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Studium an der Victoria University of Wellington (VUW)
Zu meiner Person Ich bin Lehramtsstudentin mit den Fächern Englisch und Politik und habe mein Auslandstudium im 7. Fachsemster begonnen. In Neuseeland habe ich ausschließlich Kurse im Rahmen meines Englischstudiums belegt. Drei der fünf in Neuseeland belegten Kurse konnte ich an meiner Heimuni anerkennen lassen. Wahl der Universität Die VUW habe ich gewählt, da sie das für meine Bedürfnisse beste Kursangebot bot, sowie in der sehr schönen Stadt Wellington liegt und ich nur domestic fees bezahlen musste. Mit dem Service an der Uni war ich durchweg zufrieden. Man wird in den Einführungsveranstaltungen über alles Notwenige informiert und alle sind hilfsbereit und freundlich. Wahl des Studiumprogrammes (Graduate Diploma) Aus den folgenden Gründen habe mich entschieden ein Graduate Diploma (GradD) zu machen. Dies bringt folgende Vorteile mit sich. Erstens ist das Graduate Diploma, das es in mehreren Bereichen gibt (bei meinem lag der Schwerpunkt auf Englischer Literatur), ein Programm, das mit einem Abschluss abschließt. Das heißt, es ist ein Aufbaustudium, das sich an einen Bachelorabschluss anschließt, wie z.B. auch ein Bachelor of Honors. Dies macht einerseits bei späteren Bewerbungen einen guten Eindruck und außerdem kann es in einigen Fällen auch die Zulassung zu einem Master Programm mit sich bringen (dies muss mit der Fakultät besprochen werden). Das Graduate Diploma hat den besonderen Vorteil, dass der Student relativ frei nach seinen Interessen aus verschiedenen Themenbereichen wählen kann. So habe ich einen Kurs in Maori Studies, einen in Linguistik und drei in Literatur gewählt. Zusätzlich bietet das GradD die Möglichkeit sowohl Kurse aus dem undergraduate als auch aus dem postgraduate Bereich zu wählen. Dies ist von besonderem Vorteil, da Kurse in Themengebieten besucht werden können, in denen der jeweilige Student über wenige oder keine Kenntnisse verfügt. In meinem Fall konnte ich „Anfängerkurse“ in Maori Studies (Vorsicht: die meisten werden auf Maori abgehalten, es gibt nur einige in Englisch), 200er Level und in New Zealand Literature, 300er Level. Dabei handelte es sich um Kurse im zweiten und dritten Studienjahr des Bachelor. Da das GradD an der Victoria University of Wellington in den postgraduate Bereich fällt, können Studierende Nutzen vom neuseeländisch-deutschen Abkommen machen, welches besagt das Studierende im postgraduate Bereich nur die domestic fees bezahlen müssen, das heißt die neuseeländischen Studiengebühren. Somit kann man gut und gerne zwei Drittel der internationalen Studiengebühren einsparen. Somit eignet sich das GradD also besonders für Studierende die wie ich seine Kurse frei wählen, an der Heimuni anerkennen lassen und außerdem nicht nur ein halbes Jahr Study Abroad machen möchte. Kursangebot Das Kursangebot hängt von dem jeweiligen Studienfach sowie dem Level und dem Einstiegstrimester ab (die VUW scheint die einzige neuseeländische Uni mit Trimestern zu sein). Es kann online auf der Seite der Uni abgerufen werden und beinhaltet Themeninhalte, Kurskosten und Angaben über den Zeitpunkt des Kurses, sowie teilweise auch zu Literatur und Art der zu erbringenden Leistungen. In Literatur werden relativ viele Kurse über zwei zusammenhängende Trimester unterrichtet. In diesem Falle ist der Einstieg im 2. Trimester/bzw. 2. Kursteil nicht möglich. Darauf sollte man bei der Kurswahl auf jeden Fall achten. Aufgrund der zusammenhängenden Kurse ist es ratsam zum 1. Trimester hin (ca. im Februar) das GradD zu beginnen, da dann die größte Auswahl besteht. Die Kurslevel sind folgendermaßen zu verstehen: 100er Level bedeutet 1.Studienjahr, 200er zweites, 300er drittes etc. 100-300er Kurse sind also Bachelor Level Kurse, 400er sind Bachelor of Honors Kurse und ab den 500er befindet man sich auf Master Level. Arbeitsvolumen/Bewertung Das Arbeitsvolumen ist relativ hoch, da in den Kursen viel internal assessment stattfindet. Dies bedeutet, dass oft zahlreiche Kursarbeiten und Tests während des laufenden Trimesters eingereicht werden müssen bzw. stattfinden. Bei zwei oder drei Kursen pro Trimester kann man mit Abgabe- und Testterminen in Abständen von ein bis zwei Wochen rechnen. Da ist diszipliniertes Arbeiten angesagt! Zusätzlich zu dem internal assessment finden meistens noch Abschlussklausuren am Ende des Trimesters statt. Die Bewertungen waren meiner Meinung nach recht human und gerechtfertig. Trotz des Status als ausländischer und nicht (Englisch-) muttersprachlicher Studierender war es möglich, gute bis sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Dies mag dadurch zustande kommen, dass die deutschen Studenten sich stärker für ihr Studium engagieren als die teilweise sehr „relaxten“ Neuseeländer. Dozenten Die Dozenten waren überwiegend sehr gut organisiert und haben großes Engagement bei der Betreuung der Kursteilnehmer gezeigt. Sprechstunden werden mit den Studierenden persönlich abgemacht, Emails zügig beantwortet und meistens wurden die versprochenen Termine für die Rückgabe der Kursarbeiten eingehalten. Viele Dozenten sind ohnehin dazu verpflichten Arbeiten innerhalb von 2 Wochen zu korrigieren, wovon ich an meiner Heimuni (Bremen) nur träumen kann. Die Atmosphäre in den Kursen war angenehm. Dies lag besonders an den Dozenten, die allgemein lockerer als die deutschen sind. Bei undergraduate Kursen kann eine kühlere Atmosphäre herrschen, da die Kurse oft größer sind und die Dozenten somit nur schwierig ein Verhältnis zum einzelnen Studenten aufbauen können, bzw. die Studenten sich untereinander nicht gut kennen und schüchterner sind. Kursgröße Die Kursgröße hängt natürlich auch von der Studienrichtung ab. In meinem Maori Studies Kurs waren wir ca. 30 Studierende, in dem NZ Literature Kurs (300er Level) ca. 70 und in einem 500er Literaturkurs nur 10. Die Tutorien (nur in den niedrigen Levels) umfassen ca 10 bis 15 Studierende und werden teilweise vom Dozenten selbst geleitet. Wohnen in Wellington Der Einfachheit halber habe ich schon von Deutschland aus ein Studentenwohnheim ausgewählt, in das ich sofort nach meiner Ankunft einziehen konnte. Ich habe Stafford gewählt (alle Studentenwohnheime sind auf der Seite der VUW zu finden), da es in sich abgeschlossene und voll ausgestattete 3er WGs bietet. Was ich nicht wusste war, dass es in vielen Wohnungen/Wohnheimen keine Zentralheizung gibt. Das heißt dass man sich einen bzw. mehrere Heizlüfter kaufen muss und die Elektrizitätspreise in die Höhe schießen. Stafford hat eine Zentralheizung, die einen selten frieren (jedoch manchmal schwitzen) lässt. Ich würde jedem raten eine Wohnung/ein Zimmer mit Zentralheizung zu wählen! Mit dem Wohnheim war ich im Großen und Ganzen zufrieden. Leider gab es im Februar einen Brand, der die Fahrstühle für mehrere Monate hat ausfallen lassen und außerdem einen Brandgeruch - bei dem man nicht wissen möchte welche Giftstoffe darin enthalten waren – mit sich brachte. Bei dem Brand wurde jedoch glücklicherweise niemand verletzt und die Sicherheitsvorkehrungen wurden noch mal verschärft. Allgemein würde ich bei der Wohnungswahl auf dem freien Wohnungsmarkt auf folgende Dinge achten: Heizmöglichkeiten, keinen Schimmel an den Wänden (kann die Gesundheit schädigen, leider oft der Fall), Anbindung an das Verkehrsnetz und Lage. Wer gerne Parties um die Ecke hat ist in der Nähe Courtnay Place gut aufgehoben, wer er ruhiger mag sollte sich eher davon fernhalten. Immer daran denken dass Wellington sehr hügelig ist und ein scheinbar kurzer Weg sehr lang werden kann wenn man bergauf oder um eine Hügel drum herum laufen muss. Im Zweifelsfall z.B. in Google Earth nachsehen, wenn man nicht vorbeifahren kann. Leben in Wellington Wellington hat nicht zuletzt aufgrund seines Status als Hauptstadt eine große Auswahl an Freizeitaktivitäten (Filmfestivals, Museen, Theater und Konzerte, Kinos, nächtliche Clubszene, Uni-Clubs, Sport etc). Ich habe die Uni-Clubs nicht ausprobiert sondern bin voll in der Salsaszene Wellingtons eingetaucht, was zu vielen netten Kontakten geführt hat. Einkaufen (Kleidung, Lebensmittel und alles andere) kann man gut im Stadtzentrum selbst. Wem es nichts ausmacht etwas aus dem Zentrum herauszufahren, kann günstiger in Kilbirnie (Nähe Flughafen) im Pack’n’Save und im sehr großen Warehouse etc. einkaufen. Im Warehouse gibt es so gut wie alles was man braucht (abgesehen von Lebensmitteln). Fazit Wer gerne mal über seinen Horizont herausschauen möchte, wem der Wellingtoner Wind (der fast ständig weht) nichts ausmacht und wer in einer netten Stadt mit Charakter wohnen möchte, kann sich guten Gewissens bei der VUW bewerben. Ich würde die Uni und auch die Stadt (wenn man es denn trennen könnte) immer ein zweites Mal wählen. Das Auslandsjahr hat mich in meiner persönlichen Entwicklung und auch fachlich weitergebracht. Ich würde daher die VUW jedem empfehlen!
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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