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Mein spannendes Auslandssemester in Neuseeland
Wie ihr sicherlich schon von anderen Berichten wisst, ist Auckland keinesfalls „typisch neuseeländisch“. Die mit Abstand größte Stadt des Landes hat eine sehr multikulturelle Bevölkerung, viele Backpacker, internationale Studenten, Work & Traveller und sehr viele Asiaten, verglichen mit anderen Städten in Neuseeland. Zudem ist das Stadtbild von Hochhäusern mit internationalen Firmen und Hotels geprägt. Die Skyline sieht man bei Nacht sehr gut, wenn man mit der Fähre von Devenport, einem Vorort im Norden Aucklands, oder einer der Inseln (Waiheke, Rangitoto) zurückkommt. Dennoch ist Auckland eine super schöne Stadt zum Leben, womit ich gleich zur Wohnungssuche komme. Die AUT bietet internationalen Studenten und Erstsemestern die Möglichkeit ins Wohnheim zu ziehen, was ca. NZ$170 pro Woche kostet, exkl. Internet, was jeder selber beantragen muss bzw. die 4- 5 Bewohner eines Appartements sich einen Anschluss teilen. Das City Wohnheim, genannt Wellesley Appartement, ist sehr zentral in der Mount Street und wirklich direkt neben den verschieden Uni Gebäuden. Am North Shore, dem anderen Campus der Uni gibt es die Akoranga Student Appartements, die ich selber nie gesehen habe, aber wohl ähnlich ausschauen. Der Vorteil von diesen Wohnheimen liegt klar darin, dass die Uni sie bereit stellt und ihr euch die Wohnungssuche erspart. Es gab unzählige Partys im Wellesley und man kommt sehr schnell mit allen Bewohnern in Kontakt, da viele Internationals dort eingezogen sind, also für den Anfang in Auckland eigentlich optimal. Ich hab mich allerdings dagegen entschieden, da es mir zu teuer war und ich mir eine WG suchen wollte anstatt ins Wohnheim zu ziehen. Das ging dann auch schneller als erwartet, am Tag meiner Ankunft hab ich auf www.trademe.co.nz gleich nach WGs geschaut, die fast alle eine SMS-Anfrage zur Besichtigung erwarteten. Es gibt z.B. bei Vodafone NZ Angebote, mit denen man ein Paket mit 2000 SMS pro Monat sehr günstig bekommt, weshalb jeder fast ausschließlich SMS schreibt anstatt anzurufen. Genau das habe ich dann auch getan für 4 WGs, die ich mir alle am nächsten Tag angeschaut hab und mich dann für eine davon entschied. Anders als in Deutschland, gibt es in Neuseeland keine „WG-Castings“, der erste der sich für ein Zimmer entscheidet darf einziehen. Ich habe sehr zentral gewohnt, auf der Hobson Street, was mich ca. NZ$155 pro Woche gekostet hat. Meine WG war eine Appartement Wohnung mit sehr kleinen Zimmern, ca. 6m²; dafür hat der Ausblick auf den Skytower und die Harbour Bridge von unserem Wohnzimmer aus entschädigt. Andere Stadtteile in denen man noch zentral und gut wohnen kann sind Parnell, Grafton und Ponsonby, die sich alle ab ca. NZ$140-160 pro Woche belaufen, wenn man ein Zimmer mit Fenster möchte, in einer halbwegs sauberen Wohnung. Die Uni ist sehr neu, modern und gut ausgestattet. Die AUT umfasst viele verschieden Gebäude, die jedoch in unmittelbarer Nähe zu einander liegen, um die Queen Street und Umgebung herum, mit Ausnahme des North Shore, welcher einen eigenen Campus hat. Je nach dem was ihr studiert, habt ihr eure Veranstaltungen entweder in der Stadt oder eben am North Shore. Ich habe am Communication Department studiert, welches sich im AUT Tower befindet, direkt an der Queen Street. Für die Postgraduate Studenten gibt es dort 2 kleinere Computerräume mit Code gesicherter Türe, damit man ungestört arbeiten kann bzw. seine Thesis oder Masterarbeit dort schreiben kann. Zusätzlich können Postgrad Studenten umsonst drucken, alle anderen können Drucker und Kopierer günstig in der Bibliothek nutzen. Aller Anfang ist schwer, deshalb gab es viele Einführungsveranstaltungen in der Orientation- week, teils von den einzelnen Instituten zum Studium an sich, in denen Dozenten und Personal vorgestellt wurden, teils zur Nutzung der Bibliothek, Führungen durch den Unikomplex, Postgraduate Introduction, International Students uvm. Es ist sinnvoll diese zu besuchen, da man erste Kontakte zu anderen Studenten bekommt und viele Informationen über das Studium und die Abläufe vor Ort. Das International Office kümmert sich um alle Probleme die ihr haben könntet, wenn irgendwas ist, einfach eine Email schicken oder gleich hin gehen, die sind sehr hilfsbereit und lösen eigentlich alles. Die internationalen Studenten (Internationals) waren sehr gemischt, wobei ein großer Anteil sich auf Amerikaner und Deutsche belief, aber auch sehr viele andere Nationalitäten dabei waren. Keine Sorge, es gibt ebenso viele Kiwis (Neuseeländer) die dort studieren und die man sehr schnell kennen lernt. Je nach Studienfach variiert wohl der Anteil der ausländischen und einheimischen Studenten, wie ich von einigen Kommilitonen erfahren habe. In meinen Journalismuskursen war ich die einzige Deutsche Studentin, was auch sehr spannend war und natürlich super um Kiwis kennen zu lernen. Die Kurse erstreckten sich in meinem Fall auf zwei Journalismuskurse, einen Kurs zu neuen Medien und einen zu Research Methods. Alle waren sehr arbeitsintensiv und anspruchsvoll, was zum einen daran lag, dass es Postgrad Kurse auf Master-Niveau waren und zum anderen daran, dass gerade von Communication Studenten viel Recherche und Schreibarbeit verlangt wird. Generell sind in den Kursen jeweils 3 Essays zu schreiben, im Umfang von 2500- 5000 Wörter, die während des Semester abgeben werden. Je nach Kurs gibt es auch einige Präsentationen zu halten, in Gruppenarbeit oder einzeln. Die Fristen sind meist zeitlich eng begrenzt und überschneiden sich mit anderen Kursen, jedoch sind die Dozenten frei gestellt Verlängerungen der Abgabefristen zu geben, was sie auch gerne und regelmäßig tun, wenn man darum bittet. Anders als in Deutschland, gab es viele Erzählungen und Tipps von den Dozenten und einige guest-speaker, die sehr viel über ihre Arbeit als Journalisten bei verschieden neuseeländischen Medien erzählen konnten und einen guten Einblick gaben. Im Unterschied zu deutschen Unis, spricht man die Professoren alle mit Vornamen an und ebenso wenn man über diese mit Personal am Institut spricht. Man gewöhnt sich jedoch schnell an die lockere Atmosphäre in den Kursen, in denen viel diskutiert wird und man sich auch gut selbst einbringen kann und soll. Bei Fragen und Problemen, stehen die Dozenten per Email und auch persönlich gerne zur Verfügung. Es ist vielleicht für manch einen um einiges persönlicher, als Studieren in Deutschland, die Dozenten sind wahnsinnig offen und zugänglich gegenüber den Studenten. Die Kurse sind auch eher klein, wenn man Deutsche Universitäten gewöhnt ist, in meinem Fall belief sich die Anzahl der Studenten zwischen 10 und 35. Bei Postgrad Communication gab es keine Prüfungen am Ende des Semesters, weshalb wir ein wenig eher fertig waren mit dem Semester, als andere Institute. Das Leben an sich ist sehr angenehm in Auckland und vergleichbar mit vielen „kleineren Großstädten“ in Europa. Das Stadtzentrum ist gut zu Fuß zu durchqueren, wie auch der Hafen. Viele Bars, Clubs, Restaurants finden sich am Hafen, die eher schick sind Version, oder auf der K’road, die Alternative. Auch Downtown gibt’s einiges, z.B. das Globe, bekannt unter Backpackern aber auch viele Kiwis sind dort zu finden, wenn man sich mit Pop, HipHop und R’n’B Musik anfreunden kann. Genauso wie in anderen Städten gibt es viele Shoppingmöglichkeiten auf der Hauptstraße, der Queen Street, Fitness Studios, schöne grüne Parks überall in der Stadt und auch eine Art Gallery, das Auckland Museum, ein Theater/Musical, Kinos…alles was man zum Leben in der Stadt braucht. Gefeiert wird gut und gerne, mit den Internationals sowieso, vor allem viel in den Wohnheimen, aber auch die Kiwis sind ausgehfreudig und trinkfest. In der Vector Arena finden regelmäßig Konzerte von internationalen Bands statt, Black Eyed Peas treten wohl Ende des Jahres auf. Maoris, die so genannten native Neuseeländer sieht man auch überall in Auckland, weniger jedoch je weiter südlich man reist. Durch die Uni und das ISSS (International Student Support Service) wird ein Noho Marae Wochenende organisiert, meldet euch auf jeden Fall an wenn ihr könnt! Die bei der AUT arbeitenden Maoris und befreundete Familien nehmen zum Semsterstart Internationals im Uni Marae auf und erzählen viel über ihre Kultur, bringen euch den Haka und Poi bei (traditionelle Tänze), machen viele Spiele und bringen einem traditionelle Maori Kultur näher. Zudem lernt man gleich zu Beginn die anderen Internationals kennen. Ich hab selten so herzliche Menschen kennen gelernt, die sich viel Zeit nehmen und das ganze Semester über mit den Internationals feiern, Spaß haben und euch dabei helfen sich sehr schnell in Neuseeland einzuleben. Reisen in Neuseeland ist ein absolutes must do! Auckland bietet vieles in unmittelbarer Umgebung, was man nicht verpassen sollte sind z.B. die unzähligen Vulkankrater und Hügel, die nicht mehr aktiv sind, darunter One Tree Hill, Mount Eden, Rangitoto und Mount Victoria. Alle bieten einen unterschiedlichen Blick auf Auckland City und sind an sich einfach sehenswert. Die Südinsel ist nicht umsonst die bei Touristen beliebtere, weil sie wesentlich mehr Abwechslung bietet. Von Wüste über Berge und Gletscher, unglaubliche An- und Ausblicke und Gesteinsformationen, Delphine, Wale, Kiwis uvm. Zeit habt ihr dafür während der 2-wöchigen Mid-Semester break und nach dem Semester. Viele kommen auch eher an und reisen vor dem eigentlichen Start des Semesters. Empfehlenswert für Adrenalin Junkies ist Bungee Jumping, Skydiving oder White Water Rafting, wo ihr mehr Auswahl auf der Südinsel habt. Die Lebenshaltungskosten sind relativ ähnlich den deutschen Verhältnissen, wenn man den Umrechnungskurs berücksichtig. Gutes Sushi ist super günstig, pro Stück ab NZ$1, es gibt viele Kaffee Ketten in der Stadt, die eigentlich alle ganz gut sind. Was sonst noch interessant sein könnte, die Strände sind nicht weit weg von der Stadt, z.B. Mission Bay, Devenport oder Takapuna und alle kleineren Orte am North Shore. Etwas weiter weg gibt es Raglan zum Surfen, oder Coromandel zum Relaxen. Neuseeland entdeckt man am besten mit dem Auto, weil vieles mit dem Bus nicht zu erreichen ist, besonders auf der Südinsel. Auch wenn Linksverkehr erstmal gewöhnungsbedürftig ist, geht die Umgewöhnung schnell, da auch außerhalb von Auckland nicht wirklich viele Autos unterwegs sind. Einen Internationalen Führerschein braucht man nur bedingt, ich hab nur meinen Deutschen gehabt und es hat immer ausgereicht, allerdings hatten wenige Freunde von mir Probleme, ein Auto zu mieten wenn sie keinen internationalen Führerschein hatten. Im Falle des Falles, es gibt wirklich viele Autovermietungen, die auf Touristen ausgerichtet/ angewiesen sind, geht einfach zur nächsten und fragt dort nach. Die Preisen unterscheiden sich auch nicht wirklich erheblich, allerdings hat ‚Juicy’ manchmal besondere „deals“ wenn man länger unterwegs ist/ früh bucht. Ein Auto kaufen lohnt sich wenn man länger dort ist, ist auch nicht zu teuer und man bekommt es schnell wieder los, je nach Marktsituation. Telefonieren nach Deutschland vom NZ Handy aus ist auch recht billig, für NZ$10 kann man sich internationale Telefonkarten kaufen, falls eure Internetverbindung so schlecht ist, dass Skype nicht funktioniert, und damit einige Stunden aufs Festnetz in Deutschland anrufen. Ihr gewöhnt euch schnell an den Kiwi slang, jeden Satz mit „aye“ (so wie „ne?!" in Deutsch) zu beenden, die lange Betonung der „a“ und „e“ in Wörtern was für viele erst mal ungewohnt lustig klingt und viele andere Wörter wie „mate“, „chur bro“, „choice bro“ lernt man doch recht schnell zu übernehmen ;) Ein Auslandssemester ist einfach immer eine tolle neue Erfahrung. Auch wenn es einem umso schwerer fällt nach so kurzer Zeit wieder nach Hause zu fliegen und damit ein Kapitel abzuschließen, lohnt es sich dennoch diesen Schritt zu gehen.
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Gute Gründe für eine Studienplatzbewerbung über unser Sekretariat! | ||||||||||||||||||||||||||
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