The 3 C’s of Life – Choices, Chances, Changes

Ailin Mehravar | Universität Heidelberg


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Rechtswissenschaften

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Auslandssemester

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IRH Förderprogramm

31.12.2015

Auslandssemester an der Swinburne University

Es ist Mittwochabend gegen 22 Uhr. Die Türen hinter mir schließen sich …. Ich steige aus dem Flugzeug und mich umgibt eine ganz andere, viel kältere, Luft als noch vor einigen Stunden - ein kalter Wind bläst mir durch die Haare und dadurch werde ich schlagartig wach und realisiere, dass ich angekommen bin.

Nach 27 Stunden Flug bin ich an meinem Zielort - Melbourne, Australien.

Noch kann ich mir kaum vorstellen, dass dieser Ort für die nächste Zeit mein zu Hause werden soll.

Schaffe ich es mich hier einzuleben? Alleine klar zu kommen? Wie wird die Uni sein? Wie werde ich eine Wohnung finden? Wie soll ich für 6 Monate packen? Habe ich, mit der Wahl ein Urlaubssemester zu nehmen, die richtige Entscheidung getroffen? Was ist, wenn ich mich mit der Aufgabe „Auslandssemester” übernommen habe?

Zu viele Fragen, die mir seit ich in Frankfurt in den Flieger gestiegen bin durch den Kopf gehen…. Fragen, die sich merkwürdigerweise abwechselnd vermischen mit großer Angst und enormer Vorfreude auf die bevorstehende Zeit.

Doch nach einem erneuten Windzug bemerke ich plötzlich wie hektisch alles um mich herum ist – mir wird klar, dass ich mich am Flughafen befinde, 16. 321 km von zu Hause entfernt, umgeben von einer typischen Flughafenatmosphäre, von einer Menschenmenge, die zum Gepäckband läuft, Menschen, die ihren Pass suchen und dabei sind irgendwelche Zettel auszufüllen, die bereits im Flugzeug verteilt wurden…

Irgendwie macht sich etwas Panik bei mir breit…

Ich stehe irgendwo alleine am Flughafen und bin nachdenklich - um mich selbst etwas zu beruhigen, erinnere ich mich kurz daran, warum ich gerade genau hier bin und was ich schon alles geschafft und gemacht habe, um jetzt hier in Melbourne stehen zu können.

Ein kurzer Rückblick:

Ich war mir lange Zeit unsicher, ob ich ein Auslandssemester überhaupt machen möchte oder nicht. Eigentlich wollte ich schon immer irgendwann mal ins Ausland, aber ich war oft eingeschüchtert von den vielen organisatorischen und finanziellen Hürden, die auf mich zukommen würden und meine Angst das erste Mal alleine soweit weg von Familie, Freund und Freunden zu sein, sollte ich gar nicht erst erwähnen…

Ich dachte, es sei unmöglich machbar so kurzfristig (bei mir ca. 3 Monate im voraus..) ein Auslandssemester zu planen, ein Visum zu beantragen, Flüge zu buchen, meine jetzige Unterkunft unter zu vermieten, eine neue Bleibe im Ausland zu finden, mein Urlaubssemester zu beantragen, mich um Auslandsbafög zu kümmern etc….

Was mir dann geholfen hat waren ganz simple drei Sachen: Googeln, Anrufen und Planen.

Fest stand von vornherein, dass ich nach Australien möchte. Die Gründe dafür waren, dass es ein englischsprachiges Land ist – ich wollte mein Englisch verbessern - und dass es irgendwo am anderen Ende der Welt liegt. Diese Vorstellung mal ganz weit weg zu sein, hat mich sehr gereizt. Viele Freunde, die schon ein Work and Travel Jahr dort gemacht hatten, haben so sehr davon geschwärmt, wie sehr Australien einen in den Bann zieht, dass ich da schon wusste, dass ich mir irgendwann einmal dieses Land anschauen möchte!

Also fing ich an zu googeln: „Auslandssemster in Australien“ 

Nachdem ich auf der Seite von Ranke-Heinemann gelandet bin und mir einige Erfahrungsberichte durchgelesen habe, schien plötzlich alles möglich und machbar.

Also habe ich beschlossen dort anzurufen und mich mal beraten zu lassen.Danach ging eigentlich alles ziemlich schnell und verblüffend unkompliziert.

Extrem geholfen hat es mir, mir eine To-Do Liste mit allen anfallenden Aufgaben anzulegen.

Ich habe mich für drei in Frage kommende Universitäten entschieden, Bewerbungsformulare ausgefüllt, mit meiner deutschen Universität gesprochen bezüglich des Urlaubssemesters und der Anrechnung von im Ausland erbrachten Leistungen, mich über die anfallenden Kosten informiert und Auslandsbafög beantragt, meinen Reisepass verlängert, Kurse an der ausländischen Uni rausgesucht, die ich gerne belegen würde, mich informiert wie es mit dem Geldzugang vor Ort ausschaut etc und dann meist auf eine Rückmeldung gewartet…

Egal, welche Fragen ich hatte, ich konnte mich problemlos an das Institut wenden und stand dann im regen Emailkontakt mit einer sehr freundlichen Beraterin. All meine Unterlagen wurden im Institut gesammelt, geprüft und an die australischen Universitäten weitergeleitet…

Das hat alles so viel einfacher für mich gemacht. Man war alleine nicht so planlos und aufgeschmissen!

Mein Visum habe ich zum Beispiel nur einen Monat vor meiner Abreise online beantragt

(http://www.australia.gov.au/information-and-services/immigration-and-visas/studying-in-australia) - ich dachte, ich sei enorm spät dran, aber keine zwei Tage später war mein Visum in Form einer Mail mit Anhang schon da.

Bei meinem Flug habe ich mich für ein Open-Return Ticket entschieden. Damit habe ich zwar einen Hin- und Rückflug nach Melbourne schon vorab gebucht, jedoch steht mir die Möglichkeit offen mein Rückflugdatum sowie den Ort zweimal kostenlos umzubuchen. (Ich habe mich da auf der Seite: http://www.reisebine.de/fliegen ) informiert.

Und eins kann ich ja schon mal verraten: Ich fliege jetzt nicht von Melbourne zurück sondern von Fiji aus…

Als ich mich umsah, bemerkte ich, dass sich plötzlich niemand mehr hinter mir befindet, alle waren schon an mir vorbeigezogen – ich war wohl etwas zu sehr in meinen Gedanken versunken...

Deshalb sollte ich mich mal schnell darum kümmern, mein Gepäck abzuholen…

Also habe ich meine Gedanken für einen kurzen Moment zur Seite geschoben und mich in die Menschenmasse vor mir eingegliedert mit folgendem Ziel: 

Mein erstes großes Abenteuer - ABENTEUER AUSLANDSSEMESTER 

Mein Gepäck abgeholt, wurde ich von dem Pick-Up Service meiner australischen Universität eingesammelt und habe gleich Bekanntschaft mit einigen anderen Austauschstudenten machen können.

Nun sitze ich im Bus, der mich zu meinem Hostel in Melbourne bringen soll –von Deutschland aus hatte ich mir für die erste Woche das Discovery Hostel (http://www.discoverymelbourne.com/deutsch/) reserviert.Sehr zentral gelegen und auch sonst ziemlich in Ordnung.

Für die ersten Nächte sollte man im voraus eine Unterkunft buchen, aber was die Wohnungssuche angeht gilt ansonsten eigentlich am besten vor Ort suchen (Man findet am besten was unter www.gumtree.com.au oder bei www.flatmates.com.au , über die Uni in Australien oder einfach mal in einige Facebookgruppem rein schreiben).

Die besten Gegenden, die eben zentral sind, sind CBD, Brunswick, Fitzroy, Collingwood, Richmond....

Eeenndlich liege ich im Bett… mit mir im Zimmer noch sieben andere Mädels… Ich liege so da und gehe im Kopf durch was morgen alles ansteht. Morgen habe ich mir noch einen Tag als „Puffer” eingebaut, um mich in Ruhe zu informieren wie ich zum Beispiel zur Uni komme etc, bevor es dann übermorgen mit der Orientierungswoche an der Uni losgeht.

Doch trotz Jetlag, merke ich wie meine Augen immer schwerer werden je mehr ich nachdenke und mir Gedanken mache was alles ansteht…

Mit der Myki-Card in der Hand machte ich mich am nächsten Morgen auf den Weg zur Uni - ich wollte mal den Weg abfahren und mich etwas auf dem Campus umschauen. An der Swinburne angekommen, war ich sehr positiv überrascht - in Deutschland habe ich keine Campusuni kenne daher so ein Campusleben nicht, weshalb mich der Campus der Uni sehr beeindruckt hat. Überall neben den Unigebäuden kleine Cafés und Schnellrestaurants, ein Bookshop, eine echt großzügige Library, viele Stühle und Bänke, die draußen aufgestellt sind etc - und alles sieht so sauber und gepflegt aus.

Campuslife

Im Study Abroad Office fand ich dann jemanden, der einige meiner Fragen beantwortet hat, wie zum Beispiel wo ich am besten nach Wohnungen schauen kann, ob ich mich schon für alle Kurse richtig immatrikuliert habe, ob die Myki-Card, die ich vor einigen Stunden an dem Schalter in der Melbourne Central Station erworben habe, die richtige ist und/ oder ob ich Studentenrabatt bekomme auf die Transportkosten und und und…

Ich war so erleichtert wie offen man alles erfragen konnte und es kamen auch immer mehr Austauschstudenten rein, die sich dazu setzten, um zuzuhören oder auch Fragen zu stellen. Gemeinsam mit einigen anderen Austauschstudenten machten wir uns danach auf, um uns unsere Studendcards anlegen zu lassen.

Und dann war es da wieder: keine Angst mehr, sondern das Gefühl von „alles wird gut - du hast die richtige Uni ausgewählt, du kannst Dich auf die Zeit hier freuen” 

So richtig viel wusste ich bis dato nicht von der Swinburne. Ich habe mir das Universiätskurzprofil angeschaut und etwas gegoogelt und mich dann einfach dort beworben.

Aber nachdem ich die Ausstattung in der 24h geöffneten Bücherei (in der man sich Ladekabel, Laptops etc leihen und Essen/Trinken mitnehmen kann, in der immer personal zur Stelle ist und es viel Auswahl an Büchern gibt), den großzügigen, aber dennoch sehr familiär wirkenden Außenbereich, die Gemeinschaftsarea mit kleiner Küche und die Räume mit Beamern etc angeschaut habe, wurde mir nur nochmal klarer, dass ich eine gute Entscheidung getroffen habe.

Ein weiterer Grund warum ich mich für die Swinburne entschied war, dass die Studiengebühren im Vergleich zu manch anderen Universitäten in Australien geringer waren - außerdem wollte ich von Anfang an nach Melbourne, weil ich schon immer selbst testen wollte, ob es tatsächlich den Titel „most liveable city in the world” verdient hat.

Die Kursangebote waren relativ großzügig. Ich studiere Jura und war total beeindruckt wie vielfältig die Kursangebote waren - von ganz „normalem” Vertragsrecht bis hin zu Human Rights und Intellectual Property Law. Am ersten Tag der Orientierungswoche wurde nicht nur die Uni, sondern auch einige Clubs und Vereine, denen man beitreten konnte vorgestellt - sowohl in Form einer Messe vor dem Hörsaal als auch nochmal bei der Begrüßung selbst.Von Cheerleading bis Frisbee und einem Gamer-Club war alles dabei….

Ich habe mich dann vorerst nur bei den Swinmates eingetragen. Diese Gruppe veranstaltet im Laufe des Auslandsstudiums einige Ausflüge rund um Melbourne, BBQs und sie kümmern sich neben den Study-Abroad-Zuständigen um die Belange der Austauschschüler und wollen einem eine gute Zeit verschaffen…

Und schon in der ersten Woche wurde viel angeboten: Von einem Race around Melbourne bis hin zu einem Besuch der Healesville Sanctuary...

… ich saß also in dem Hörsaal und hab schon schnell die ersten Unterschiede zu meiner deutschen Uni feststellen können. Professoren werden mit Vornamen angesprochen, zudem wird eine gewisse interaktive Beteiligung von dir während den Vorlesungen verlangt und auch sonst hat alles eher einen sehr entspannten Eindruck vermittelt…

So eine typisch australische „layed back” Einstellung eben….

Ich gestehe jedoch, dass der Workload an der Uni mit meinen drei Kursen á 3 Stunden in der Woche (2h Vorlesung und je 1h Tutorial) mehr war als gedacht… Wenn man gute Noten haben wollte, musste man sich schon auch mal auf den Hosenboden setzen und was dafür tun… Denn hier in Australien trägt jede erbrachte Leistung zu der Endnote bei - anders als es an meiner Universität in Deutschland ist.

In meinen Kursen habe ich je zwei Klausuren geschrieben … aber es kommt da auch sehr auf dein Studienfach und deine Kurse an, je nachdem hat man in einigen Kursen eher Einzelarbeit und in anderen viel mehr Gruppenarbeiten oder schreibt in den einen mehr Klausuren und in anderen wiederum hat man mehr Abgaben oder Hausarbeiten vorzubereiten. Wenn ich so drüber nachdenke und meine Studienzeit Revue passieren lasse, dann muss ich sagen, dass ich mehr als zufrieden bin mit der Wahl meiner australischen Uni.

Ein familiäres Klima beschreibt die Uni ganz gut wie ich finde, weil die Uni nicht zu groß, aber zugleich auch nicht zu klein ist, nette und hilfsbereite Dozenten unterrichten einen, auf dem Campus herrscht eine schöne Atmosphäre und es gab zudem oft Specials, wo auf dem Campus gratis Essen, Massagen oder Aktivitäten angeboten wurden. Auch war die Uni (Hawthorn Campus) sehr gut gelegen und vom Zentrum (CBD) gut zu erreichen (ca. 10-15min mit der Train vom Melbourne Central aus).

Vier Monate später -Endspurt- sitze ich in einer Rooftop Bar (Naked for Satan) mit einem schönen Blick über das Melbourner Viertel „Brunswick/Fitzroy“ und frage mich, ob Melbourne denn nun den Titel „Most liveable City in the world” verdient hat und blicke auf all die Erlebnisse zurück...

Und dann erwische ich mich wie ich ganz zufrieden lächle und mich umschaue und weiß: Die Frage MUSS mit einem klaren Ja beantwortet werden!

Ich habe noch nie zuvor eine Stadt kennengelernt, die so viel zu bieten hat und so vielseitig ist wie Melbourne - Ich wette, jeder würde dort eine Gegend finden, in der er/sie sich komplett wohl fühlen würde.

Am beeindruckendsten fand ich die enorm auffällige Multikulturalität, den coolen Lifestyle mit all den Rooftop Bars, Clubs, Restaurants, Straßenmusikern etc … die Tatsache, dass man dort überall guten Kaffee bekommen hat (vor allem in den kleinen Laneways) und echt viel sowohl in Melbourne als auch in der Umgebung erkunden konnte. Viele Museen, Shops, Sehenswürdigkeiten (wie zum Beispiel die Flinders Street Station oder der Shrine of Rememberance mit Skyline Blick), der Queen-Victoria-Market und die kleinen Graffiti Gassen machen Melbourne mit aus und so einzigartig!

Natürlich ist ein riesen Plus, dass Melbourne eine Stadt ist, die auch am Meer liegt (St Kilda Beach oder der Brighton Beach sind echt tolle Strände) - gegen Abend, nach dem Sonnenuntergang, kann man am St.Kilda Beach sogar kleine Zwergpinguine beobachten und ist denen sogar ganz nah…

Neben dem Studium habe ich zudem bei der Catering Firma „Epicure“ im Melbourne Cricket Ground gearbeitet und konnte so auch „live“ bei den Grand Finals im Stadion oder beim Melbourne Cup dabei sein!! Übrigens auch eine tolle Gelegenheit richtige Australier kennenzulernen und sich Insider-Tipps verraten zu lassen 

Aber hier mal eine kleine Auflistung von all den Sachen, die ich in Melbourne so gemacht habe - von Sightseeing bis hin zu Partylocations und Restaurants - alle höchstpersönlich getestet und für gut empfunden - sonst wären die jetzt ja nicht auf dieser Liste:

Sightseeing Melbourne:

Flinders Street - Railway Station 

Federation Square 

State Library of Victoria

Eureka Tower - Skydeck 88 and Edge Box

CBD (Swanston Street; Elizabeth Street…)

Queen Victoria Market 

Southbank

Hosier Lane

Hardware Lane

Degrave Street (Coffee!!!)

Melbourne Central Station (Big Shopping Centre)

ChinaTown

Healesville Sanctuary; Yarra Valley; Choclaterie Yarra Walley 

Footy Game (AFL)

Etihad Stadium

Immigration Museum

CityCircle Tram

Dandenong 

Docklands (Firework)

Royal Botanic Gardens 

Shrine of Remembrance (Skyline view!)

Melbourne Cricket Ground

St. Kilda Beach (Penguins)/ Port Melbourne/South Melbourne Beach/ Brighton Beach 

Great Ocean Road /Grampions/ Wilsons Prom

Crown Casino 

Luna Park St. Kilda

Melbourne Museum 

Party: Cookie, Section A, Spice Market, Brunswick Street, Rooftopbars Fitzroy/Brunswick, Cushion, CQ, Little Miss Collins, Lion

Restaurants: B.East, Crinti, Schnitz, Lentils as anythig , Papa Gino, ColdRock Brauhaus, Tall Timber, Harajuki Crepes, Schnitz, PitaPit, Nandos, MaxBrenner, The Napier, Oriental Spoon, Breakfast Thieves, Beachcomber, Coldrock, Spudbar, Sushisushi, NewYorkMinute, Movida, 400 Degrees,

Bars: ABC, Naked for Satan, NevermindBar (close to the Uni), Hawthorn Hotel, Ponyfish Island, Little Creatures, Black Cat, Section 8, BrunswickStreet & Fitzroy Bartour, Hooks, Carlton Hotel, Abrey

...ich sollte euch nicht verschweigen wiieeee gut und viel man in Melbourne essen kann! Von einem ausgiebigen Brunch bis hin zu den Queen-Victoria Nightmarkets und den guten Restaurants, Burgerläden etc., an jeder Ecke findet sich irgendetwas Neues. Ach ja.... lass Dir bloß keine TimTams entgehen- die besten Schokoriegel ;)

Ich denke, erst, wenn man wirklich mal in Melbourne für einige Zeit gelebt hat und in diese besondere Atmosphäre der Stadt eingetaucht ist, kann man Melbourne diesen Titel nicht mehr absprechen!!!!

Aber auch die Umgebung hat wie gesagt unheimlich viel zu bieten. Ausflüge zum Wilsons Promontory, Phillip Island oder zu dem Grampions National Park und die Great Ocean Road sind nicht wegzudenken. Solche kann man problemlos an Wochenenden während der Studienzeit einbauen und so auch zwischendurch schon Einiges sehen und dem Aussie Way of Life und den einheimischen Tieren nahe kommen! Die Planung erfordert nicht viel Aufwand und man kann sich ganz einfach selbst mit einer Gruppe oder einigen Personen ein Auto und Unterkünfte mieten und einfach losfahren und Spaß haben!

Über die Mid-Semester Breaks bin ich mit einer anderen Austauschstudentin für 10 Tage nach Neuseeland geflogen und wir haben einen Roadtrip gemacht und zusammenn die Südinsel erkundet. Wenn ich jetzt schon wieder an Orten wie den Lake Talapo, Queenstown oder Milford Sound denke, dann weiß ich, dass es die beste Idee war diesen Trip zu machen. So eine wundervolle Landschaft!!!

Aber auch nach dem Studium - Ende November - ging es nochmal auf Tour. Mit den Leuten, die man beim Studium kennengelernt hat, hat man Pläne geschmiedet, um zusammen Australien zu erkunden…Manchmal hat man vergessen wie riesig dieses Land eigentlich ist und wie viel es zu sehen gibt.

Wir haben uns dafür entschieden Tasmanien und die Ostküste zusammen zu bereisen. Nachdem wir eine Woche mit einem Auto Tasmanien erkundet haben, sind wir von Melbourne hoch nach Cairns geflogen und von dort aus Stück für Stück mit dem Greyhound Hop-on Hop-Off Bus-Ticket runter Richtung Sydney/Melbourne gereist...

Unsere Reiseroute/Stops sahen wie folgt aus:

Cairns (Great Barrier Reef Tauchen und Schnorcheln) -> Port Douglas -> Cape Tribulation (Regenwald) -> Cairns -> Mission Beach (Skydive) -> Townsville -> Magnetic Island -> Townsville -> Airlie Beach -> Whitsunday’s Sailing Trip (Whitehaven Beach und mit Schildkröten Schwimmen) -> Airlie Beach ->Agnes Water/ 1770 (Surfing) -> Rainbow Beach -> Fraser Island (Dingo’s Camping Tour) -> Rainbow Beach -> Noosa -> Brisbane -> Surfers paradise > Byron Bay -> Sydney 

Für die Ostküste haben wir zwei Monate eingeplant, weil wir alles sehr entspannt machen wollten, aber ich würde sagen so drei bis vier Wochen wären eine gute Zeitspanne.

Gerade befinde ich mich im Greyhoundbus, mit dem ich hier die Ostküste Australiens bereise, mein Auslandssemester schon erfolgreich abgeschlossen…. Ich sitze hier ziemlich melancholisch und denke an die Anfangszeit zurück… der scheinbar große Haufen an Erledigungen die auf meiner To-Do Liste standen, der ganze Papierkram, die Bewerbung an der Uni und die Auswahl der richtigen Organisation, Flüge buchen, das Packen, die Wohnungssuche in Melbourne, das Einfinden und Einleben an der Swinburne University in Melbourne bis hin zur Reiseplanung…. Im Endeffekt hat alles geklappt und war HERVORRAGEND und UNVERGESSLICH!

Ich habe wirklich ungelogen jeden einzelnen Moment genossen und ich glaube zum ersten Mal in meinem Leben so richtig im Hier und Jetzt gelebt zu haben. Ich habe gelernt offen und ohne Vorurteile an Sachen und Menschen ranzugehen, mich auf neue Situationen einzulassen und auch aus schwierigen Phasen oder Angelegenheiten das Beste zu machen.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich mich auch in Zukunft mit einem gewissen Selbstvertrauen an scheinbar größere Aufgaben herantraue und diese nicht als Problem, sondern als Herausforderung ansehen werde. Es dauert nicht mehr allzu lange, bis ich wieder da stehen werde und sich die Türen hinter mir schließen werden, nicht mehr lange bis ich erneut aus dem Flugzeug steigen werde.

Diesmal mit dem Zielort: Heimat!

Und wieder wird es einen Wechsel der Temperaturen geben, einen Jetlag und wieder muss ich mir vorstellen, dass dieser Ort (wieder) mein zu Hause werden soll, wieder werde ich mich neu einleben müssen. Aber dieses Mal mache ich mir nicht so viele Gedanken darüber, was jetzt alles anders werden wird und habe keine Angst mehr vor dem was bevorsteht.

Ich lasse es einfach auf mich zukommen mit der altbekannten „No worries” – Einstellung, die ich hier aus Downunder mitnehme! Ich trage diese Zeit und all die damit einhergehenden Erfahrungen und Erlebnisse ab jetzt für immer in meinem Herzen - und das ist der Grund, warum ich jetzt sagen kann ich hatte nicht nur für 6 Monate ein zweites zu Hause, sondern für alle Ewigkeit.

Und eins noch: Wir sehen uns wieder OZ!!!

Solltest Du beim Lesen meines Berichts noch Fragen übrighaben oder würdest gerne noch einige Geheimtipps abholen, dann kannst Du Dich gerne jederzeit bei mir melden. Ich bin mehr als froh, wenn ich meine Erfahrungen und Tipps mit Dir teilen kann und vielleicht auch ein bisschen dazu beitragen kann, dass du eine mindestens genau so schöne Zeit wie ich in Downunder hast!

Hier mal meine Mailadresse für den Fall der Fälle: ailin_mehravar[at]hotmail.de

Lass Dir noch eins gesagt haben: Nutze die Chance ins Ausland zu gehen und hole aus allem das Bestmögliche heraus. So eine Auslandserfahrung ist in jeglicher Form eine Bereicherung für Dein Leben - egal ob für deine persönliche Entwicklung, dein Studium oder später in deinem Berufsleben!

Also denke an die 3 C’s: You must make a choice to take a chance or your life will never change


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