day off“ gönnen und bereits Mittags tief ins Glas schauen ;). Die Australier lieben Barbecue und Alkohol. Allerdings ist es verboten öffentlich Alkohol zu konsumieren. Aus diesem Grund werden Flaschen nur in undurchsichtigen Papiertüten verkauft. Nach meinem Studium galt mein Visum noch einen Monat, was ich mit meinen in Australien neu gewonnen Freunden zum Reisen nutzte. Melbourne, Great Ocean Road, Adelaide und Sydney sind Wahnsinn. Wer hat noch nicht davon geträumt, an Weihnachten am Strand zu liegen und Silvester im T-Shirt draußen zu feiern? Was mir auf meinen Reisen besonders auffiel, war die Hilfsbereitschaft der Australier. Man muss nur verloren aussehen und selbst Menschen in Businessoutfits, die doch normalerweise immer sehr in Eile sind, bleiben stehen und fragen, ob sie helfen können. Die Australier kommen auf einen zu und wollen immer helfen. In Deutschland muss man sich diese Hilfe erst erfragen und kann sich nie sicher sein, ob man sie dann auch bekommt. Eine weitere Eigenart der Australier ist ihr Humor. Sie sind wirklich sehr sarkastisch und andere Kulturen können das oft falsch verstehen. Insgesamt muss ich sagen, dass dies die beste Zeit meines Lebens war. Ich habe so viele spektakuläre Dinge sehen dürfen. Die australische Landschaft ist der absolute Wahnsinn. Ich habe mich menschlich weiterentwickelt, habe viele neue Freunde gefunden und mein Englisch sehr verbessert. Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Land als Studienort zu wählen und wenn möglich die Bond University sehr ans Herz legen. Hier studiert man wirklich im Paradies. Bond University - Study in Paradise
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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