UQ: Vorzeitiger Tod durch Einsamkeit - Social Groups helfen aus der Krise

Einsamkeit ist gesundheitlich schädlicher als Rauchen, schlechte Ernährung oder mangelnde sportliche Aktivität. Forscher der University of Queensland haben das Programm „Groups for Health“ entwickelt, das Einsamkeit, Depressionen und Ängste aufgrund von sozialer Isolation reduziert.

Gegen den frühen Tod bei Einsamkeit

Soziale Gruppen helfen bei Einsamkeit

Das Programm Groups 4 Health (G4H) wurde von einem Team von Forschern der UQ School of Psychology entwickelt, um die psychologische Belastung, die sich aus Einsamkeit und sozialer Isolation ergibt, zu bekämpfen. Professorin Catherine Haslam erklärte, dass G4H sich auf die Teilnahme an und Aufrechterhaltung von sozialen Gruppenmitgliedschaften konzentriert. "G4H bietet den Menschen das Wissen, die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen, um ihre sozialen Verbindungen zu verbessern, dabei insbesondere ihre gruppenbasierten Vernetzungen", so Professor Haslam. "Das Programm wurde 2014 auf dem Campus der UQ in St. Lucia entwickelt und seitdem weltweit eingeführt."

Studien haben festgestellt, dass fehlende soziale Bindung eine größere gesundheitliche Bedrohung darstellt als Rauchen, schlechte Ernährung und Bewegungsmangel. Neben psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Psychosen und Angststörungen erhöht Einsamkeit das Risiko eines vorzeitigen Todes um 30 Prozent.

Die Forschung zeigt auch, dass jeder dritte über 45 Jahre bzw. 60 Prozent der Erwachsenen oft von Einsamkeit berichten.

„Wichtig ist, dass die randomisierte kontrollierte Studie, die im Journal of Consulting and Clinical Psychology veröffentlicht wurde, die Wirksamkeit von Groups for Health bei der Verringerung von Einsamkeit, Angstzuständen und Depressionen bestätigt hat." "Diese Studie verglich G4H mit einer gewöhnlich bei Depressionen verwendeten Behandlung, entweder medikamentös oder durch psychologische Therapien, und zeigte, dass G4H wirksamer war", so Professor Haslam. Sie fügte hinzu, dass die Teilnahme an G4H auch mit weniger Hausarztbesuchen einherging und mit einem stärkeren Gefühl der Zugehörigkeit zu mehreren Gruppen verbunden sei.

„Dieses Gefühl der Zugehörigkeit zu Gruppen ist wichtig - Menschen sind soziale Wesen und unsere sozialen Gruppen spielen eine Schlüsselrolle bei der Art und Weise, wie wir in verschiedenen Situationen denken, fühlen und handeln. Soziale Gruppen sorgen beispielsweise für mentale Stimulation, helfen uns im Umgang mit Stress und Herausforderungen und motivieren uns zu gesundem Verhalten wie Bewegung. Sie haben diese Wirkung, weil sie uns ein Gefühl von Sinn, Zweck und Zugehörigkeit vermitteln. Sie stärken das Selbstwertgefühl und bieten Zugang zu sozialer Unterstützung."

Das Programm wird mit älteren Erwachsenen, die nach einem längeren Krankenhausaufenthalt sozial isoliert sind, Rentnern, sowie Studenten und anderen jungen Menschen, die Veränderungen im Leben durchlaufen, getestet und wurde im Journal of Consulting and Clinical Psychology veröffentlicht.