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Seit zwei Wochen befinde ich mich nun wieder in Deutschland und möchte sehr gerne von meinem Studium als Study Abroad Student im Spring Semester 2008 an der University of Technology Sydney (UTS) und dem Leben in Australien berichten. Auf die Vorbereitungen und den Bewerbungsprozess möchte ich nur kurz zu sprechen kommen, da jeder für sich selbst am besten herausfindet, welche Uni am besten zum eigenen Kursprogramm passt oder welche Stadt der persönliche Favorit zum Studieren „Down Under“ ist.
Bei Ranke-Heinemann bekommt jeder einen persönlichen Ansprechpartner, der bestens bei allen Fragen zum Bewerbungsprozess und auch sonstigen Fragen zu helfen versucht, wofür ich sehr dankbar bin. Auch wenn es teilweise aufwendig ist, alle nötigen Unterlagen zusammenzusuchen, ist es letztendlich wirklich nicht schwer und macht ja dann doch auch irgendwie Spaß, da man ja auf sein großes Ziel Australien gerne hinarbeitet. Ich hatte mich Anfang Februar 2008 bei der UTS, der QUT in Brisbane und den beiden Universitäten in Auckland beworben, da ich dort auf deren domestic fees gehofft habe. Mitte März bekam ich dann die Zusage von der UTS und habe mich dann sofort auch für die UTS entschieden, da es mit den Kursen einfach gut passte, die Uni sich meiner Meinung nach sehr positiv präsentiert hat und es ein absoluter Traum für mich war, in Sydney zu leben. Auslandsbafög Ohne zu wissen, ob ich wirklich Auslandsbafög erhalten würde, habe ich mich nach Aufstellung eines eigenen Finanzierungsplanes mit Hilfe von Eltern, anderen Verwandten und Bildungskredit dennoch sofort für die UTS entschieden. Das ist riskant, da wie viele bereits wissen, der Bafög-Bescheid erst kurz vor Reiseantritt kommt. Da ich im Inland kein Bafög bekomme, war die Vorfreude bis zum Erhalt des Bescheides auch immer von einem mulmigen Gefühl begleitet. Allerdings habe ich mich bei vielen Leuten einfach umgehört und mir selbst ungefähr ausgerechnet, dass es eigentlich klappen müsste. Alle nötigen Unterlagen hatte ich dann auch bereits Anfang Februar eingereicht und mir wurde gesagt, dass ich spätestens Anfang Juli 2008 Bescheid bekäme (am 21. Juli begann die Orientation Week an der UTS). Wider Erwarten habe ich dann auch tatsächlich pünktlich zum 1.7.2008 Bescheid erhalten, dass ich Auslandsbafög bekomme. Ihr könnt euch sicher denken, was das für ein Feiertag für mich war;-). Wartet nicht auf eine Zusage der Uni, um euch auf das Bafög zu bewerben. Die Uni kann auch im Nachhinein geändert werden. Viele Freunde von der UTS haben ihren Bescheid teilweise erst im September oder Oktober bekommen, da noch Unterlagen fehlten. An dieser Stelle warne ich aber schon mal: Sydney IST teuer. Dessen muss man sich, besonders wenn man unsicher ist, ob man Bafög bekommt, bewusst sein und seinen eigenen „Notfinanzierungsplan“ schon mal aufstellen. Außerdem kann ich noch empfehlen, ein Konto bei der Deutschen Bank zu eröffnen, dass für Studenten, inkl. Kreditkarte, kostenlos ist. Der Vorteil an einem Konto bei der Deutschen Bank ist, dass das Geldabheben in Australien aufgrund der Zusammenarbeit mit der australischen Westpac Bank, die überall vertreten ist, ohne Gebühren erfolgen kann. Orientation Week Nach den letzten Klausuren am 14.,15. und 16.07.!!! ging es dann am 17.07.2008 mit Thai Airways von Frankfurt über Bangkok nach Sydney. Endlich;-). Nach dem Bezug meines Hostels, das ich von Deutschland aus erstmal für die erste Woche gebucht hatte, wurde das erste Wochenende gleich zum Sightseeing genutzt und am 21.07. startete dann auch schon die Orientation Week. Es finden dann jeden Tag unzählige Veranstaltungen statt, von denen man wirklich nicht jede besuchen muss. Man muss bedenken, dass dort auch die neuen Erstsemester begrüßt werden und Veranstaltungen, wie „Wie studiere ich richtig?“, braucht man sich als Student im Hauptstudium nun wirklich nicht mehr anzuhören. Ansonsten gibt es Bibliotheksführungen, Stadtrundfahrten, wo die beliebtesten Studentenviertel zum Wohnen vorgestellt werden und vieles mehr. Entscheidet selber, was für euch sinnvoll ist und was nicht. Das Wichtigste allerdings sind die Barbecues, Meet & Greets und der Pubcrawl. Dort lernt man sofort unfassbar viele neue Leute kennen. Es ist also auch abends in der Orientation Week immer was los. Man schließt viele neue internationale Kontakte mit jungen Leuten aus der ganzen Welt. Mit mir haben auch sehr viele deutsche Studenten an der UTS studiert. Einige Leute haben dieses als negativ angesehen, weil man dann ja vermeintlich weniger englisch spricht. Mich hat das eigentlich wenig gestört, denn wieso sollte man sich dagegen wehren, auch mit deutschen Leuten in Sydney Kontakt zu haben, wenn sie nett und locker drauf sind. Und englisch sprechen kann und muss man ja auch sowieso, wenn man einen Freundeskreis mit lauter internationalen Leuten hat. Studieren an der UTS Für mich war das Auslandssemester mein 7. Studiensemester. In Deutschland studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen (Diplom) an der Universität Bremen. Trotzdem habe ich an der UTS Undergraduate-Kurse besucht, da ich mir diese besser passend zu meinem Studienplan auch in Bremen anrechnen lassen konnte. Im Folgenden möchte ich die drei Kurse, die ich an der UTS besucht habe, kurz vorstellen: International Management: Hier geht es sehr viel um internationale Beziehungen mit Schwerpunkt auf die kulturellen Unterschiede, insbesondere bei der Verhandlungsführung. Viele unterschiedliche Länder, deren Werte und Eigenheiten werden vorgestellt. Ich fand es sehr interessant, gerade ein solches Fach in einem anderen Land zu studieren. Der Arbeitsaufwand in International Management war im Vergleich zu den anderen beiden Fächern relativ gering. Man muss allerdings sehr viel lesen, es gibt ein Mid-Term Exam und ein End-Exam. International Business: Es beginnt mit einigen geschichtlichen Hintergründen und beschreibt, wie die aktuellen Beziehungen zwischen Ländern entstanden sind, meist mit Schwerpunkt Australien. Es wird viel über Neigungen und Abneigungen unter einzelnen Ländern gesprochen. Zudem über die stärksten Wirtschaftszweige einiger Länder und deren wichtigste Handelspartner. In diesem Fach wird wöchentlich ein Tutorium gehalten, in dem jedes Mal eine kleine Hausaufgabe eingesammelt und auch bewertet wird. Außerdem gibt es ein großes Assignment während des Semesters und ein End-Exam. Management Skills: Das Fach wird zur Hälfte in Spielen bzw. Gruppenarbeiten mit wirtschaftlichem Hintergrund und zur anderen Hälfte theoretisch durchgeführt. Man lernt, andere und vor allem sich selbst in Projektarbeiten besser kennen und es wird gezeigt, wie man durch Hören, Sprechen und auch Gestik andere Menschen beeinflussen und überzeugen kann. Am Anfang kostet es teilweise Überwindung, manche Dinge zu tun oder zu sagen, da man auch oft sehr persönliches preisgeben soll. Vollkommen unterschiedlich zum Studieren in Deutschland. Es gibt ein großes Assignment, eine mündliche Präsentation und ein End-Exam. Der Arbeitsaufwand während des Semesters ist wesentlich höher als in Deutschland, wo es meist nur eine Endklausur am Ende des Semesters gibt. In der Mitte des Semesters gibt es die Mid-Term Exams, die bereits zwischen 30-50% zur Gesamtnote zählen. Dafür gibt es dann aber auch ein Mid-Semester Break (ca. ein bis zwei Wochen, abhängig von Klausurterminen), das ich genutzt habe, um mit drei Freunden Melbourne zu besuchen und die Great Ocean Road abzufahren und dort Kängurus und Koalas die Hand zu schütteln;-). In Australien muss man bereits ab der ersten Woche viel lesen und Hausarbeiten anfertigen, dafür hat man dann aber durch Assignments und Präsentationen oftmals vor der Endklausur schon genügend Punkte gesammelt. Ich war nicht der einzige, der mehrere Tage komplett in der Bibliothek verbracht hat, um Assignments zu schreiben. Die Klassen haben meist eine Größe von 20 bis 30 Leuten und im Unterricht wird viel diskutiert. Meiner Meinung nach lernt man besonders viel durch die großen Assignments, in denen man sich teilweise sehr detailliert mit bestimmten Themen der Wirtschaft auseinander setzen muss.Ich habe in den Kursen sehr viel gelernt und war mit meiner Kurswahl zufrieden. Die UTS besteht aus zahlreichen Gebäuden. Wo man studiert, ist genau wie in Deutschland vom Studiengang abhängig. In dem Hauptgebäude (einem großen Hochhaus) hatte ich keine Vorlesung, war allerdings oft dort, um im Food-Court zu essen, die PC’s zu nutzen oder mal wieder ein Würstchen beim Free-Barbecue abzustauben;-). Ich selbst war am Haymarket Campus, wo sich die Business-Fakultät befindet und auch die Bibliothek. Dieser Campus ist aber zu Fuß nur 5 Minuten vom Hauptgebäude entfernt. Zudem gibt es noch den Kuring-Gai Campus, der mit einem Shuttle Bus in ca. 45 Minuten zu erreichen ist. Auch dort war ich allerdings nie, kann also leider nichts dazu berichten. Die UTS ist eine wirklich sehr gut ausgestattete Uni mit guten Vorlesungsräumen, vielen Computern usw. Die Vorlesungsunterlagen und auch viele andere nützliche Informationen gibt es bei UTS-Online. Wireless Internet ist auch an allen Campus-Orten verfügbar. Die Bibliothek ist leider gerade in der Klausurenendphase sehr überfüllt und es ist ungewohnt laut. Da man in Deutschlands Universitäten oft schon schräg angeguckt wird, wenn man sich mal räuspert, ist es dort üblich, dass Leute sich unterhalten, leise Musik hören oder ungehemmt telefonieren. Besonders die Asiaten kennen da keine Grenzen in Sachen Lautstärke - auch kulturelle Unterschiede, an die man sich erst gewöhnen oder ihnen aus dem Weg gehen muss. Ich habe dieses Problem mit Ohrstöpseln gelöst…und das in der Bibliothek;-)!!! Auch das außeruniversitäre Leben wird von der UTS sehr stark unterstützt. Es gibt zahlreiche Vereine, Gruppen, Sport-Events oder Stammtische. Ich selbst war Mitglied der UTS Union, die Ausflüge wie Klettern in den Blue Mountains, Surfen, Canyoning und vieles, vieles mehr veranstalten, was ich sehr empfehlen kann. Für diejenigen, die vorhaben, an vielen dieser Ausflüge teilzunehmen, lohnt es sich, gleich zu Beginn die so genannte Advantage Card zu holen, mit der es Ermäßigungen für Ausflüge, Studienmaterialien oder Fitness-Studio gibt. Sehr wichtig ist auch die aktive Teilnahme an Facebook. Dies ist, für alle, die es noch nicht kennen, die internationale Version von StudiVz. Dort gibt es viele zur UTS gehörende Gruppen, in denen man sich für Stammtische anmelden kann oder auf diverse Gästelisten der Clubs in Sydney setzten lassen kann. Es ist einfach extrem hilfreich, um über Veranstaltungen informiert zu sein und Kontakt zu vielen Leuten in Sydney zu bekommen.Ihr werdet aber in der Orientation Week sowieso mit allen nötigen Infomaterialien überflutet werden, in denen alles Nötige erklärt ist. Und auch sonst sind die Mitarbeiter der UTS extrem hilfreich und helfen insbesondere den internationalen Gaststudenten gerne weiter. Es gibt ein Student Center und auch einen extra für die internationalen Studenten zuständigen Bereich. Es kann wirklich nur wenig schief gehen. No Worries;-). Leben in Sydney Bei diesem Punkt beginne ich einfach mal mit der Wohnungssuche. Die UTS hat eine eigene Einrichtung im Keller des Hauptgebäudes, die Studenten bei der Wohnungssuche unterstützt und wo man auch alle nötigen Adressen bzw. hilfreiche Internetlinks erhält. Ich habe meine Wohnung nach sechs Tagen über die Seite www.gumtree.com.au gefunden. Es war die vierte Wohnung, die ich mir angeguckt habe. Es war nichts besonders Gutes, aber auch nichts Schlechtes. Ein kleines Zimmer mit eingebauter Küchenzeile im Stadtteil Darlinghurst. Ich habe 200 AUS$ pro Woche zahlen müssen, was natürlich nicht gerade billig erscheint, in Sydney aber ein guter Durchschnittswert ist. Ein Einzelzimmer für viel weniger ist im City Center nur schwer zu finden. Eine andere Alternative ist natürlich sich das Zimmer zu teilen. Hier haben einige Leute dann für 110AUS$ pro Woche Leben können, was das billigste war, was ich so gehört habe. Natürlich ist so ein Shared Room auch nicht jedermanns Sache. Ich hätte auch noch weitersuchen können und vielleicht noch etwas Schöneres finden können, allerdings war ich für die vier Monate mit meinem Zimmer zufrieden und wollte mich nach einer Woche im Hostel auch schnell richtig „einrichten“, damit das wirkliche Leben in Sydney beginnen konnte. Zudem ist der Stadtteil Darlinghurst sehr zentral gelegen. Er liegt zwischen dem Central Business District (CBD), direkt am Hyde Park, und dem Partyviertel Kings Cross. Zur UTS bin ich jeden Tag zu Fuß gegangen, was ca. 20 Minuten gedauert hat. Weitere zu empfehlende Stadtteile zum Wohnen in Uninähe sind z.B. Ultimo, Glebe oder Surry Hills. Ich habe auf Grund der zentralen Lage auf jegliche Zug- oder Bustickets verzichten können, da alles in Laufdistanz lag. In Sydney gibt es einfach jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Neben dem Hafen mit Harbour Bridge und Oper (jedes Mal wieder beeindruckend) zählten der Botanical Garden, der sich perfekt zum Joggen oder Erholen eignet, der Hyde Park, besonders schön im Sommer natürlich, und der Darling Harbour mit vielen Cafes, Bars und Clubs, zu meinen favorisiertenPlätzen. Der schönste „Stadtstrand“ ist meiner Meinung nach Manly Beach, allein die 30-minütige Fährfahrt dorthin ist jedes Mal wunderschön gewesen und man hatte eine super Sicht auf die ganze Hafengegend. Bondi Beach ist natürlich auch toll. Hier empfiehlt es sich, den Coogee-to-Bondi-Walk mit einigen kleineren schönen Stränden mittendrin zu machen. Überall gibt es freie Barbecue Plätze, die man einfach so nutzen kann. Was gibt es besseres, als mit seinen Freunden an einem sonnigen Tag einfach ein spontanes Barbecue am Strand zu machen und ein kühles Bierchen dazu zu trinken. Herrlich! Feiern kann man natürlich auch super und es ist gar nicht möglich, alle Clubs Sydneys in so kurzer Zeit besuchen zu können. Am besten gefallen haben mir hier die Orte Kings Cross, George St., Darling Harbour oder The Rocks. Etwas gewöhnungsbedürftig aber auch mit viel Charme ist die Oxford St., an der sich viele „bunte Vögel“ die Nacht um die Ohren schlagen. Zu entdecken gibt es auf jeden Fall genug, findet selbst heraus, was euch am besten gefällt. An den Wochenenden kann man sehr gut die tollen Gegenden außerhalb von Sydney entdecken, wie z.B. die Blue Mountains, unterschiedliche National Parks oder die etwas weiter von der Stadt entfernten Strände, wie z.B. Cronulla. Reisen nach dem Studium Nach den letzen Klausuren Ende November bin ich dann mit einem Freund, den ich an der UTS kennengelernt habe, in den Norden nach Cairns geflogen und von dort sind wir in einem Campervan die australische Eastcoast gen Süden entlang gereist, wieder Richtung Sydney. Dort warten zum Beispiel Regenwald, die wunderschönen Whitsunday Islands, Fraser Island oder Surfers Paradise auf euch. Weihnachten haben wir am Strand in Byron Bay verbracht, wo wir uns zum gemeinsamen Feiern mit vielen Freunden von der UTS wiedergetroffen haben, die ebenfalls an der Eastcoast unterwegs waren. Nach einem unvergesslichen Silvesterabend in Sydney bin ich noch für jeweils 3 Wochen durch Neuseeland und Thailand gereist und nun bin ich, wie bereits erwähnt, seit 2 Wochen zurück in Deutschland und berichte von meinen Erlebnissen. Es war wirklich die beste Zeit meines Lebens. Selbst nach den tollen Eindrücken des vielen Reisens war das Leben und Studieren in Sydney im Nachhinein einfach unschlagbar. Diese Stadt hat so unglaublich viel zu bieten und man findet so schnell viele tolle neue Freundschaften, mit denen man dieses Erlebnis teilen kann. Sehnsüchtig und mit ein bisschen Fernweh blicke ich auf diese Zeit zurück und kann es kaum erwarten irgendwann einmal nach Australien und insbesondere nach Sydney zurückzukehren. Abschließen möchte ich mit einem, wie ich finde tollen Satz, den mir eine Freundin aus Sydney vor ein paar Tagen geschrieben hat: „Don’t cry because it’s over – smile because it happened…“ Dieser Satz beschreibt die aufregende Zeit in Sydney und auch das Reisen danach nahezu perfekt. So, make it happen for you…. Ich wünsche euch eine unvergessliche Zeit und stehe für weitere Fragen zu Sydney und der UTS gerne zur Verfügung. Greets, Benno Masemann. benno-masemann@web.de
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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