Sportlich aktiv in Down Under Teil 3: Rugby & Co

Sie sind zwar keine Wasserratte aber trotzdem eine echte Sportskanone? Sie spielen für Ihr Leben gern Ballsportarten, darunter Fußball, Handball und Volleyball? Dann aufgepasst, denn im dritten Teil unserer Magazinreihe zu Sportarten in Down Under stellen wir Ihnen beliebte Ballsportarten von der anderen Seite der Welt vor.

Sportstadion Down Under

Sportlich, sportlich - In Australien wird nicht nur getaucht!

Aussie Rules Football - der wohl verrücktesten Ballsportart Down Under

Australischer geht es wirklich nicht mehr: Aussie Rules Football, offiziell unter dem Namen Australian Football bekannt, ist besonders in Victoria und South Australia beliebt, wo der Sport eine lange Tradition hat. 

Aussie Rules ist ein recht ungewöhnlicher Sport. Das Spielfeld ist rund, ganze 18 Spieler stehen pro Mannschaft auf dem Rasen und auf den ersten Blick scheint hier alles erlaubt zu sein: Handspiel, Schießen und Abschläge wie beim Volleyball. Aussie Rules vereint Elemente all dieser Sportarten in einem einzigen Spiel, was natürlich nicht heißt, dass es hier keine Regeln gibt. Ziel des Spiels ist es, den ovalen Ball zwischen die beiden Torpfosten zu schießen. Sie können auch auf andere Weise Punkte erzielen, doch die meisten Punkte gibt es für ein Tor. 

Wer gut Fußball spielt hat deshalb schon mal die wichtigste Voraussetzung für Aussie Rules erfüllt. Der Sport setzt außerdem auf hohe Ausdauer und die Fähigkeit, hoch zu springen. Aussie Rules ist ein sehr körperbetonter Sport, bei dem tacklen erlaubt ist. Dabei wird der Spieler im Ballbesitz von den gegnerischen Spielern zu Boden geworfen. Es gibt allerdings die Möglichkeit, Touch Aussie Rules zu spielen. Tacklen ist hier nicht erlaubt, und es gibt pro Mannschaft nur sieben Spieler mit einem Mindestanteil von zwei Frauen (www.touchaussierules.com). 

Was die Regeln angeht, die lernt man nicht über Nacht. Am besten schauen Sie sich erstmal ein paar Spiele im Fernsehen an. Hilfreich ist auch Aussie Rules International, eine Organisation, die den Sport Nicht-Australiern nahe bringen möchte. Neugierig geworden? Fragen Sie doch einfach mal beim. Hochschulsport Ihrer Austausch-Uni nach....

Rugby 

Rugby ist eine der Lieblingssportarten der Aussies und Kiwis. Beliebt sind zwei verschiedene Arten von Rugby: League und Union. Union hat mehr Ähnlichkeit mit dem Rugby, das in England und auch in Deutschland gespielt wird. League hat weniger strenge Regeln und gilt als der brutalere Sport. Dabei sind beide Sportarten garantiert nichts für Zartbesaitete. Grob gesagt geht es beim Rugby darum, den Ball hinter der gegnerischen Torlinie aufzusetzen. Für einen sogenannten „Try" gibt es sowohl bei Union als auch bei League die meisten Punkte. Danach darf ein Spieler versuchen, den Ball zwischen die gegnerischen Torpfosten zu schießen, was Extrapunkte bringt. Auch während des Spiels darf auf das Tor geschossen werden. In League gibt es dafür aber nur verhältnismäßig wenig Punkte.

Um einen „Try" zu verhindern, versucht die gegnerische Mannschaft, den Spieler im Ballbesitz zu Boden zu werfen (tacklen), bevor er die Torlinie erreicht. Nach dem Tacklen muss der Ball an einen anderen Spieler weitergegeben werden, wobei er immer nach hinten gespielt werden muss. Tacklen ist also ein wichtiger Teil des Rugby und es geht dabei oft recht brutal zu, wie Anne Heckel feststellen musste, die den Sport an der Southern Cross University ausprobiert hat: „Mir war das eindeutig zu gewalttätig und gefährlich". 

Bevor Sie jetzt aber gleich das Handtuch schmeißen – schon mal an Touch Rugby gedacht? Statt Sie zu tacklen, dürfen die gegnerischen Spieler Sie nur antippen. Außerdem sind die Spielregeln vereinfacht. Kein Wunder dass Touch Rugby bei Freizeitsportlern in Down Under sehr beliebt ist.