Life is what you make it!

Diane Hagemann | Lehramt Studentin


Wo
Griffith University

Zeitraum
2016

Was
Public Health

Studienprogramm
Auslandssemester

Förderung
IRH Förderprogramm

30.06.2016

Mein Auslandssemester an der Griffith University

Im Jahr 2016 ist es nun fast zur Normalität geworden seinen Lebenslauf mit mindestens einem halben Jahr Auslandserfahrung aufzubessern. Es ist etwas Notwendiges geworden um im Zeitalter der internationalen Beziehungen, der schnellen Informationsbeschaffung auf allen Sprachen und dem rasenden Wandel noch mithalten zu können. Für die Karriere in allen Fachbereichen aber auch privat ist die Fähigkeit Englisch zu sprechen unerlässlich. Ein Semester lang eine ausländische Universität besuchen, andere Kulturen kennen lernen, ein anderes Land bereisen und unendlich viele neue Eindrücke und auch Erfahrungen sammeln, darum geht es. Dieser Bericht soll auf die für euch wichtigsten und informativsten Erfahrungen aus meinem Auslandssemester an der Griffith University, Gold Coast Campus, eingehen.

Vor den ersten Schritten

Ich bin 28 Jahre alt und studiere das Lehramt für Berufsschulen mit der Fächerkombination Gesundheitswissenschaften und Deutsch und befinde mich im vierten Fachsemester meines Studiums an der Universität Hamburg. Schon vor Beginn des Studiums wollte ich schon immer mal im Ausland leben und vernünftig Englisch lernen und mir war bewusst das es dafür keinen besseren Zeitpunkt geben würde als innerhalb meines Studiums. Schon von Beginn an habe ich mögliche Kurse in meinen Modulplänen vorgezogen um mehr Spielraum für ein Auslandssemester zu erhalten. Eine bedachte Planung aller Kurse des gesamten Bachelorprogramms ist sehr hilfreich um nicht ein halbes Jahr länger studieren in Kauf nehmen zu müssen. Dies hat sich als unglaublich hilfreich herausgestellt um auch im Auslandssemester selbst so wenig Druck wie möglich zu haben. Auch ist es von Vorteil frühestmöglich Fachbereichsleiter oder auch Studienbüros zu kontaktieren um ein geeignetes Semester für das geplante Auslandssemester abzustimmen.  

Nun aber „die ersten Schritte“

Nachdem nun Platz für ein Semester Abroad geschaffen wurde, möglichst viele Kurse im Vorhinein absolviert und vorgezogen waren und von den Fachbereichsleitern das grundsätzliche „GO!“ gegeben wurde machte ich mich daran Informationen bezüglich Finanzierung, Wunschort und Universität herauszusuchen. Dieser Teil ging tatsächlich relativ schnell. Die Universität, welche die meisten Kurse im Bereich Public Health angeboten hat und zudem noch mit den gleichen Semesterzeiten wie wir sie aus Deutschland gewohnt sind (Semester 1: Feburary – June) ist die Griffith University in Australien. Es ist wichtig darauf direkt zu achten. Viele Universitäten besonders in Amerika und auch Kanada haben Trimester oder komplett entgegengesetzte Semesterstartzeiten zu den deutschen Universitäten. Das würde einen Auslandsaufenthalt natürlich deutlich verkomplizieren. Wie auch immer, die Griffith University Gold Coast Campus, Southport, Australien bietet nicht nur unzählige Kurse im Bereich Public Health an.

Im nächstem Schritt geht es darum geeignete Kurse zu finden, welche fähig sind die derzeitigen Kurse entsprechend meines Modulplans zu ersetzen. Ich habe aus einer großen Auswahl an Kursen gemeinsam mit meiner Fachbereichsleiterin geeignete Kurse herausgesucht und mir im Vorhinein von der Universität bestätigen lassen, dass diese nach Abschluss des Semesters auch angerechnet werden. In diesem Rahmen muss ich erwähnen das meine Fachbereichsleiterin sowie jegliche anderen Kontaktpersonen der Universität Hamburg besonders hilfreich waren und sehr bemüht ein solches Auslandsvorhaben zu fördern und zu ermöglichen. Das Vorhaben ist grundsätzlich sehr begrüßt, anerkannt und bis in alle Maße unterstützt worden. Ich danke dafür vielmals an dieser Stelle.

Durch meine Internetrecherche bin ich auch auf das Ranke-Heinemann Institut gestoßen welches mir vor allem bei der Bewerbung an der australischen Universität sehr geholfen hat. Ich habe JEDERZEIT einen Ansprechpartner am Institut gehabt und mich gut informiert gefühlt. Das war besonders für ein „sicheres Gefühl“ eine gute Basis um so weit weg zu gehen.

Nachdem meine Zulassungsbestätigung erteilt und die (nicht außer Acht zu lassenden) Studiengebühren überwiesen waren ging es schon daran einen Antrag für das Visum zu stellen, den Flug (hm Touristik bietet noch immer „Open Return“ Flüge an) und ein Hostel zu buchen. Krankenversichert ist man automatisch über die australische Universität. An der Universitär Hamburg habe ich KEIN Urlaubssemester beantragt da ich einen weiteren Kurs parallel absolviere (auch aus BAFöG Gründen anzuraten).

Eine weitere Sache die sich als besonders hilfreich herausgestellt hat war es sich im Vorhinein eine australische Handynummer zu verschaffen. Der nachstehend angegebene Anbieter schickt eine SIM- Karte aktiviert schon vorab nach Deutschland, hat wunderbare Konditionen und vor allem einen überwältigenden Kundenservice (Ich habe dort mal sonntags morgens um 6 am angerufen und mir wurde sehr persönlich und schnell weitergeholfen) https://mojoknows.com.au/de/australien-sim-karte/anywhereplus Das war unabdingbar für das schnelle finden einer Wohnung vor Ort.   

Angekommen

In Surfers Paradise angekommen erwies es sich für die ersten Tage als sehr sinnvoll einen Mietwagen zu buchen. Andernfalls hätte sich die vielen Besichtigungstermine der Wohnungen nicht so schnell absolvieren lassen. Wohnungsinserate findet man hier überall. www.gumtree.de , https://flatmates.com.au/browser sind nur wenige aber die populärsten Beispiele für ein Wohnungsgesuch hier in Australien. Allerdings fand ich mein Glück am Blackboard der Griffith University selbst. Das Student-Guild-Office der Universität ist ein weiterer Ansprechpartner nicht nur in Fragen der Wohnungssuche. In drei Tagen hatte ich 12 Zimmer besichtigt und ein wunderbares Shared-House in Uni-Nähe gefunden: Jacuzzi, große Küche, Sofalonge im Garten, die bequemsten Couches gegenüber eines riesen TVs und die besten sechs Mitbewohner die man sich nur vorstellen kann.

Uni-Life

Die Griffith University hat mich in allerlei Hinsicht mehr als überzeugt. Man zahlt hier einen horrenden Preis studieren zu dürfen und das macht sich auch deutlich bemerkbar. Von der technischen Ausstattung der Universität ganz zu schweigen, ist die Betreuung und die Organisation des gesamten Unilebens und vor allem der Lehrveranstaltungen unverbesserlich.

Über das Leistungsniveau, Prüfungen, Erwartungen, Abgabefristen, Inhalte, Verlauf der Seminare usw. war ich als Student zu jeder Zeit bestens in Kenntnis. Auch ein Student Center hilft JEDERZEIT bei Fragen JEGLICHER Art.    

Conclusion

Um die eigentlich wichtigsten Erfahrungen und Erinnerungen aus meinem Semester Abroad zu beschreiben bedarf es mehrere zusätzliche Seiten.

Overall, kann ich sagen:

Ich habe 8 km vom Pacific Ocean an der Gold Coast, entfernt gewohnt.

Ich habe gelernt wie man Wellen reitet.

Ich habe niemals zuvor einen solchen Sonnenbrand wie hier gehabt.

Ich habe so unglaublich viel gelacht und so viele neue tolle Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen auf einmal kennen lernen dürfen welche ich sehr, sehr vermissen werde.

Ich habe mich erstmalig in einen Ort verliebt. (Byron Bay, I will come back to your Watego´s Beach asap!)

Ich habe niemals so viele Reisen innerhalb eines laufenden Semesters machen können. Das Land bietet unglaublich viele unterschiedliche Facetten, von Snowboarden bis Surfen an endlosen weißen Sandstränden, von „London-weather“ bis 45 ° im Schatten, von Wüste bis Regenwald, von Mountains bis zum Great Barrier Reef, ist hier alles zu entdecken.

Aber diesen Teil des Auslandssemesters sind keine Grenzen gesetzt und jeder hat ihn selbst du entdecken und zu gestalten. Es gilt immer: Life is what you make it!

Ich wünsche eine großartige Zeit!!!   

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