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Zu zweit nach Australien zum Studium – Herausforderungen und Vorteile für ein Pärchen
Es heißt immer, zu zweit sei alles leichter. Allerdings trifft das nicht unbedingt zu, wenn man vor hat, zu zweit ein Auslandsstudium in Angriff zu nehmen. In diesem Zusammenhang ist zu zweit Vieles schwerer und das Pärchendasein ist oftmals sogar ein Hindernis für die Vorbereitungen und die Studienzeit Down Under. Allerdings gibt es natürlich nicht nur Nachteile als Pärchen. Die Vorteile überwiegen sogar – man muss die gemeinsame Studienzeit im Ausland und alle damit verbundenen Herausforderungen nur richtig angehen. Vorbereitungen Die Schwierigkeiten fangen schon mit den Vorbereitungen an. Als mein Freund und ich uns dazu entschlossen haben, ein Studium in Australien aufzunehmen, mussten wir uns zuerst auf mögliche Universitäten einigen. Diese Entscheidungen waren gar nicht so leicht. Für meinen Freund war Universität A besser, für mich Universität B. Mein Freund wollte eher an die Gold Coast, ich eher in den Süden Australiens. Als wir uns dann endlich für einige Universitäten entschieden haben, an denen wir beide studieren konnten, was wir wollten und in Gegenden, wo wir uns beide wohl fühlen konnten, mussten wir auch noch gemeinsam angenommen werden. Was hätten wir wohl gemacht, wenn einer nicht angenommen worden wäre? Aber schließlich hat alles geklappt. Letztendlich haben wir uns für die Griffith University an der Gold Coast entschieden, von der wir beide eine Zusage erhalten hatten. Mit dieser Entscheidung waren wir beide zufrieden – jetzt konnte das Abenteuer also losgehen. Wohnungssuche Als wir dann an der Gold Coast angekommen waren, mussten wir als erstes eine Wohnung finden. Leider war das alles andere als leicht: Studios und Einzimmerapartments sind verhältnismäßig teuer und bieten nicht unbedingt genügend Platz für ein Pärchen, das in der Wohnung auch in Ruhe lernen können muss. Zweizimmerapartments haben sich sofort als für uns unerschwinglich herausgestellt und „No couples“ hieß es in den meisten Ausschreibungen für Wohngemeinschaften. Die Wohnungssuche verlief also ein wenig enttäuschend und schleppend. Vor allem die Ablehnung gegen Pärchen in Wohngemeinschaften kam überraschend oft vor – allerdings ist das auch irgendwie verständlich. Pärchen sind nicht immer die leichtesten Mitbewohner. Aber letztendlich hat sich auch in Bezug auf die Wohnungssuche alles zum Positiven entwickelt und wir haben ein tolles Masterbedroom-Zimmer in einer Wohngemeinschaft in der Nähe der Universität gefunden. Die Vermieter wollten sogar unbedingt ein Pärchen für das größte Zimmer im Haus – logisch, denn ein Pärchen bringt mehr Miete als ein einzelner Student. Man darf nur nicht aufgeben und muss ein wenig Geduld aufbringen, dann findet man auch, was man sucht. Wir hatten Glück und sind sehr zufrieden mit unserem Zimmer, dem ganzen Haus und unseren Mitbewohnern. Noch einige Tipps für die Wohnungssuche: Bevor man sich auf eine Stellenanzeige meldet, sollte man sich erst einmal über die Lage im Klaren werden. Für Studenten ist die Nähe zur Uni oder zumindest eine sehr gute Busanbindung unbedingt notwendig. Als wir nach einer Wohnung gesucht haben, haben wir festgestellt, dass man sich am besten telefonisch bei den potentiellen Mitbewohnern oder Vermietern meldet – Emails werden meistens gar nicht und wenn dann sehr spät beantwortet, selbst wenn in der Ausschreibung eine Emailadresse angegeben ist. Es ist wichtig, sich beim Besichtigungstermin alles genau anzuschauen und auch Fragen zu stellen. Freunde finden Als wir eingezogen waren und das Studium losging, haben wir uns sehr darauf gefreut, neue Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen. Allerdings stellte sich auch hier heraus: wenn man zu zweit auftritt, fällt es schwerer, erste Kontakte zu knüpfen. Andere empfinden Pärchen oftmals als unnahbar und oftmals fällt es ohnehin schwer, fremde Leute anzusprechen – und dann auch noch ein Pärchen? Deshalb haben wir uns vorgenommen, getrennt in die Kurse zu gehen und individuell Kontakte zu knüpfen. Das hat auch prima funktioniert. Mittlerweile haben sich unsere individuellen Freundschaften zu einem kleinen Freundeskreis verbunden. Was uns allerdings auffällt: manchmal wird man anfangs, wenn es sich um neue Freundschaften handelt, als Pärchen ein wenig ausgeschlossen – beispielsweise gehen Singles unter sich lieber ohne ein Pärchen ins Kino. Aber das ist halb so schlimm. Dafür kann man dann die Zeit zu zweit genießen. Es ist also wichtig, dass man, wenn man Down Under als Pärchen gemeinsam an eine Universität geht, individuell auftritt. Man sollte zusehen, dass man die einzigartige Möglichkeit der multikulturellen Hochschulen Australiens nutzt und möglichst viele Freundschaften mit Studenten aus den verschiedensten Ländern und den unterschiedlichsten Kulturen knüpft. Das schafft man allerdings nicht, wenn man immer als Pärchen auftritt und dadurch eher unnahbar wirkt. Die Vorteile als Pärchen Down Under Allerdings hat es auch viele Vorteile, nicht alleine nach Down Under – ans andere Ender der Welt – zu reisen. Zum einen kann man sich die viele Arbeit, die man in die Vorbereitungen und in die Wohnungssuche und in sonstige organisatorische Dinge stecken muss, aufteilen und sich somit einiges an Arbeit ersparen. Wenn man dann gemeinsam in Australien angekommen ist, fühlt man sich nicht so fremd und alleine – schließlich hat man immer jemanden Vertrauten an seiner Seite. Was für mich besonders wichtig ist, ist die Tatsache, dass man sich immer beraten kann, wenn man sich unsicher ist. Unsicherheit tritt meiner Erfahrung nach vor allem in den ersten Wochen in einem fremden Land auf – sei es beispielswiese bei der Eröffnung eines Kontos oder bei der Einschreibung in die Kurse an der Universität. Normalerweise kennt man anfangs niemanden in der neuen, vorübergehenden Heimat und hat keine Hilfe. Zu zweit fällt in dieser Hinsicht vieles leichter. Ein weiterer Vorteil liegt in den vielen Couponaktionen, die Australien zu bieten hat. Beispielswiese findet man auf den Rechnungen der großen Supermärkte immer wieder Aktionen wie „purchase one main meal and receive another free“. Diese Aktionen sind für Pärchen besonders toll – wir haben diese Gutscheine schon des Öfteren verwendet und damit viel Geld gespart, was für Studenten ja durchaus wichtig ist. Und außerdem zum Thema Geldsparen: als Pärchen spart man sich einiges an Miete, wenn man sich ein Zimmer teilt. Zwar zahlt man mehr für das große Zimmer als eine Einzelperson, allerdings teilt man sich die Miete ja auch. Das Sparen trifft auch auf die alltäglichen Einkäufe und Belastungen wie für Lebensmittel, gegebenenfalls Sprit und sonstige Dinge zu. Zu zweit kann man alles teilen. Und was man zudem noch teilen kann sind die tollen Eindrücke und Erfahrungen, die man Down Under sammelt. Es ist doch viel schöner, immer jemanden an seiner Seite zu haben, mit dem man all die neuen Eindrücke teilen kann. Ich bereue es also keinesfalls, zu zweit nach Australien gegangen zu sein. Zwar bringt das Pärchendasein viele Herausforderungen mit sich und erschwert die eine oder andere Sache, aber die Vorteile überwiegen. Wenn man die Möglichkeit hat, ein Auslandsstudium zusammen mit dem Lebenspartner anzugreifen, sollte man diese Möglichkeit auf jeden Fall nutzen. Zu zweit ist es eben doch am schönsten!
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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