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Ich lebe meinen Traum – ich lebe in Australien!

Bereits vor meinem Studium war ich zweimal in Australien. Allerdings immer nur für wenige Wochen. Aber in diesen wenigen Wochen habe ich das Land kennen und lieben gelernt. Ich mag die Menschen, das Klima ist super und die Natur ist einmalig. Brisbane ist meine absolute Lieblingsstadt. Immer, wenn ich Down Under wieder verlassen musste, wurde mir bewusst, dass ich gerne länger bleiben würde. Vielleicht für immer!? Mit meinem Postgraduate-Studium habe ich den ersten großen Schritt in diese Richtung gemacht. Seit über zwei Monaten wohne ich an der Gold Coast, genauer gesagt in Southport. Seit fünf Wochen studiere an der Griffith University (Gold Coast Campus). Ich möchte hier meinen Master in Business machen, muss allerdings zuvor das Graduate Certificate of Business erfolgreich bestehen, da ich nicht über ausreichende Wirtschaftskenntnisse verfüge.

Ist das wirklich real?
Anfangs war alles ganz unwirklich. Ich fühlte mich wie bei meinen Australien-Urlauben zuvor. Als ich ankam, wurde mir sofort wieder klar, warum ich hier leben möchte: Es ist warm und sonnig und die Aussies wirken entspannter, lässiger und freundlicher als die Menschen in Deutschland. Man hat das Gefühl, alle Menschen würden fortwährend lächeln. Und dieses Lächeln ist ansteckend. Seitdem ich in Brisbane aus dem Flugzeug gestiegen bin, trage ich ein Lächeln auf meinem Gesicht. Warum auch nicht? Überall wo ich hinsehe, sehe ich schöne Dinge: Palmen, Pools, das Meer und freundliche Gesichter.

Die ersten Erledigungen
Natürlich musste ich mich gleich in der ersten Woche um viele Dinge kümmern. Ganz oben auf der To-Do-Liste stand die zukünftige Unterkunft. Bei meiner Wohnungssuche hatte ich wirklich Glück. Die Ausschreibungen an der Universität waren mir dabei sehr hilfreich und schon bei der dritten Besichtigung hatte ich meine Traumunterkunft gefunden: Sie befindet sich in der Nähe der Universität, ich zahle wöchentlich 100 Dollar, die Anlage hat einen Pool und meine beiden Mitbewohner sind Australier und ebenfalls Studenten an der Griffith University. Beim Unterschreiben des Mietvertrages wurde mir zum ersten Mal klar, dass ich für längere Zeit in Australien bleiben würde. Auch die folgenden Besorgungen zeigten mir, dass ich endlich in meinem Traumland wohne: Ich musste ein Bankkonto eröffnen, was keinerlei Schwierigkeiten machte, da man sich online sehr gut informieren kann und die Bankangestellten sehr hilfsbereit sind. Als nächstes habe ich mir eine Concession GoCard für vergünstigte Busfahrten für Studenten besorgt. Außerdem musste ich mir unbedingt eine Handykarte kaufen.

Mein erster Eindruck von der Universität
Schließlich hatte ich also meinen australischen Mietvertrag, meine australische Busfahrkarte und meine australische Handynummer. Als nächstes musste ich mich um meine zukünftige Ausbildungsstätte kümmern. Der erste Schritt lag darin, sich beim internationalen Studenten-service zu melden und sich sein Starter-Paket abzuholen. Auch die Angestellten der Universität waren sehr freundlich und hilfsbereit. Mir wurde erklärt, wann ich welche Einführungsveranstaltungen zu besuchen hätte und wo ich alles finden würde. Nachdem ich mich im Griffith-Online-Portal angemeldet und mich direkt online für meine Kurse eingeschrieben hatte, wurde es Zeit, den Campus zu erkunden. Schon nach wenigen Minuten war ich sprachlos. Die Griffith University ist keinesfalls mit meiner deutschen Universität, an der ich meinen Bachelor absolviert habe, zu vergleichen. Der Gold Coast Campus liegt mitten im Grünen, ist übersichtlich und sehr gepflegt. Auf dem Campus befinden sich überall für Studenten frei zugängliche Computerräume, die teilweise 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche zugänglich sind. Die Bibliothek bietet Ruhezonen genauso wie Gruppenarbeitsbereiche und spezielle Gruppenarbeitsräume, die alle mit Computern ausgestattet sind. Außerdem gibt es in der modernen Bibliothek einen Bereich mit Fernseher und Computerkonsolen: hier konnten beispielsweise die Olympischen Spiele angeschaut und auf der Nintendo Wii nachgespielt werden. Auf dem Campus gibt es einen Computerladen, einen Bücherladen, einen Frisör, eine Post und ein Reisebüro – alle Geschäfte bieten Studentenpreise und wissen genau, worauf es den Studenten ankommt.

Student Guild
Schon nach wenigen Tagen wurde ich Mitglied der Student Guild. Als Mitglied dieser Verbindung erhält man viele Vergünstigungen an der Universität. Beispielsweise bekommt man 12,5 Prozent Rabatt auf die Bücher im Bücherladen auf dem Campus. Auch die Mitgliedsbeiträge für die verschiedenen Sportclubs (Hockey, Tennis, Volleyball, Fußball, u.v.m.) sind verbilligt. Zu den Partys auf dem Campus erhält man kostenlose oder billigere Eintrittskarten. Seit drei Wochen spiele ich Volleyball an der Griffith University und habe dadurch bereits viele neue Leute kennen gelernt. Es wurden verschiedene Teams gebildet und jede Woche spielen wir gegen ein anderes Team. Die Student Guild ist eine tolle Möglichkeit, um viele Studenten kennen zu lernen, Spaß zu haben und Geld zu sparen.

Mein Studium: die ersten Kurse und Klausuren
Um das Postgraduate Certificate innerhalb eines Semesters abzuschließen, habe ich wöchentlich vier Kurse. Das entspricht einem normalen Vollzeitstudium in Australien. In Deutschland hat man normalerweise mehr Kurse, allerdings muss man beachten, dass meine Kurse an der Griffith University jeweils drei Stunden dauern, während ein Kurs in Deutschland in der Regel nur über eineinhalb Stunden geht. Bei vier Kursen bedeutet das zwölf Stunden Unterricht pro Woche. Gleich zu Beginn wurde uns mitgeteilt, dass man als Postgraduate-Student pro Kurs zehn Stunden Arbeitsaufwand pro Woche einberechnen soll – ich habe dementsprechend eine Arbeitswoche von etwa 40 Stunden. Die Dozenten sind sehr hilfsbereit und sprechen so, dass man sie als Nicht-Muttersprachler gut versteht. Das Studium hält mich richtig auf Trab: Schon nach fünf Wochen habe ich meine erste Klausur geschrieben und zwei Essays abgegeben. Mein erstes Referat steht nächste Woche an.

Ausflüge und Freizeit
Zwar gibt es immer etwas für die Universität zu tun, allerdings heißt das nicht, dass ich vergesse meinen Traum zu leben. Gleich zu Beginn meines Aufenthaltes bin ich nach Brisbane gefahren, um meine Lieblingsstadt an einem Wochenende zu genießen. Ich war bereits in Coolangatta und bin dort den Strand entlang spaziert. Natürlich war ich auch in Surfers Paradise – sowohl tagsüber zum Schauen, Fotografieren und Genießen als auch nachts zum Feiern und Leute treffen. Im Currumbin Wildlife Sancturay habe ich Koalas, Kängurus und Wom-bats gesehen. Und an den Wochenenden veranstalte ich mit meinen neuen Freunden, die von überall auf der Welt kommen, des Öfteren ein Barbecue – that’s so Australian. Ich genieße mein Leben in Down Under und freue mich auf die kommenden Tage, Wochen und Monate! Ich lebe meinen Traum – ich lebe in Australien.

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