|
||||||||||||||||||||||||||
Home | Startseite Neuseeland | Suche | Tell a friend | Mitgliedsbereich | Link zu uns | Impressum | Kontakt | |
||||||||||||||||||||||||||
|
Ein Semester an der University of Auckland...
... Das stand mir bevor, als ich Anfang Juli 2006 ins Flugzeug gestiegen bin. 153 Tage weit weg von zu Hause. Weiter weg als nach Neuseeland kann man von Deutschland aus nicht sein. Ich hatte die Zusage der Uni in der Tasche, mein Zimmer im Wohnheim sicher und mein Flugticket dabei. Und jetzt weiß ich, dass ich trotzdem total unvorbereitet war. Ich hatte ein halbes Jahr Vorlaufzeit in Deutschland eingeplant. In der Zeit musste ich den Sprachtest (in meinem Fall TOEFL) machen, die Bewerbungsverfahren der Universitäten durchlaufen, sowie diverse Dinge in Deutschland für meine Abwesenheit regeln. Ich dachte, die Zeit wäre lang genug, aber das hat sich schnell als falsch entpuppt. Hätte ich die Hilfe von Ranke-Heinemann bei dem ganzen Papierkram nicht gehabt, wäre ich mit hoher Wahrscheinlichkeit erst ein Semester später gefahren. 1. Sprachtest Ich kann hier nur für den TOEFL sprechen. Dieser Test sollte gemacht werden, sobald der Gedanke an ein Auslandssemester aufkommt. Er ist 2 Jahre gültig, deshalb schadet es nicht, den frühzeitig zu absolvieren. Der Test wird nicht jederzeit und überall angeboten, aber wenn man flexibel genug ist (sprich: keinen Zeitdruck hat), findet sich ein passender Termin in der Nähe. Man sollte mindestens 3 Wochen Vorbereitungszeit einplanen, in denen man seine Schwächen verbessern kann. Es wird diverses Material zum Üben im Internet angeboten, das sein Geld wert ist. Ich habe den Test im Mai in Hamburg gemacht. Zu dem Zeitpunkt war dieses Testzentrum bereits bis September ausgebucht. Es waren Teilnehmer aus ganz Deutschland da und sogar ein Mädchen aus Schweden. Nur um noch mal deutlich zu machen, wie wichtig eine frühzeitige Anmeldung ist… 2. Finanzierung 2.1 Generell Noch ein Grund mindestens ein Jahr vorher mit der Planung zu beginnen: Stipendien. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) bietet eine ganze Reihe von Stipendien an und bei den meisten muss man auch keine außergewöhnlichen Fähigkeiten haben. Der Versuch lohnt sich in jedem Fall. Kleiner Haken: Das Ende der Bewerbungsfrist für die meisten Stipendien liegt ein Jahr vor Inanspruchnahme. Für mich gab es da also keine Chance mehr. Glücklicherweise gibt es in meiner Fakultät eine Stiftung, die sich für Auslandssemester-Studenten engagiert. Auch da lohnt es sich also, mal nachzufragen. 2.2 Bankangelegenheiten Die Deutsche Bank bietet für Studenten, die ins Ausland gehen, ein Konto ohne Kontoführungsgebühren an. Mit der Karte kann man in Neuseeland bei Westpac gebührenfrei Geld abheben. Allerdings kann man mit der Karte nicht bezahlen. Dazu benötigt man eine Kreditkarte (Visa, Master,…) oder ein Bankkarte von einer neuseeländischen Bank. Das neuseeländische „electronic cash“ nennt sich „Eftpost“ und ist sehr weit verbreitet. Es ist üblicher, mit Bankkarte zu zahlen als mit Cash. Im Uni-eigenen Supermarkt gibt es eine extra Kasse für Cash-Zahler. Es ist auch durchaus normal im Pub oder im Club sein Getränk mit Karte zu bezahlen. Ich hatte eine Kreditkarte aus Deutschland und musste deshalb jedes Mal 1% Auslandseinsatzentgelt bezahlen. Es ist sicherlich am einfachsten, bei einer neuseeländischen Bank ein Konto zu eröffnen. Die National Bank ist am weitesten verbreitet und es gibt eine Filiale im Unigebäude. 3. Visum Man kann das Visum von Deutschland aus beantragen. Ich halte es jedoch für besser, das in Neuseeland zu erledigen. Als deutscher Staatsbürger (und Staatsbürger diverser anderer Staaten) hat man automatisch ein Touristenvisum für 3 Monate, mit dem man einreisen kann. Man muss dann nur einen Rückflug innerhalb von 3 Monaten gebucht haben und das Ticket bei der Einreise vorlegen. Nach Ankunft kann man sich über den International Office der Universität ein Visum besorgen und dann den Rückflug umbuchen. Das Visum zu bekommen dauert in der Regel etwa eine Woche und kostet sehr viel weniger Gebühren als von Deutschland aus. Die Papiere, die man vorlegen muss, sind dieselben. Das einzige, was ein kleines Problem für mich dargestellt hat, war das Bankstatement. Das ist ein Kontoauszug, der mindestens 3000$NZ als Haben auflistet. Das ist natürlich kein Problem, wenn man sein Konto bei einer neuseeländischen Bank hat. Aber einen deutschen Kontoauszug können die Mitarbeiter nicht lesen und deshalb auch eigentlich nicht akzeptieren. Glücklicherweise ist die Deutsche Bank im Office bekannt gewesen und nachdem ich die wichtigsten Teile des Auszugs übersetzt hatte, wurde er akzeptiert. Alternativ wäre es auch möglich gewesen, sich von der Bank eine auf Englisch verfasste Bestätigung über die Summe schicken zu lassen. 4. Wohnen Ganz, ganz wichtig: keine Verträge vor Ankunft unterschreiben. Nicht etwa, weil man eventuell übers Ohr gehauen wird, sondern weil es hier soviel Auswahl gibt, dass man über die Unterkunft von Deutschland aus nicht entscheiden sollte. Ich habe vor meiner Ankunft einen Vertrag für die gesamte Dauer meines Aufenthalts beim Railway Campus unterschrieben. Das ist eines der Uni-Wohnheime. Grund für mich war in erster Linie, dass es sich um eine self-catered-Einrichtung handelt in der ich das Küchengeschirr (Teller, Topf, usw.) gestellt bekam. Außerdem konnte ich dort Bettzeug leihen. Das Flair dieses Wohnheims ist zweifellos unübertroffen. Es handelt sich um einen umgebauten alten Bahnhof mit etwa 400 Betten. Man kann viele nette Leute kennen lernen, wenn man sich entsprechend an den Gemeinschaftsaktivitäten beteiligt. Was mich persönlich aber abschreckt ist, dass es z.B. Zimmerkontrollen gibt. Angekündigt und unangekündigt. Und man muss sich abmelden, wenn man verreist und man soll Besuch anmelden. Auch wenn der nur für ein paar Stunden bleibt. Natürlich werden diese Regeln von den Bewohnern nicht ganz so ernst genommen. Doch schon die Tatsache, dass es sie gibt, fand ich ein wenig befremdlich. Das ist sicherlich nichts für Leute, die schon lange nicht mehr bei ihren Eltern wohnen. Im Übrigen vermitteln alle Uni-Accomodations im Internet den Eindruck, man könnte nur Verträge für mindestens ein Semester unterschreiben. Das stimmt so nicht. Gerade der Railway Campus bietet auch Accomodation für Nichtstudenten an. Man kann nur für einige Tage bleiben, zahlt dann aber wesentlich mehr. Ab zwei Wochen Aufenthalt gelten die normalen Preise, die im Netz zu finden sind. Man sollte den Bewerbungsbogen genau durchlesen. Meine Empfehlung wäre also: erstmal herkommen, ins Taxi setzen, in die Stadt fahren. Dort gibt es einiges an Backpackern, Bed & Breakfast, den Railway Campus und diverse andere Uni Accomodations. Die ersten zwei Wochen im Railway zu wohnen ist sicherlich nicht das schlechteste, weil man sich dann in Ruhe um den anderen Kram kümmern kann. Wenn man spät nachts ankommt, kann man beispielsweise Bed & Breakfast oder Backpacker schon vorher per E-Mail regeln. In der Orientierungswoche lernt man dann schon Leute kennen, mit denen man sich über Wohnungsangelegenheiten austauschen kann. Es gibt viele möblierte Zimmer und Wohnungsnot gibt es eigentlich auch nicht. Auckland ist eine Studentenstadt. Es ist kein Problem, ein Zimmer zu finden. Die Mietverträge sind meist mit zwei Wochen Frist kündbar und ich kenne einige, die hier schon mehrmals umgezogen sind und nie Probleme hatten, was Neues zu finden. Von den Uni-Accomodations fand ich am besten das Parnell Student Village. Auch dort ist es kein Problem nach Semesteranfang noch was zu finden. Noch mal zurück zu Bettzeug und Küchengeschirr: kann man hier kaufen. Das Bettzeug, das ich vom Wohnheim bekommen hatte, bestand nur aus Bezügen für Decke und Kissen, Wolldecke und Laken. Ich bin also sowieso nach zwei Tagen losgezogen und hab mir eine vernünftige Bettdecke und den ganzen Rest gekauft. Es war Winter, als ich ankam und es war erstaunlich kalt. Mit einer Wolldecke bin ich da sowieso nicht ausgekommen. Für uns Studenten gibt es in Auckland das „Warehouse“. Das ist billig und man kann dort fast alles kaufen, was man so braucht. Natürlich ist die Qualität nicht besonders atemberaubend, aber man benötigt die Sachen ja auch nur für höchstens ein Jahr. Klamotten würde ich dort allerdings nicht kaufen. Eine Sache, die man unbedingt aus Deutschland mitnehmen sollte, ist eine Steckerleiste. Man braucht dann nur einen Adapter und nicht drei, was das Leben um einiges einfacher macht. 5. Uni Allgemein ist das Studium in Undergraduate Programme (so etwas wie Grundstudium) und Postgraduate (Hauptstudium) aufgeteilt. Undergraduate ist man mind. 3 Jahre (4 Jahre gibt’s auch, ist fakultätsabhängig) und danach hat man seinen Undergraduate Bachelor. Ab dann ist man Postgraduate und wird wie ein König behandelt. Postgraduates haben eigene Bereiche im Gemeinschaftsgebäude, wo Undergraduates nicht rein dürfen. Sie haben auch in den Fakultätsgebäuden eigene Schreibtische mit Rechnern und sie müssen viel weniger für ihre Kurse bezahlen als Undergraduates. Wenn man als deutscher Postgraduate an der Uni ist, muss man nur die Gebühren bezahlen, die die Einheimischen auch zahlen. Es gibt hierfür ein Abkommen zwischen Deutschland und Neuseeland. Als Undergraduate zahlt man einiges mehr. Dummerweise bin ich Undergraduate gewesen. Also gleich als Postgraduate bewerben (man sollte allerdings seinen Bachelor oder das Vordiplom schon haben) oder nach Ankunft umschreiben lassen. Ich habe von mehreren gehört, die das gemacht haben. Nach einem Jahr Postgrad macht man dann in der Regel sein Postgraduate Diploma und verlässt die Uni, um zu arbeiten. Viele kommen später wieder, um den Master und dann eventuell den Phd (Doktor) zu machen. Oft wird das vom Arbeitgeber gesponsert und läuft neben dem Job als Halbzeitstudium. Ich war im Engineering Department, wo die Organisation etwa folgendermaßen aussieht: Es gibt einen Klassenverband von etwa 60 Leuten. Es gibt sogar einen Klassensprecher. Das Studium (vor allem Undergraduate) ist straff durchorganisiert und einheimische Studenten haben kaum Wahlmöglichkeiten, was die Kurse angeht. Als Study Abroad Student kann man Kurse aus fast allen Fakultäten und Studiengängen wählen und beliebig kombinieren. Blöderweise kann man keine Kurse über die Maorikultur belegen. Jeder Studiengang bietet seine eigenen Kurse an. Auch wenn z.B. Verfahrenstechniker und Maschinenbauer beide Thermodynamik hören müssen, gibt es für jeden Studiengang einen extra Kurs. Am Anfang des Semesters muss man sich in die Kurse einschreiben und hat dann 2 Wochen Zeit, das noch zu ändern. Also keine Panik. Selbst wenn man bei der Bewerbung Kurse angegeben hat, ist das noch nicht verbindlich. Man muss pro Jahr 120 Punkte machen, d.h. etwa 4 Kurse pro Semester (15 Punkte pro Kurs). Für Postgraduates stehen auch Projekte auf dem Plan, die mehr zählen können, aber natürlich dann auch einen höheren Arbeitsaufwand haben. Mit den Kursen sind oft Labore verbunden, für die man dann Berichte abgeben muss, die bewertet werden. Die Note in den Kursen setzt sich immer aus mehreren Komponenten zusammen: Assignments (Hausaufgaben), Tests, Laborberichte, Prüfung. Die Prüfung zählt meist so um die 70%. In anderen Departments ist das eher weniger und es werden noch eine Menge Essays geschrieben. Hier noch ein Tipp: die Arbeiten doppelt abspeichern. Wenn die Essays verloren gehen und deshalb nicht abgegeben werden können, fällt man gnadenlos durch und kann den Kurs vergessen. Man muss nicht zu den Vorlesungen hingehen. Es kann aber sein, dass man was verpasst, weil z.B. Assignment- und Testdaten manchmal nicht aushängen sondern nur in der Vorlesung angekündigt werden. Die Vorlesungen sind immer eine Stunde (eigentlich 50 min) und dafür 3- bis 4-mal die Woche. Dazu kommen die Labore und Tutorials (Übungen). Mit zusätzlich 1-3 Stunden die Woche. In den meisten Kursen wird erwartet, dass man noch 6 bis 10 Stunden die Woche zu Hause arbeitet. Das heißt nicht nur Full-time-Study, das ist auch eins! Selbstverständlich hält auch hier jeder Dozent seinen Kurs für den wichtigsten, für den man deshalb ganz viel tun muss. Es wird auch ein wenig mündliche Mitarbeit im Kurs verlangt, aber nicht bewertet. In manchen Kursen insbesondere bei Projekten muss man statt einer Prüfung am Ende eine Präsentation machen. Meist mit mehreren zusammen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Universität hier sehr verschult ist. Man ist eigentlich immer ordentlich beschäftigt. Die Vorlesungen sind sehr praxisorientiert. Während der Bachelor Maschinenbau an meiner Uni in Deutschland eher eine Art erweitertes Grundstudium ist, ist der Bachelor in Neuseeland sehr speziell auf eine Branche ausgerichtet. Für internationale Studenten gibt es an der Uni den so genannten iSpace. Das ist eine von der Uni geförderte und von Studenten organisierte Institution, die sich um uns „kümmert“. In der Orientierungswoche und auch danach gibt es regelmäßig Veranstaltungen, bei denen man wunderbar Leute kennen lernen kann. Außerdem kann man dort hingehen, wenn man irgendwelche Fragen oder Probleme hat. 6. New Zealand itself Auckland Wohl die größte, hässlichste, dreckigste und lauteste Stadt Neuseelands. Über ein Viertel der Bevölkerung (etwa 1.3 Mio.) lebt hier. Städte- und verkehrsplanerisch ist die Stadt ein Desaster. Auckland hat einen wunderbaren Blick auf den Hafen. Von Downtown könnte man die Harbour Bridge sehen und hätte einen tollen Blick auf den Hauraki Gulf mit seinen Inseln… Wenn nicht irgendwer auf die Idee gekommen wäre etwa zehn 20stöckige Hochhäuser und Hotels direkt an das Hafenbecken zu setzen. Man kann dort ganz nett abends weggehen, aber am Hafen spazieren gehen geht nicht. Dafür muss man zum wesentlich schöneren Jachthafen fahren. Im Moment wird in Auckland sehr viel gebaut und leider scheint sich keiner Gedanken um so etwas wie Flair zu machen. Die ganze Innenstadt ist voll gestopft mit Straßen und Autos. Und damit wären wir beim Verkehr. Wenn man in Auckland auf die Straße geht, stockt einem der Atem. Es riecht eigentlich immer und überall nach Abgasen. Es gibt hier weder so was wie einzuhaltende Abgaswerte noch Grenzwerte für die Lärmemission. Es ist immer Stau. Die Motorways sind überfüllt und das öffentliche Verkehrssystem ist eine Katastrophe. Die Busse sind unzuverlässig und die Bushaltestellen haben oft keine Namen und sind nicht in der Liste aufgeführt. Für Touristen ist es fast unmöglich ohne die Hilfe des Busfahrers von A nach B zu kommen. Zum Glück sind die Fahrer, wie alle Neuseeländer extrem nett und zuvorkommend und sagen einem gerne Bescheid, wenn man raus muss. Es gibt auch kaum Radwege. Radfahrer leben sowieso gefährlich, weil sie zusammen mit Fußgängern die Gruppe der niederen Verkehrsteilnehmer bilden. Als Fußgänger 5 Minuten an der Ampel warten zu müssen ist die Regel. Und wenn man grün hat, muss man immer noch aufpassen, dass auch wirklich kein Auto kommt. Viele Leute, die auf diese Weise regelmäßig in Auckland unterwegs sind, tragen orange oder gelbe Warnwesten. Wenn man lieber zu den höherwertigen Verkehrsteilnehmern gehören möchte, kauft man sich einfach ein Auto. Das ist hier kein Problem, allerdings weiß ich darüber nicht genau Bescheid. Es gibt aber viele, die das machen und es ist in jedem Fall billiger als in Europa. So, genug gelästert. Wie bei jedem Ort, den man zu Hause nennt, kann man irgendwann nicht mehr anders und liebt diese Stadt. Auckland ist, wie in jedem Reiseführer zu lesen, tatsächlich eine pulsierende Großstadt mit unglaublich toleranten Menschen. Wenn man dort erstmal richtig angekommen ist, zeigt es sich von seiner schönsten Seite. Großstadtkinder werden Downtown voll zufrieden gestellt. Nur ein paar Meter raus in Richtung Parnell wird alles ein bisschen ruhiger und beschaulicher. Und obwohl hier so viele Menschen leben hat diese Stadt für mich (abgesehen von Downtown) immer eher Kleinstadtcharakter gehabt. Mit kleinen Lädchen, alten Häusern und Menschen, die stolz sind hier zu leben. Auckland ist die heimliche Hauptstadt Neuseelands. Jeder, der nicht hier lebt (ich rede von Neuseeländern), hasst diese Stadt. Die Bewohner werden im Volksmund Jafas (Just Another Fucking Aucklander) genannt, hören das aber natürlich nicht gerne. Die Stadt hat 48 Vulkane. Die meisten wurden abgetragen, aber viele sind heutzutage Parks, die mit viel Aufwand gepflegt werden. Der höchste Vulkan ist der Mt. Eden, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Man hat einen tollen Blick auf die ganze Stadt, die sich von der West- zur Ostküste erstreckt. Man kann Tagesausflüge zu den Inseln vor Auckland machen oder einfach mal die Queen St. (Hauptgeschäftsstraße) hoch und runter laufen und alles auf sich wirken lassen. Was Ausgehen betrifft, gibt es für jeden Geschmack etwas. Sehr zu empfehlen ist die K Rd. (Karangahape Rd.) und die Vulcan Lane. Aber auch die Victoria St., wo der Skytower (höchstes Gebäude der südlichen Hemisphäre) steht, hat viele nette Bars. Wenn man ein bisschen mehr auf „schick anziehen“ steht, sollte man am Viaduct unten am Hafen mal vorbei schauen. Turnschuhe sind dort allerdings nicht erwünscht. Außerhalb von Downtown kann man nach Ponsonby oder Parnell gehen. Auch dort gibt es wieder viele kleine Pubs mit Livemusik. Ich gebe jedem gerne Tipps, der sich an mich wendet. Ich habe am Anfang viel zu lange gebraucht, um das alles herauszufinden. Rest von Neuseeland Der beste Reiseführer, den es gibt, ist der Lonely Planet. Von dem kann man sich ganz gut führen lassen. Er kostet um die 45$NZ und ist die Bibel für Backpacker, geschrieben von Backpackern mit vielen Ausgeh-, Sightseeing- und Übernachtungstipps. Bis jetzt habe ich nur die Nordinsel bereist. Die Südinsel kommt nach den Prüfungen ab Mitte November (2006) dran. Ich will da jetzt auch nicht weiter ins Detail gehen, weil ich damit sicherlich noch mal 3 Seiten füllen könnte… Highlights der Nordinsel: Bay of Islands: Delfine, Hole in the Rock (world-famous), BBQ am Strand, Tauchen Coromandel: Hot Water Beach (kochendheiße Quellen am Strand), Cathedral Cove Rotorua: Schwefelquellen, Thermalbad; stinkt nach faulen Eiern, aber man gewöhnt sich dran Taupo: Skydive, Tongariro National Park mit Skipisten Waitomo: Glowworm Caves, Blackwater Rafting (eisekalt) Meine liebsten Erfahrungen waren bis jetzt der Skydive (Fallschirmsprung) am Lake Taupo und eine 4tägige Wandertour am Lake Waikaremoana. Beides Unternehmungen, bei denen ich an meine physischen und psychischen Grenzen gestoßen bin und die mich deshalb wahrscheinlich mein ganzes Leben lang begleiten werden. 7. Fazit Ich habe hier in Neuseeland eine tolle Zeit verbracht und viele unglaublich nette Menschen aus der ganzen Welt kennen gelernt. Während der letzten vier Monate hatte ich nie das Gefühl, hier nicht willkommen zu sein. Ein Semester ist viel zu kurz, um alles zu erfahren und zu sehen, was dieses Land zu bieten hat. Ich werde ganz sicher zurückkommen… Zusammenfassend noch mal die wichtigsten Regeln: Keinen Mietvertrag für ein ganzes Semester unterschreiben Sprachtest früh genug machen Als Postgraduate herkommen Der Winter ist auch hier sehr kalt (kein Schnee, aber es friert mitunter mal)
|
|
||||||||||||||||||||||||
Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||