|
||||||||||||||||||||||||||
Home | Startseite Neuseeland | Suche | Tell a friend | Mitgliedsbereich | Link zu uns | Impressum | Kontakt | |
||||||||||||||||||||||||||
|
1 Anreise
Über das 4A Forum des Ranke-Heinemann-Instituts habe ich jemanden gefunden der am selben Tag wie ich von Frankfurt nach Neuseeland flog. Von London bis Auckland sind wir gemeinsam geflogen. Der Flug mit Air New Zealand ging von Frankfurt via London, Los Angeles und Auckland nach Christchurch. Es ist ganz angenehm mit jemandem zusammen zu reisen, so kann man während des Fluges Informationen austauschen. Über Amerika zu fliegen ist sinnvoll, da insgesamt 53 kg Gepäck erlaubt sind, 7 kg Handgepäck und zwei Gepäckstücke mit jeweils 23 kg. Zumindest war das vor über einem Jahr so. Da mein Flug von Auckland nach Christchurch verspätet war und von meinem Studentenwohnheim in Christchurch bereits den Airport Pickup Service geordert war, habe ich Bodenpersonal am Flughafen in Auckland gefragt ob ich mal deren Telefon benutzen könnte. Die nette Dame von Air New Zealand hat dann direkt für mich da angerufen und mein Eindruck dass die Neuseeländer sehr nette und hilfsbereite Menschen sind hat sich bis heute nicht geändert. In Christchurch hat mich bereits am Gepäckband der bestellte Taxifahrer abgeholt und zum “Ilam Village” Studentenwohnheim gefahren. Dort wurde ich auch ganz herzlich begrüßt. 2 Studentenwohnheim “Ilam Village” Ich habe mich von Deutschland aus im Studentenwohnheim “Ilam Village” beworben und nach ein paar Tagen eine Zusage bekommen. Ilam Village ist nur eines der vielen Studentenwohnheime die alle nah an der University of Canterbury liegen. Das Leben im Studentenwohnheim war sehr bunt und oft laut, vor allem nachts. Ansonsten hat es mir da gut gefallen. Das Gute ist dass man mit vielen anderen Studenten von der ganzen Welt in Kontakt kommt. Viele Studenten sind nach einem Semester ausgezogen um woanders ruhiger zu wohnen. Nach zehn Monaten habe ich das dann auch gemacht. Neben der oft ruhigeren Lage gibt es auch finanzielle Vorteile, da die Studentenwohnheime in Christchurch in der Regel teurer sind als „Flatting“. 3 Flatting Für’s Flatting gibt es jede Menge Möglichkeiten. An vielen Plätzen an der Universität hängen Zettel von Studenten die noch flatmates suchen. Die Miete wird in der Regel wöchentlich bezahlt. Für’s flatting sind Preise von $80 bis $130 per Woche normal. Manchmal sind da die Nebenkosten schon mit eingerechnet und wenn nicht, dann sind sie in der Regel um $15 per Woche. In Christchurch werden ganze Einfamilienhäuser an Studenten vermietet. Wenn man schon vorher ein paar Leute kennt die auch nach Christchurch reisen, dann lohnt es sich mit denen direkt zusammen in ein Haus zu ziehen. Viele Häuser in den Vierteln um die Universität sind jedoch sehr heruntergekommen und ich kann nur empfehlen sich die Häuser vor Ort anzusehen. Vor allem eine Heizung sollte vorhanden sein. Nicht jedes Haus hat eine! 4 Christchurch Christchurch ist nicht „die englischste Stadt“ Neuseelands. Das liest man an vielen Stellen im Internet, aber wenn man England gesehen hat dann kann man beurteilen dass es hier nicht wirklich „englisch“ aussieht. Ich erwähne das für die unter euch die nicht unbedingt in England studieren möchten und auch nicht in einem Land das England zu ähnlich ist. Neuseeland allgemein und Christchurch speziell sind beide definitiv nicht wie England. Das schönste an Christchurch ist dass die Stadt flach ist, also hervorragend zum Fahrrad fahren. Und es gibt am Stadtrand die Port Hills von denen man eine schöne Aussicht hat und wo man auch wandern kann. 5 Master of Engineering Management (MEM) Ich hatte mich entschlossen einen Master of Engineering Management (MEM) zu studieren. Dieses Programm ist sehr renommiert, hat internationale Auszeichungen gewonnen, dauert 13 Monate und kann nur full-time studiert werden. Es hebt sich von anderen Masterstudiengängen ab, da es nicht nur aus coursework oder der thesis besteht, sondern beide vereint. Von Studienbeginn bis Ende September gibt es coursework. Es besteht Anwesenheitspflicht und es werden jährlich nur ca. 25 Studenten zugelassen. Vorraussetzungen für die Zulassung sind neben sehr guten Noten und einem Bachelor-Abschluss in einer Ingenieursdisziplin auch eine „balanced personality“. Der MEM ist sehr stark auf Entrepreneurship ausgelegt und wer keine soft skills vorzulegen hat wird nicht ins Programm aufgenommen. Das hört sich alles sehr hart an, aber wenn man das Studium mitgemacht hat dann weiß man auch dass es Sinn macht vorher „auszusieben“. Ich möchte hier niemandem den Mut nehmen sich zu bewerben. Der Programmdirektor schätzt deutsche Studenten sehr und obwohl es offiziell auf der Website anders lautet – als Deutscher braucht man keinen Englisch-Sprachtest für dieses Programm ablegen. Von den 26 Studenten zu Jahresbeginn waren es nach drei Wochen nur noch 22. Zusammen mit einem Inder waren er und ich die einzigen internationalen Studenten, der Rest waren Kiwis. Der MEM ist nicht irgendein Programm, innerhalb des College of Engineering hat er Sonderstatus. So gibt es zum Beispiel einen eigenen Vorlesungsraum und dazu einen Studienraum nur für MEM-Studenten. Da gibt es auch Fernseher, Mikrowelle Billard-Tisch, Wii, Dartboard usw. 6 Courses und Modules Die courses zum MEM Programm sind vorgegeben und können nicht gewählt werden. Sie fließen alle in die Bewertung ein und die besteht pro course entweder aus einem individual assignment, group assignments, Kombinationen aus beiden oder Klausuren. Es gibt sechs courses (Accounting, Economics, Law, Management, Marketing und Engineering), die jeweils aus zwei bis vier modules bestehen. Der Fokus liegt bei den modules auf Management. Im Vergleich zum MBA ist der MEM ein bisschen weniger auf „business“ (marketing, finance, accounting, commercial law, economics, sales, commercialisation) ausgerichtet, dafür aber stärker auf „process“ (organisational behaviour, leadership, project management, technology management, quality systems, systems engineering, maintenance, IT, strategy, operations management). Die modules in den Klammern sind alle Kurse die zum MEM gehören. Eine weitere Besonderheit vom MEM ist dass neben den courses auch Workshops zum Programm gehören. Es handelt sich jedoch nicht nur um zwei, drei Workshops, sondern um an die 20. Das Programm ist sehr abwechslungsreich und man bekommt echt interessante Vorlesungen und Workshops. Ab Oktober beginnt dann die Anfertigung der Masterarbeit. Die Zeit bis zur Abgabe ist begrenzt auf Anfang bis Mitte Februar. Man hat also nicht ein Jahr Zeit um irgendetwas zusammenzuschreiben, sondern nur 5 Monate. Die Anforderungen sind auch hier hoch. Die Masterarbeit wird in der Regel in einer neuseeländischen Firma geschrieben, Ausnahmen sind aber auch möglich, so dass z. B. auch Firmen in Australien gewählt werden können oder die Masterarbeit ganz ohne Firma in der Universität geschrieben wird. 7 Persönliche Wertung Wenn ich die Chance hätte, ich würde den MEM an der University of Canterbury noch ein zweites Mal studieren. Das Programm hat mir persönlich und beruflich viel gebracht. Auch Neuseeland ist ein tolles Land und Christchurch eine prima Stadt zum Studieren und um Reisen in andere Teile von Neuseeland oder Australien zu unternehmen. Die Menschen hier sind sehr freundlich und der allgemeine Umgang miteinander ist auf einem Level dass einem als Deutscher anfangs seltsam vorkommt. Man merkt aber schnell dass die Menschen hier wirklich so freundlich sind! 8 Englisches Stetement zum MEM Zusätzlich folgt eine Kopie von dem was ich über den MEM auf der MEM-Website geschrieben habe (englisch): I am an international student from Germany with a background in International Technical Management and Mechanical Engineering. When I graduated, I started working for a company in Germany for a few months and moved after that to New Zealand for the MEM. Earlier in Germany, I heard about the MEM and its excellent reputation via the Ranke-Heinemann Institute. The MEM is designed for students with an engineering background who want to gain more knowledge about management. This is exactly what I wanted; it suited my career path perfectly and therefore I joined the MEM. It fascinated me, being a part of this special programme. The application process may differ a little from the one of domestic students if you come from abroad, but there was no problem at all when applying from overseas. Even though moving to the other side of the world and beginning to study in New Zealand is quite a large step that includes a few obstacles to take, it is no challenge that couldn't be managed and it is definitely worth all the effort and preparation. The MEM is by far not an usual Master's programme. The taught courses do not only provide me with the essential management knowledge, but also with leadership skills and information that enhance my personal development. I am convinced that the MEM at the University of Canterbury is overall the best programme that the University offers, and I am also sure that it is one of the best Engineering Management programmes in the world. Studying the MEM is not just limited to attending lectures and workshops during the normal lecture time. Being a part of MEM means to be part of a large team that spends a lot of time together even when the “normal“ university day is over. The lecturers are top people from the University of Canterbury and from international businesses. They bring in their expertise and experience of the business world and teach what is really important in the working world. I can't compare the MEM to any other programme I have been enrolled in or that I heard of before. The MEM is different - it is just better! MEM is teamwork, it is challenging and it is much fun! So far, more than half the lectures and workshops are over and done and I don't regret a single day.
|
|
||||||||||||||||||||||||
Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||