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1.Anreise
Das STA-Büro in Berlin mit Ranke-Heinemann Rabatt findet gute Verbindungen und liefert einen vorzüglichen Service was Umbuchungen anbelangt. Wer keine Zeit mehr zur Beantragung eines Visums hat oder Geld sparen möchte, kann dieses günstiger und unkompliziert vor Ort bekommen. Einfach als Tourist mit Rückflugticket einreisen, auf den Einreiseformularen nichts bezüglich des Studiums angeben und dann nach erfolgreicher Einreise den Rückflug später umbuchen (für Qantas Flüge z.B. nur 25€). Nun steht ein Gang zu Vic International an, wo es eine Visa-Stelle gibt. Die beste Variante um die zur Erteilung des Student Permit geforderte ausreichende finanzielle Ausstattung zu belegen ist dem Visa Beauftragten das Online-Konto mit entsprechendem Guthaben zu zeigen (kann danach wieder umgebucht werden). Ansonsten ist v.a. für den Rückflug die USA Route empfehlenswert, wegen der doppelten Gepäckkapazität. Stoppover machen Sinn, da so der Jetlag geringer ausfällt und man noch günstig was von der Welt sieht. Unbedingt davor einem Vielfliegerprogramm einer Star-Alliance oder One-World Fluggesellschaft beitreten – lohnt sich auf jeden Fall! Wer dem Programm von Air New Zealand oder Qantas beitritt, kann die Punkte sogar direkt für weitere Flüge von Wellington aus verwenden. 2.Wohnen Zuerst muss festgestellt werden, dass gerade zum Trimesteranfang der private Wohnungsmarkt ziemlich abgegrast ist. Zudem ist Wohnraum gemessen an den Einkommen und sonstigen Lebenshaltungskosten in Wellington meist auch relativ teuer. Wer sich also die anstrengende Wohnungs- bzw. WG-Suche nach der Ankunft sparen will, ist mit einem Wohnheimplatz, den man problemlos über den Accommodation Service der Uni bekommt am besten beraten. Weitere Vorteile sind der schnelle Anschluss an englischsprachige Flatmates oder „Nachbarn“ – tendenziell nicht unbedingt Kiwis, sondern auch Engländer, Amerikaner oder Kanadier im Auslandsstudium, da die Einheimischen oft a) zunächst nicht riesig an Ausländern , die bald wieder weg sind interessiert sind (Argument: wie viele ausländische Gaststudenten kennt man dann selbst?) bzw. b) auch meist wesentlich jünger sind (man ist ja keine 20 mehr…). Empfehlenswerte Wohnheime ob der Lage sind Everton Hall sowie das Stafford House. Letzteres wird zwar dank der Wohnheimverwaltung (die sich auch in übertriebenen Verwaltungskosten niederschlägt) oft kontrovers gesehen – die Hausregeln erscheinen einem etwas auf 17-jährige zugeschnitten (monatliche Wohnungsinspektionen, Alkoholverbotsphasen, Gästebuch…). Nichtsdestotrotz ist die Lage gleich bei der Law School sowie die sonstige Ausstattung mit Fitnessraum etc. nicht zu schlagen. Kleiner Tipp: Kein Zimmer im obersten (13.) Stock nehmen! Alle Stockwerke darunter sind im Winter gut durchheizt, was man sonst dank miserabler Isolierung wohl in ganz Wellington nicht bekommt. Im 13. Stock kommt die Wärme allerdings irgendwie kaum an – die Heizung bleibt kalt, während man noch im 10. Stock fast schwitzt… Allerdings sollte man sich die Option freihalten, dem Wohnheim den Rücken zu kehren, falls einem das ganze doch nicht mehr passt, oder man nach gewisser Zeit DIE perfekte Wohnung oder DIE perfekten Flatmates findet. Also möglichst keinen Jahresvertrag unterschreiben – wenn man im Juli anfängt, bekommt man ohnehin nur einen Vertrag bis November, wenn man im Februar anfängt, sollte man versuchen unter irgendeinem Vorwand auch nur einen kürzeren Vertrag zu bekommen… Selbst habe ich das letzte halbe Jahr im „Carillon“, einem Motor-Inn (sprich Hostel) mit hauptsächlich langfristig dort wohnenden Leuten gewohnt. Aufgrund eines sechswöchigen Besuches meiner Freundin und davor längerer Abwesenheit aus Wellington (in der ich dann keine Miete zahlen musste) war dies der perfekte Ort. Die Lage nahe der Cuba Street und die unschlagbaren Preise für Einzelzimmer mit eigenem Bad sprachen für sich, sowie auch der (leicht chaotische) Charme dieses Ortes. Allerdings muss jeder selbst ausprobieren, ob er hier länger wohnen kann. Vieles dort ist leider etwas veraltet, geht ständig kaputt, und der Einfall von Lonley Planet Touristen (in dem es seit 2009 steht) haben die ruhige Idylle leider etwas zerstört. Uneingeschränkt ist das Carillon zu empfehlen, um ein paar Tage/Wochen auf Wohnungssuche zu überbrücken. 3.Programmwahl Obwohl der LLM im Februar sowie im Juli begonnen werden kann, rate ich klar zu letzterem. Vorteil ist, dass hier weniger Studenten anfangen, und man schneller zu Kiwis oder anderen englischsprachigen Ausländern Anschluss findet, als wenn man mit einer großen Anzahl von anderen Deutschen anfängt. Dazu bringt man sich auch nicht um die beste Jahreszeit, den ganzen Sommer. Ein Wort zur Art des LLMs: Ich selbst habe den LLM by Dissertation gewählt. Kurz gesagt glaube ich, dass dies mit Sicherheit eine sehr gute, wenn nicht die beste Wahl war. Man muss im Vergleich zur Thesis doch bedeutend weniger Wörter schreiben, und Abwechslung in Form eines 20 Punkte Kurses hat man über einer solch großen Arbeit durchaus nötig. Den „Advanced Legal Studies“ 10 Punkte Kurs muss ohnehin jeder belegen, nur zählt er bei Thesis Studenten nicht. Abgesehen davon ist man aber, was die ganzen Coursework Kollegen nicht sind: Flexibel. Man macht die Arbeit, wenn man Zeit hat, und kann dann Reisen und Besuch empfangen, wenn man (und das Wetter) es will. Ein Thema muss meist nicht im Vorfeld gefunden werden. Am besten jedoch einen Supervisor. Einfach schauen, wer welches Rechtsgebiet abdeckt und den potentiellen Betreuer im Wunschgebiet anschreiben, auch mit möglichen Themenvorschlägen. So habe ich es mit Prof. Gorden Anderson getan, ein Arbeitsrechtler, den man nur empfehlen kann. Das genaue Thema haben wir dann nach gemeinsamer Diskussion erst vor Ort festgelegt. Außerdem lässt sich mit einer Dissertation ein veröffentlichungsfähiges Werk erstellen, das einem Aufschluss über die persönliche Geeignetheit und Freude an einer später möglichen Promotion gibt. Ganz gewiefte Geister sollen sogar so weit gehen, ein LLM Thema in Deutschland zur Promotion auszubauen – geht allerdings meist bedingt durch das Thema nicht unbedingt, am ehesten vielleicht noch bei rechtsvergleichenden Themen. Dazu kann nur ermutigt werden, abgesehen von einer ordentlichen Ausstattung der Library mit deutschen Bücher ist Beck-Online über den Uni-Account zugänglich. Wer nicht das Glück hat, einen englischsprachigen Akademiker zu kennen oder kennenzulernen, der ist bestens beraten mit seinem Geschriebenen regelmäßig zum kostenlosen Student-Learning-Support zu gehen, um das sprachliche Niveau der eigenen Arbeit sicherzustellen. 4. Konto Besser als der „Geheimtipp“ mit der Deutschen Bank und Westpac ist folgendes: Ein Konto bei der Comdirect Bank. Für Studenten umsonst (man bekommt sogar noch Geld zur Eröffnung geschenkt), inklusive kostenloser Visa-Karte, mit der man an jedem Geldautomaten JEDER Bank in NZ umsonst Geld ziehen kann. Ich kam damit auch ohne NZ Konto aus. Dank des starken Euros war diese Entscheidung auch goldrichtig. Einziger Nachteil: Man hat kein Konto, d.h. wenn man etwas von Uni, Versicherung oder sonst wem (rück-)überwiesen bekommt, muss man immer auf Barschecks oder Freunde zurückkommen. Daher macht ein zusätzliches (günstiges, aber nicht kostenloses) Konto bei einer NZ Bank für Liebhaber des „Electronic Cash“ wohl schon Sinn. Abwägungssache, was weniger Stress bereitet (man muss es ja auch wieder kündigen, etc.). 5. Reisen Macht eure Reisen in Neuseeland wenn möglich im Sommer! Wann auch immer ihr zwischen Dezember bis März könnt, nutzt die Zeit! Viele Outdooraktivitäten in NZ werden zwar das ganze Jahr angeboten, aber man sollte nicht unterschätzen, wie ungemütlich es von Mai bis Oktober sein kann! Und das meiste macht doch wesentlich mehr Spaß bei angenehmen Temperaturen. Wenn man im Winter reisen will, dann lieber nach Australien oder eine Pazifikinsel wie Samoa (wo praktisch immer Sommer ist, nur Regenzeiten beachten!). Einzige Ausnahmen von der Reise-Regel: Skifahren ist natürlich nur von Juli an angesagt (der Mt Ruapehu ist zwar kein Skigebiet, das mit Skigebieten in den Alpen mithalten kann – dafür ist das Gefühl auf einem Vulkan Ski zufahren und das Panorama aber einzigartig…), und ein Ausflug nach Rotorua macht sogar im Winter fast mehr Spaß – nur dann will man ja wirklich heiße Quellen sehen und in ihnen baden… Wer sich etwas mit Autos auskennt, sollte einen Autokauf bzw. im Optimalfall sogar den Kauf eine Campervans in Erwägung ziehen. Ist wesentlich unkomplizierter und günstiger als in Deutschland. Ansonsten ist auch das Mieten eine gute Alternative – allerdings gibt es große Preisunterschiede, je nach Saison und Anbieter. Das Beste Preis/Leistungsverhältnis gibt es bei Omega Cars – die Autos sind kein Schrott, aber trotzdem günstig. Wer gerne Kurztrips macht, kann sich am großen Wettbewerb durch die Billigflieger Pacific Blue und Jetstar erfreuen. So ist ein Flug nach Christchurch z.B. meist billiger als die Fähre auf die Südinsel. Auch Flüge nach Australien und die Pazifikinseln können sehr günstig zu bekommen sein. 6. Events in Wellington und Umgebung Wenn möglich, nicht das jährliche Rugby-Sevens Turnier im Januar/Februar verpassen. Die ganze Stadt steht Kopf, alle sind wie an Karneval verkleidet – nur dass es SOMMER ist! Ähnlich gut ist auch der (allerdings wohl nur alle 2 Jahre stattfindende) Cuba Street Carnival im Februar, bei dem es auch bunt, allerdings weniger beim Publikum zugeht, sowie St.Patrick’s Day im April, an dem man sich fast wie in Irland fühlt. Der Waitangi Day ist ein weiteres, als Nationalfeiertag auch mehr neuseeländisches Großereignis – wen derlei Feierlichkeiten nicht interessieren, der bekommt am selben Tage auch ein Reggae Festival im Stadtteil Hataitai zu sehen, mit Neuseelands besten Reggae Künstlern. In der Region von Wellington lohnt sich wohl noch „Toast Martinborough“, eine riesige Sause im gleichnamigen sonst verschlafenen Weindorf im nahen Wairarapa im November – so früh wie möglich nach Karten schauen, da es schnell ausverkauft ist. 7.Fazit Mein Jahr in Wellington war die beste Entscheidung und eine grandiose Erfahrung, die ich nicht missen möchte! Auf die Gefahr hin, als nicht ganz neutral angesehen zu werden, kann man Wellington meiner Meinung nach nur als schönste und vielfältigste Stadt Neuseeland sehen. Bei meinen Aufenthalten in anderen neuseeländischen Städten habe ich nirgends solch eine gute Mischung aus einem vorzüglichen Kulturprogramm (zahlreiche Theater), guten Sportmöglichkeiten (zu Land und zu Wasser, auch über die Uni), Nähe zum politischen Geschehen (das Parlament ist gegenüber der Law School), internationalem Flair (nicht zuletzt dank erschwinglichen und multinationalen kulinarischen Verlockungen an jeder Ecke) und auch guten Ausgehmöglichkeiten gefunden. Das alles begleitet von einem wunderschönen Stadtbild, eingebettet in einen herrlichen Naturhafen, die Natur nur einen Sprung entfernt (z.B. können im Kaori-Wildlife-Sanctury bei Nachttouren frei lebende Kiwis gesichtet werden – dies ist auf dem Festland praktisch sonst fast nirgends möglich). Bei Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung, meine Emailadresse ist über das Institut Ranke-Heinemann zu beziehen.
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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