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Auslandsbericht
von Michael Krug der FH Bielefeld über ein Auslandssemester in Auckland, Neuseeland 1. Motivation Schon am Anfang meines Studiums fand ich die Möglichkeit, im Ausland zu studieren, äußerst interessant. Somit kam mir die Wahl zwischen einem Praxissemester oder einem Auslandsemester im siebten Semester sehr gelegen. Ich dachte, ein Auslandsemester zu machen, würde auf jeden Fall meine Fremdsprachenkenntnisse verbessern und mir zugleich die Möglichkeit bieten, andere Aspekte des Studiums im Ausland kennen zu lernen. Zudem hörte ich von Freunden nur positive Berichte über Auslandssemester. Die Wahl des Auslandes sollte auf jeden Fall eine englischsprachige Region sein, um diese Sprache zu verbessern. Nachdem ich viele Berichte über Neuseeland gelesen und Sendungen gesehen hatte und ich von dem Land und der vielfältigen Natur fasziniert war, stand die Endscheidung fest: Ich wollte nach Neuseeland. Ein großer Vorteil war, dass zwei Freunde von mir ebenfalls ein Auslandssemester machen wollten. Somit haben wir beschlossen, gemeinsam nach Neuseeland zu gehen. 2. Auslandsvorbereitung Was war also zu tun? Es bestanden so viele Fragen. Wo kann man überhaupt in Neuseeland studieren? Was kann ich dort studieren? Welche Fächer gibt es? Welche Gegend in Neuseeland ist besonders schön? Was gibt es dort alles zu sehen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Welcher Englischnachweis wird verlangt? Wie finanziere ich die gesamte Unternehmung? Usw. Die Suche begann, wie so häufig, im Internet. Dort gelangte ich schnell zu dem Ranke-Heinemann-Institut. Dieses Institut gab sehr viele Informationen über den Ablauf preis und hatte sehr viele nützliche Tipps und Links zu diversen Themengebieten. Meine Freunde und ich hatten uns derweil für Auckland, die größte Stadt Neuseelands, entschieden. Die Seite des Ranke-Heinemann-Instituts führte zu den einzelnen Universitäten in Auckland. Es gab dort zwei in Frage kommende Universitäten, bei denen wir uns direkt über das Ranke-Heinemann-Institut mit allen erforderlichen Zeugnissen und Bescheinigungen beworben haben. Zudem gab es dort eine Checkliste aller benötigten Schritte. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Beantragung eines Visums für Neuseeland. Auch dafür stellte die Seite einen Link bereit. Es mussten hierfür unzählige Fragen im Fragebogen beantwortet werden, bevor wir den Antrag zur neuseeländischen Botschaft schicken konnten. Des Weiteren musste die Finanzierung geklärt werden. Dazu habe ich das Amt für Ausbildungsförderung in Frankfurt (Oder) kontaktiert und meine Finanzen überprüft. Auch ein Gespräch mit meinen Eltern habe ich über das Thema geführt. Ein wichtiges Thema waren die zu belegenden Fächer an der ausländischen Universität. Es gab eine große Auswahl, jedoch waren nicht alle aufgeführten Kurse belegbar. Wir haben uns für vier Kurse entschieden und in das passende Formular der Hochschule eingetragen und nach über das Ranke-Heinemann Institut nach Auckland geschickt. 3. Abflugvorbereitung In den letzten Wochen vor dem Abflug wurde es dann etwas knapp mit der Zeit. Ich musste, vom zu besorgenden Koffer an, alle Reiseutensilien auf ihr Gewicht hin überprüfen und nur das Nötigste auswählen, da das zulässige Gesamtgewicht von 20 kg nicht überschritten werden durfte. Zudem musste ich ein Girokonto einrichten, bei dem ich kostenfrei Geld in Neuseeland abheben konnte, meine Wohnung auflösen, meine Eltern instruieren, alle Kontakte zu meinen Eltern umleiten und gleichzeitig meine Studienarbeit zu Ende bringen. Des Weiteren habe ich mich informiert, wie man kostengünstig „nach Hause“ telefonieren könnte. Ich fand eine günstige bis kostenlose Möglichkeit in der Voice-over-IP Technik in Form von Sipgate und Skype. Dann folgte auch schon bald der Abflugtermin, und der sehr lange Flug begann. Der insgesamt 27-stündige Flug von Düsseldorf aus hatte den ersten Zwischenstopp in Dubai. In Dubai waren wir noch frohen Mutes. Bei dem nächsten Halt in Singapur waren wir schon etwas geschafft. Der letzte Stopp in Brisbane war dann schon sehr anstrengend, da wir jedes Mal mit Jacke, Rucksack und Laptoptasche aus dem Flugzeug hinaus und durch eine Kontrolle wieder hinein geführt wurden. Dieser Vorgang zog sich zwischen ein und drei Stunden hin. 4. Ankunft in Auckland Dann waren wir endlich in Auckland am Flughafen angekommen. Nachdem wir unsere Koffer alle beisammen hatten, steuerten wir das erste Taxi an, das groß genug für unsere drei Koffer war. Es fiel sofort auf, dass sich im Kofferraum eine große Gasflasche befand, die auf einen anderen Antrieb als Benzin schließen ließ. Nach der ersten Frage, wo es denn hin gehen sollte und wir mit der Adresse eines zuvor heraus gesuchten Backpackers antworteten, wollte ich wissen, mit welchem Gas sein Taxi betrieben wurde. Die Antwort des Taxifahrers war: LPG. Wie sich später herausstellte, kein selten benutztes Gas in Neuseeland. Wir waren also endlich in Auckland angekommen und unser erster Eindruck war, dass Auckland mit seinen vielen Hochhäusern nicht gerade klein war. Die Fahrt führte uns zu dem besagten Backpacker. Wie sich jedoch schnell rausstellte, war es komplett belegt. Auch bei den nächsten zwei Übernachtungsmöglichkeiten hatten wir kein Glück. Unser Taxifahrer hatte Mitleid mit uns Neuankömmlingen und so ging er bei unserem vierten Versuch mit uns zur Anmeldung. Das war unser Glück, denn obwohl es unter normalen Umständen kein freies Zimmer gab, redete er mit der Dame so lange, bis wir doch noch eine Art Notzimmer erhielten. Als wir völlig erledigt und müde unsere Koffer in das Zimmer schleppten, stellte sich heraus, dass das Zimmer gar nicht so schlecht war. Der einzige Haken war, dass wir das Zimmer um 10 Uhr morgens wieder verlassen mussten. Und das verlief entgegen unserer Planung. Unser Plan war es gewesen, die ersten Nächte in einem Backpacker zu verbringen und von dort aus eine geeignete Wohnung für uns drei zu suchen. Wir hatten uns im Vorhinein aus Kostengrüden gegen das zur Universität gehörende Studentenwohnheim entschieden und wollten lieber eine eigene kleine Wohnung suchen. Wir hatten jedoch Glück, dass wir unser Gepäck in einem geschützten Raum lassen konnten, während wir im Internet nach einer Wohnung suchten. Wir steuerten am Vormittag drei Wohnungen in der Innenstadt an und entschieden uns sehr schnell für die erste. Sie lag im 18. Stock eines Hochhauses. Am Nachmittag konnten wir dann endlich sehr erleichtert unsere Wohnung beziehen. Jeder von uns dreien hatte sein eigenes ca. 6 qm „großes“ Zimmer mit Bett, Schreibtisch und Schrank. Des Weiteren hatten wir zusammen ein Bad und eine kleine Kochnische. Alles in Allem konnten wir dort für eine begrenzte Zeit gut leben. 5. Auckland University of Technology (AUT) Wir hatten unsere Wohnung in der Nähe unserer Universität gesucht, um möglichst schnell dorthin zu gelangen und nicht unnötig auf Busse angewiesen zu sein. Ein großer Vorteil war zudem, dass sich die Uni in der Stadtmitte mit einem angrenzenden Park befindet. Wir suchten das Auslandsbüro auf, meldeten uns an und informierten uns über die erforderlichen Schritte. Wir erfuhren zudem, dass unsere zuvor in Deutschland getroffene Kursbelegung nicht möglich gewesen war und mussten uns neue Kurse aus dem Studienverzeichnis suchen. Unsere endgültigen Kurse waren:
Die Gebäude der Hochschule machten einen sehr modernen Eindruck mit viel Glas und Holz. Es gehört eine Menge an einzelnen Gebäuden zum Unikomplex, dessen Hauptgebäude sehr verschachtelt ist. Zwischen den verschiedenen Bauwerken gehören zwei Plätze zu dem Unigelände, auf denen sich genug Sitzplätze befinden, um die Pausen draußen verbringen zu können. Zum Start an der neuen Hochschule wurden wir vom Dekan und zahlreichen Angestellten, die für die ausländischen Studenten zuständig waren, in der Stadthalle von Auckland begrüßt. Alle ausländischen Studenten, die ihr Studium an der AUT beginnen wollten, waren anwesend. Es gab mehr oder weniger wichtige Informationen, Adressen und Ratschläge für einen erfolgreichen Start in das kommende Semester. Nach dieser Veranstaltung wurden wir in kleine Gruppen, sortiert nach unserem Studiengang, aufgeteilt und mit unserem persönlichen Mentor bekannt gemacht. Unser Mentor, ein Student, der sich freiwillig dazu bereit erklärt hatte, den neuen Studenten bei anfänglichen Problemen zu helfen, stellte sich mit Stephen vor, hieß in Wahrheit jedoch Sheng XU. Er war Chinese, studierte im fünften Semester Elektrotechnik und teilte uns später mit, dass sein normaler Name für die meisten Menschen zu schwierig wäre und er sich somit kurzerhand in Stephen umbenannt hätte. Stephen war ein sehr ruhiger, netter und hilfsbereiter Mentor, der uns in die Geheimnisse von alltäglichen Vorgängen wie Bücherausleihen, Computerlogin und kostenlosem Drucken einweihte. Es folgten der anfänglichen Begrüßung noch einige andere Informationsveranstaltungen, bei denen wir schnell mehr internationale Studenten kennen lernten. Es stellte sich schnell heraus, dass es an der Aucklander Universität mehr deutsche Studenten unter den Internationalen gab als andere Nationalitäten. Am Anfang des neuen Semesters gab es eine Reihe von Aktionen der Universität, bei denen wir schnell neue Freunde kennen lernen konnten. Es gab freies Mittagessen, Konzerte und Partys, zu denen viele der internationalen Studenten kamen. Der Start in die Vorlesungen an der neuen Hochschule verlief nicht in jedem Fach problemlos, da wir z.B. nicht auf Anhieb die Praktikumsliste zur Terminfestlegung oder die Räume mit den richtigen Professoren fanden. Eine etwas nervenaufreibende und zudem kuriose Geschichte erlebten wir zu Anfang, als wir drei uns pünktlich zu Kursbeginn vor dem von uns vermuteten richtigen Raum einfanden, jedoch niemand kam. Nach einiger Zeit sahen wir einen Mann durch den Haupeingang kommen, von dem wir annahmen, es könne derjenige Professor sein, auf den wir warteten. Er ging an uns vorbei Richtung Aufzug. Schlagartig dachten wir, wir stehen vor dem falschen Raum. Somit sind wir hinter ihm in den Aufzug gestürmt, um ihm in den Aufenthaltsraum zu folgen, wo er etwas verdutzt von unserer Anwesenheit sein Sushi verschlang. Nachdem er mit seiner schnellen Mahlzeit fertig war, ging er wieder Richtung Aufzug, stieg im Erdgeschoss aus und öffnete die Tür, vor der wir zuvor gewartet hatten. Und wie von Geisterhand sammelten sich jetzt dort andere Studenten, die mit uns seinen Kurs belegten. Wie sich später herausstellte, ging es in Neuseeland alles etwas gelassener zu und die anderen Studenten waren es gewohnt, dass der Professor wesentlich später kam und passten sich dem entsprechend an. Wir hatten also unseren ersten Eindruck bei diesem Professor hinterlassen. Bei den anderen drei Fächern lief der Start wesentlich besser. Wir mussten uns jedoch sehr an die Fachsprache der jeweiligen Fächer gewöhnen. Somit war ein Wörterbuch stets hilfreich. Die Vorlesungen waren in jedem Fach sehr gut. Bis auf das Fach „Engineering Planning“ saßen wir mit bis zu 30 Leuten in kleinen Räumen. Auffällig war jedoch, dass die Vorlesungen sehr verschult waren. Es gab manchmal Hausaufgaben zu erledigen, neben den üblichen Assignments und Projekten, die teilweise einige Tage in Anspruch nahmen. Für uns neu waren auch so genannte „snap tests“. Das waren unangekündigte Tests, bei denen der Stoff der letzten zwei Wochen abgefragt wurde. Bei den Fächern „Power Electronics“ und „Electrical Power Engineering“ mussten insgesamt neben den Vorlesungen elf Praktika erledigt werden, bei denen wir technische Schaltungen aufbauen und Messungen durchführen mussten. Das lief nicht immer ganz problemlos, da wir uns alle benötigten Materialien zusammen suchen mussten. Zudem waren einige technische Geräte nicht immer voll funktionstüchtig, so dass häufig von uns oder unserem Professor improvisiert werden musste. Im Praktikum haben wir in Gruppen von drei Studenten an jedem Versuch gearbeitet, so dass wir unsere Messprotokolle gut aufteilen konnten. Die Messwerte mit Auswertung mussten wir anschließend in ein Protokollheft schreiben, das zum Ende mit in unsere Note eingeflossen ist. Gut gefallen hat mir auch die Vorlesung „Electrical Power Engineering“. Der Professor hat neben seinen üblichen Vorträgen zwischendurch kurze Videos über für uns interessante Themen wie Kraftwerke in Neuseeland gezeigt. Somit haben wir einen guten Überblick über die Elektrizitätserzeugung in Neuseeland erhalten. Später haben wir auf unseren Reisen viele angesprochenen Kraftwerke wieder erkannt und genauer besichtigt. 6. Leben in Auckland Auckland ist eine mit einer Millionen Menschen sehr große Stadt und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Freizeit zu nutzen. Das Wahrzeichen Aucklands ist der 328 m hohe Skytower, in dem ein Kasino, Restaurants, Cafés, ein Hotel und ein Theater untergebracht sind. Die Hauptattraktion jedoch ist die Möglichkeit, sich an einem Seil den Turm hinunter zu stürzen, Skyjump genannt. Der Skytower ist weit über Auckland hinaus zu sehen und gleichzeitig eine gute Orientierung. Auckland ist von Wasser umgeben, was eine ideale Gegebenheit für Wassersportfreunde ist. Im Hafen gibt es zudem viele Cafés und eine Menge Clubs und Diskotheken. Aus diesen Gründen war der Hafen zu jeder Tages- und Nachtzeit gut besucht. Die Harbour-Bridge verbindet die Innenstadt mit den nördlichen Vororten und war zu Stoßzeiten regelmäßig „verstopft“. Es gibt in Auckland eine Menge Parkanlagen, in denen wir uns gerne aufgehalten haben, mit teilweise sehr exotischen Pflanzen. Im zentralen Albert Park lässt es sich gut entspannen, während der Central Park gute Joggingmöglichkeiten bietet. Es war auffällig, dass es sehr viele Chinesen und Japaner in der Innenstadt von Auckland gab, die dort arbeiteten und auch studierten. Die einheimischen Maori waren eher seltener zu treffen. Nur auf dem von der Uni organisierten Maorischen Wochenende konnten wir viele Maori kennen lernen, von denen wir Gebräuche, Lieder, Tänze und Künste kennen lernten. An den Abenden gab es für uns eine Menge an Möglichkeiten. Die Zahl an Clubs und Bars war groß, und zudem trafen wir uns häufig im Studentenwohnheim, um gemeinsam Videos mit anschließenden Diskussionen zu sehen, was für uns ein ideales Sprachtraining war. In Neuseeland ist im Gegensatz zu Europa nicht Fußball, sondern Rugby die populärste Sportart. Die Nationalmannschaft der Neuseeländer heißt „All Blacks“ und ist sehr beliebt bei der Bevölkerung. Die Begeisterung für diese Sportart ist sehr schnell auch auf uns übergesprungen, so dass wir häufig wichtige Spiele im Fernsehen in Kneipen oder zuhause verfolgt haben. Ein Highlight war jedoch, die „All Blacks“ gegen den Hauptrivalen Australien live in Auckland spielen zu sehen. Bei diesem Spiel haben wir auch das Anfangsritual, den „Haka“ gesehen. Der „Haka“ ist ein ausdrucksvoller Tanz mit lautem Gesang, der Stärke und Macht symbolisieren und den Gegner einschüchtern soll, und wird vor jedem Spiel vorgeführt. Um etwas mobiler und flexibler zu sein, habe ich mir in Auckland ein gebrauchtes Fahrrad gekauft, mit dem ich die Umgebung schnell erkunden konnte. Ich habe an vielen Wochenenden ausgedehnte Radtouren unternommen und so manche schöne Seen und Strände entdeckt. Das Leben in Auckland war sehr laut und auf den Straßen ging es teilweise sehr hektisch zu. Für eine begrenzte Zeit war es sehr interessant und abwechslungsreich, aber auf Dauer wäre es sicher zu anstrengend, in einer so großen Stadt zu leben. 7. Reisen in Neuseeland Ein großer Reiz war es für uns, Neuseeland zu entdecken. Wir hatten die Möglichkeit, nach unserem erfolgreich absolvierten Semester vier Wochen durch das Land zu reisen. Dazu mieteten wir einen Van, mit dem wir mit drei bis fünf Personen unterwegs waren. Die Reise begann mit einem Flug zur Südinsel in die Stadt Christchurch, wo wir den Van in Empfang nahmen. Wir haben uns Zelte gekauft, um nicht jede Nacht in Backpackern schlafen zu müssen und so etwas Geld zu sparen. Zudem haben wir uns mit zahlreichem Outdoor-Equipment wie Gaskocher, Campinggeschirr usw. ausgestattet. Dann ging die Fahrt los. Auf unserer Tour haben wir versucht, so viele Sehenswürdigkeiten wie möglichst zu sehen. Dementsprechend haben wir uns selten länger als einen Tag an einem Ort aufgehalten. Unsere erste Station war Kaikorua an der westlichen Küste der Südinsel. Kaikorua ist dafür bekannt, dass man dort Seelöwen und Wale beobachten kann. Die Bootsfahrt inklusive Walbeobachtung war uns aber zu teuer. Somit machten wir eine kleine Wanderung an der Küste, bei der wir viele Tiere beobachten konnten. Ein weiteres Highlight war eine dreitägige Wanderung durch den Abel Tasman Nationalpark an der südlichen Spitze der Südinsel. Die Wetterbedingungen waren perfekt. Sonnenschein und eine leichte Brise, die es uns mit dem schweren Gepäck (Zelt usw.) etwas erträglicher machte. Für diese Wanderung mussten wir im Vorfeld einiges planen, da die Schlafplätze begrenzt waren und das Wasser nicht ohne Abzukochen getrunken werden konnte. Zudem gab es keine Möglichkeit Proviant nachzukaufen. Der Aufwand wurde mit absolut menschenleeren Stränden wie aus dem Bilderbuch und mit abwechselungsreicher Vegetation belohnt. Den Traum des Fallschirmfliegens erfüllte ich mir in Wanaka. Dort waren ideale Verhältnisse, um durch die Luft zu segeln. Nachdem ich mir den bunten Anzug übergezogen hatte, kam eine kurze Einweisung. Danach ging es in einem kleinen Flugzeug in die Lüfte, aus dem ich eine tolle Sicht über das Land hatte. Auf einer Höhe von ca. vier Kilometern sollte es dann los gehen, wobei sich bei mir dann doch noch Angstgefühle meldeten. Aber es gab kein Zurück mehr. Mein Fallschirmpartner gab uns einen Ruck und schon rauschten wir mit ca. 200 km/h der Erde entgegen. Es war Wahnsinn. Nach ca. 45 Sekunden endete der freie Fall mit einem Ruck, und der Fallschirm öffnete sich. Danach segelten wir zwei zurück zur Erde. Im Segelflug konnte ich die Umgebung mit ihren Seen und Bergen völlig entspannt genießen. Nach einer etwas ruppigen Landung war ich wieder mit einem Grinsen im Gesicht wohlbehalten am Boden der Tatsachen angekommen. Eine tolle Erfahrung. Die Rundreise führte uns weiter in die „Hauptstadt“ der möglichen Aktivitäten, Queenstown. Queenstown liegt an einem sehr großen See, dem Lake Wakatipu. Queenstown hat uns sehr gefallen, da man gemütlich am Ufer sitzen, eine Menge sportliche Aktivitäten nutzen oder in der Innenstadt ausgiebig bummeln kann. Der Milford Sound war nicht weniger interessant. Der Milford Sound besteht aus einem der höchsten Gebirge, das direkt aus dem Meer ragt und uns einen fantastischen Ausblick darbot. Wir sahen die längsten Wasserfälle Neuseelands, faul rum liegende Seeroben und eine atemberaubende Unterwasserwelt in einer unter der Wasseroberfläche liegenden Beobachtungsplattform. Wir konnten die Reise leider nicht endlos weiter führen, so dass wir nach ca. drei Wochen Richtung Auckland zurück fahren mussten. Um von der Südinsel auf die Nordinsel zu gelangen, nahmen wir diesmal die Fähre. Es war eine tolle Fahrt durch Malborourgh Sound, bei der uns eine Gruppe Delphine entgegen kam. In Auckland gaben wir unseren Van zurück und flogen zurück nach Deutschland. 8. Fazit Das Auslandssemester in Neuseeland war in vielen Bereichen ein voller Erfolg. Ich konnte meine Englischkenntnisse erheblich verbessern und habe zudem viele technische Aspekte gelernt. Das betriebswirtschaftliche Fach hat mir gute Einblicke in das Projektmanagement gegeben, und der Umgang mit MS Visio und MS Project ist mir nun vertraut. Selbst der Kurs über die Kultur der Maori war sehr informativ. Das Auslandssemester gab mir die Möglichkeit, einmal etwas komplett anderes zu machen und nebenbei viele neue Freunde kennen zu lernen und die Vielfalt und Schönheit Neuseelands erfahren zu können. Das Reisen war in vielen Bereichen sehr interessant, da wir zeitweise von jeglichen Einkaufsmöglichkeiten oder Tankstellen weit entfernt waren. Somit war eine gute Planung und Organisation von essentiellen Bedürfnissen, wie Schlafen und Essen wichtig. Insgesamt habe ich in dieser kurzen Zeit sehr viele Erfahrungen gemacht, die ich nicht mehr vergessen werde.
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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