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LL.M. Studium in Auckland, Neuseeland –just unforgettable
Mein LL.M Studium habe ich im Februar 2008 in Auckland, Neuseeland aufgenommen. Im Folgenden soll ein Überblick über ausschließlich diejenigen Tatsachen verschafft werden, die ich während meiner Vorbereitung in anderen Berichten vermisst habe. Getting started..... Letztendlich ist die Planung des Studiums viel einfacher, ale es erscheinen mag. Ich empfehle, sich an das Ranke-Heinemann Institut zu wenden. Die sehr freundlichen und kompetenten Damen weisen den richtigen Weg über alle erdenklichen Hürden. Liegt das Angebot der Uni vor, so braucht man noch ein Flugticket, das Visum lässt sich in Neuseeland besorgen, und so ziemlich alles andere auch, sodann kann es los gehen.... Flug Auch hier ist die Seite des Instituts sehr hilfreich. Erwähnt aber sei, dass man sich vor dem Abflug unbedingt um eine Flugmeilen Karte (z.B. Miles & More für Lufthansa und Partner der Star Alliance) bemühen sollte -mit den gesammelten Meilen lässt sich durchaus ein netter Urlaubsflug finanzieren. Reisegepäck Fliegt man über die USA, so sind auf der gesamten Reise zwei Koffer (in meinem Falle à 25 kg) erlaubt, fliegt man hingegen von Deutschland aus Richtung Osten, so ist das Gepäck offiziell auf einen Koffer beschränkt.... ein wenig verrückt. Man sollte in diesem Falle jedoch die Airline kontaktieren und um eine Ausnahme ersuchen. Visum Ich habe mich um das Studentenvisum vor Ort gekümmert. Möchte man es so handhaben, so ist zu beachten, dass man bei Einreise einen Flug vorweisen muss, mit dem man Neuseeland innerhalb von drei Monaten, ab Einreisetag gerechnet, wieder verlässt. Die spätere Umbuchung dieses fiktiven Rückfluges ist üblicherweise mit einer Bearbeitungsgebühr verbunden. Das Visum kann sehr bequem auf dem Campus im „International Office“ beantragt werden. Vorteilhaft ist hier die äußerst günstige Visumgebühr, als auch die schnelle Bearbeitung. In jedem Falle muss man nachweisen, dass man über ausreichende Mittel verfügt um das Jahr in Neuseeland zu überstehen. Ein Einblick in das Onlinekonto genügte den Damen vom International Office hierfür vollkommen. Angemerkt sei, dass das Studentenvisum bei Degree Programmen die Aufnahme einer bezahlten Tätigkeit in einem Umfang von 20h/Woche während des Semesters und ohne jede Beschränkung in der Vorlesungsfreienzeit erlaubt. Krankenversicherung Ich habe mich für die relativ günstige Krankenversicherung der Universität entschieden. Die Uni selbst unterhält so genannte Health Centers (Praxen mit praktischen Ärzten und Zahnärzten). Im Krankheitsfalle ist die erste Untersuchung für internationale Studenten mit keinen (weiteren) Kosten verbunden. Der Versicherungsschutz beginnt mit Vertragsschluss, damit war die Reise nach Neuseeland, als auch die Rückreise inkl. Reisediebstahlschutz von der Versicherung umfasst. Zudem ist man auf allen Reisen innerhalb Neuseelands und des Südpazifikraums (Australien, Fiji, Tonga, etc.) krankenversichert. Bzgl. der genauen Versicherungsbedingungen, die möglicherweise geändert wurden, möchte ich auf die Homepage der Universität verweisen: (http://www.auckland.ac.nz/uoa/for/currentstudents/internationalcommunity/prearrival/insurance.cfm). Aufbau des Studiums Das LL.M. Studium in Auckland kann auf drei unterschiedliche Weisen absolviert werden: by Coursework, Major Thesis oder Minor Thesis. Jeder dieser Möglichkeiten bietet ihre Vorteile. Eine (Minor) Thesis Arbeit kann eine hervorragende Vorbereitung auf eine Dissertation sein; im Coursework Verfahren darf man in vier Kursen aktiv mitarbeiten, die Minor Thesis Arbeit verbindet beide dieser Möglichkeiten. Sollte man sich für die Minor Thesis Variante entscheiden, so ist zu beachten, dass akademische Empfehlungsschreiben vorzulegen sind, entgegen Angaben auf der nicht aktuellen Homepage der Faculty of Law. Anforderungen Allgemein gesprochen sind die Anforderungen recht hoch. Man sollte die englische Sprache gut beherrschen, anderenfalls gestaltet sich die zu 20% bewertete mündliche Mitarbeit recht schwierig. Auch das Verfassen der Research Papers erfordert überdurchschnittliche Kenntnisse. Es empfiehlt sich sehr im Vorfeld mit dem Common Law zu befassen. Entscheidet man sich für die Coursework Variante, so sind vier Kurse zu absolvieren, in jedem der Kurse ist ein Research Paper von 15.000 Wörtern (+/- 20 %) zu verfassen, auch die mündliche Mitarbeit wird bewertet. Ein Intensive Course dauert fünf Tage, der Unterricht beginnt gegen 9.00 Uhr und erstreckt sich über ca. 7h inkl. Pausen. Im Vorfeld stellen die Dozenten Skripte zur Verfügung. Hier findet man die wichtigsten Entscheidungen, als auch zahlreiche Aufsätze. Die mit dem Verfassen der Research Paper verbundene Arbeit sollte man nicht unterschätzen: man bewegt sich auf neuem und gebietsweise gänzlich anders geregeltem Rechtsterrain. Wer eine gewisse Zeitvorgabe sucht, dem sei gesagt, dass einige Kommilitonen nicht mehr als zwei Seiten pro Tag verfasst haben. Die mündliche Mitarbeit wird meist über eine Präsentation bewertet. Leider funktionierte die Kommunikation in meinen Kursen nicht sonderlich gut. So kam es, dass manche in einem der Kurse ca. 3 Tage, bei einem anderen lediglich wenige Stunden vor ihrer Präsentation von dieser erfuhren. Das Lehrpersonal Alle Dozenten, die ich kennenlernen durfte, waren ausgezeichnet. Insbesondere zu erwähnen seien Prof. Michael Bridge und Prof. Brown. Der letztere bietet eine Veranstaltung mit dem Titel „English for Starters“ an. Sie richtet sich an Studienanfänger, vornehmlich aus dem Südpazifikraum. Erläutert werden hier Grundzüge des Common Laws, zudem bekommen alle Studenten Gelegenheit aktiv mitzuarbeiten, als auch schriftliche Arbeiten einzureichen. Diese Veranstaltung bietet die Möglichkeit, in einer sehr entspannten Runde, auf eine sehr unterhaltsame Weise das Rechtsenglisch aufzupolieren. Ich kann sie wärmstens empfehlen, denn ausschließlich hier wird ein umfassender Überblick über das Common Law vermittelt - im Gegensatz zu den sehr speziellen LL.M.- Kursen. Die Ressourcen der Universität Die Bibliothek der University of Auckland ist äußerst gut ausgestattet. Was englischsprachige Fachliteratur angeht bleiben keine Wünsche offen. Zudem findet man auch etliche Bücher, die sich mit deutschem Recht befassen. Man mag es kaum glauben, sogar der Palandt in der neuesten Ausgabe befindet sich in der universitären Sammlung. Mühsam ist die Suche nach Büchern, insbesondere zu Anfang, wenn man nicht weiss für welches der hundert Angezeigten man sich entscheiden sollte. Hier helfen Professoren oder Kiwi-Kommilitonen mit Empfehlungen weiter. Findet man das gesuchte Buch nicht über den Katalog der UoA Bibliothek, so ist es äußerst hilfreich den Interlibrary Loan (VDX) zu nutzen. Diese Suchmaschine ist sicherlich die bessere was Bücher angeht, dem Suchergebnis kann man entnehmen ob die UoA das Buch hält, und gegebenenfalls wo man es findet. Sollte das Buch in der UB nicht erhältlich sein, so kann man es hierüber fernleihen. Zudem stehen sämtliche online Suchdienste (als Beispiele seien genannt LexisNexis und WestLaw. Die Bibliothek bietet Schulungen zur effizienten Suche mit diesen Maschinen an) zur kostenfreien Verfügung, als auch zahlreiche online Wissensdatenbanken mit einer Vielfalt an guten Aufsätzen. Kosten der Wohnung Ich habe mich, nach einer langen Suche, für ein Wohnheim der Universität entschieden (Student Flats on 41 Park Road). Auckland ist, was die Lebenshaltung angeht, leider recht teuer. So zahlte ich 190 NZ$ pro Woche. Mein Zimmer hatte ca. 25 qm, und ein eigenes Badezimmer. Wer sich für dieses Wohnheim entscheidet, sollte beachten, dass die Parkroad bis ca. 2010 lautstark umgebaut wird. Würde ich mit meinem jetzigen Wissen eine Wohnung suchen, so würde ich wahrscheinlich nach Devenport, oder Northshore ziehen (wollen). Wer Party mag ist in Ponsonby bestens aufgehoben, wer sich für die schönsten Landschaften entscheidet ,wird auf der Waiheke Island sehr glücklich werden. Allgemein lässt sich sagen, dass es, je weiter man von Hauptstrassen entfernt wohnt, umso schöner ist, und die Wohngegend selbstverständlich ruhiger wird. Wer sein neues Zuhause von Deutschland aus suchen (der Immobilienmarkt in Auckland wird von Baarfoot and Thompson beherrscht (http://www.barfoot.co.nz). Über deren HP kann man sich einen allgemeinen Überblick über angebotene Wohnungen verschaffen) oder es sich anschauen möchte, dem ist die Streetview von google maps sehr zu empfehlen. Lebensmittel und Verpflegung Vor wenigen Minuten war ich das erste mal nach meiner Rückkehr aus Auckland hier in (West-)Deutschland einkaufen. Ohne übertreiben zu wollen kann man sagen, dass Lebensmittel in Neuseeland etwa 2x so teuer sind wie bei uns. Einige Beispiele: Tomaten 10,00 NZ$, Twix 2,50 NZ$, Brot ca. 5,00 NZ$. Für ein kleines Bier in der Kneipe zahlt man ca. 7 NZ$. Kauft man bei „Foodtown“ (Foodtown ist ein sehr gut sortiertes Lebensmittelgeschäft, mit der Möglichkeit online einzukaufen. Foodtown Stores sind in Auckland weit verbreitet) ein, so sollte man sich dort die „OneCard“ (entsprechende Antragsformulare liegen im Eingangsbereich zu Foodtown aus) besorgen, damit können angepriesenen Angebote wahrgenommen werden. Viel günstiger, qualitativ leider nicht so gut, ist die Kette „Pack & Save“. Zudem findet man in Auckland an jeder Ecke sg. „Convinient Stores“, die so ziemlich alles anbieten, leider aber sehr teuer. Eine Mensa wie man sie von deutschen Universitäten kennt gibt es in Auckland nicht. Weit verbreitet sind aber so genannte. Foodcourts. Einen solchen findet man im Herzen der Universität an der Alfredstreet, und in jedem größerem Einkaufszentrum. Hier bezahlt man für eine schmackhafte Mahlzeit um die 10 NZ$. Bankkonto, Kreditkarten Neuseeland ist auf bargeldlose Zahlung bestens vorbereitet, sogar ausgelegt. EftPost Karten (Eftpost Karten entsprechen den hiesigen EC Karten) werden überall akzeptiert, Kreditkarten in allen größeren Geschäften. Ein neuseeländisches Bankkonto kann ich wärmstens empfehlen – es macht vieles einfacher. Als internationaler Student bezahlt man für diesen Dienst ca. 1 NZ$ pro Monat, manche Banken erheben keine Gebühren. Die Deutsche Kredit Bank bietet ein Girokonto an, bei dem die Kreditkarte inbegriffen ist. Mit dieser kann man im Ausland kostenfrei Bargeld abheben. Dies ist m.E. die günstigste Art um an Bargeld heranzukommen. Im Gegensatz hierzu macht das Wechseln in einer der Wechselstuben, bei einem bis zu 15 % schlechterem Wechselkurs wenig Sinn. Leben in Auckland Auckland ist eine Stadt, die sich durch Einwanderung, insbesondere aus dem asiatischen Raum, auszeichnet. Es ist eine hügelige Großstadt, die äußerst gut liegt, wolle man Neuseeland kennen lernen. Der internationale Flughafen befindet sich ca. 20 km vom Stadtzentrum, von hier aus kommt man erstaunlich günstig auf die Südinsel, als auch zu den wunderschönen Inseln des Südpazifiks wie Fiji, Tonga etc. Bis Coromandel ist man ca. 3 Stunden lang unterwegs, die wunderschöne Insel Waiheke erreicht man mit der Fähre innerhalb von ca. 35 Minuten. Auckland ist am Tag laut und schnell, am Abend hingegen in jeder Beziehung sehr leise. Nicht-Aucklander behaupten, Auckland ist nicht Neuseeland, dies lässt sich in der Tat nicht leugnen. Auto - Kaufen vs. Mieten Braucht man ein Auto, wenn man in der grössten Stadt Neuseelands lebt ? Die Antwort auf diese Frage fällt mir recht leicht und lautet eindeutig - JA. Leider ist der öffentliche Nahverkehr nur brauchbar, solange man sich innerhalb der weitläufigen Stadt selbst bewegt. Möchte man die Stadt verlassen, so stehen nicht sonderlich viele Möglichkeiten zur Verfügung, und das Auto wird obligatorisch. Glücklicherweise sind gebrauchte Fahrzeuge in Neuseeland sehr günstig, der Gebrauchtwagenmarkt ist zudem äußerst lebendig, so dass es nicht sonderlich schwer sein sollte, den Wagen zum Ende des Studiums abzustossen. Natürlich kann man sich ein Fahrzeug mieten. Realistischerweise bezahlt man ca. 30 NZ$ pro Tag. Eine Anmietung für weiniger als drei Tage ist in Ausnahmefällen möglich. Mein persönlicher Tipp: insbesondere im Winter bieten viele rental firms fantastische Angebote an. So bekommt man von Budget ein Fahrzeug gänzlich for free, wenn man es z.B. von Wellington nach Auckland fährt. Hierfür hatten wir drei volle Tage. Clubs und Bars Immer wieder erstaunlich war für mich wie leer Bars und Clubs in Auckland sind – natürlich mit Ausnahmen. Ich kann mich erinnern, dass im Sommer, mitten auf der berüchtigten K-Road pünktlich um 23.00 eine der bekanntesten Bars „plötzlich“ schloss. Auslandserfahrene Kiwis haben meinen Eindruck bestätigt und damit erklärt, dass der typische Kiwi gerne zu Hause feiert. Zudem sorgt die Weitläufigkeit der Stadt dafür, dass viele die eigene Nachbarschaft nur selten verlassen. Natur und Ausflüge Wie bereits erwähnt liegt Auckland sehr günstig. Piha und andere wunderschönen Strände der Westküste sind innerhalb einer Stunde zu erreichen, noch schneller ist man auf der unbeschreiblich schönen Waiheke Island (siehe Bild). Ebenfalls nach Coromandel ist es nicht weit. Auckland als Stadt bietet zahlreiche wunderschöne Parks, hier sei die Domain in Grafton,7 als auch der Albert Park hervorgehoben. Natürlich gibt es auch einen Stadtstrand. Sicherheit „Wie sicher ist meine Gegend?“ - das ist sicherlich eine der ersten Fragen, die man sich nach der Ankunft in Auckland stellen sollte. Man sagte mir, dass Grafton (Grafton ist ein Stadtteil Aucklands) nachts nicht ungefährlich sei. Diesen Eindruck kann ich nicht bestätigen. Ich habe mich nie unsicher gefühlt. Anders soll es aber im Süden Aucklands (Flughafennähe) sein. In den letzten Monaten ist Kriminalität in dieser Gegend leider stark angestiegen. LL.M. in Auckland – ein Rückblick Mein LL.M Studium in Auckland war auf der einen Seite sehr interessant, die doch sehr langen Papers machten das Studium recht anstrengend. Ich persönlich habe innerhalb von ca. 7 Monaten (so lagen meine Kurse) ca. 200 Seiten verfasst, zu vier unterschiedlichen Themen, in einer mir bis dato nicht bekannten Jurisdiktion. Hinzukamen zwei Präsentationen die sehr kurzfristig angekündigt waren. Mein Jahr in Neuseeland war spektakulär, ich möchte es nicht missen ! Dieser Erfahrungsbericht kann auch als PDF Version (3.8 MB) heruntergeladen werden (inkl. Bildern).
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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