Ein Abenteuer, an das man sich auch noch viele Jahrzehnte später erinnern wird

Sebastian Rasch | Westfälische Hochschule


Wo
The University of Technology Sydney

Zeitraum
2016 - 2017

Was
International Management

Studienprogramm
Auslandssemester

Förderung
IRH Förderprogramm

31.12.2016

Eine spannende Zeit mit Freunden aus aller Welt

"In 10 min geht’s los", höre ich noch immer meine Mutter rufen. Ab ins Auto und schnell nach Düsseldorf zum Flughafen. Keine Zeit für lange Worte, eine schnelle Verabschiedung und ab ins Flugzeug. Abgehoben bin ich an diesem warmen Sommertag jedoch nicht mehr, denn das rechte Triebwerk qualmte. Alle Mann wieder raus und warten auf eine Benachrichtigung. „Heute wird es nichts mehr“, hieß es dann von der Airline. Also wurde umgebucht und am nächsten Tag ging es nochmal zum Flughafen. Müde ging es los nach Abu Dhabi und dann endlich weiter Richtung Down Under in ein lang ersehntes Abenteuer. 

Durch das Ertönen des Anschnallsignals wachte ich im Flugzeug auf und schaute verschlafen aus dem Fenster rechts neben mir. Dort erblickte ich im Schatten des Sonnenaufganges das berühmte Opernhaus und die Sydney Harbor Bridge. Die ersten Bilder meines neuen Abenteuers entstanden und so landete ich an einem lauwarmen Dienstagabend in meinem neuen Zuhause Sydney! 

Ich war aufgeregt und der Plan stand! Ab zum Kofferband und los mit dem Shuttle zum Yura Housing, einer der vier Studentenunterkünfte meiner zukünftigen „Bildungsstätte“, die University of Technology Sydney. 

Ankunft

So leicht war es jedoch dann leider nicht. Meine Koffer waren dank der vielen Umbuchungen nicht zu finden! Auf Nachfrage waren die Koffer irgendwo in Indonesien verschollen, obwohl ich noch nie in Indonesien war oder darüber geflogen bin. Daher ging die Reise erstmal ohne mein Equipment los. Nach 20 min Fahrt mit dem kostenlosen Universitäts Shuttle und weiteren 10 min des Suchens war die Rezeption der Studentenunterkunft gefunden. Erste Kontakte wurden im Bus und bei der Ankunft der Unterkunft geknüpft und man verabredete sich zum gemeinsamen "einkaufen". Denn schließlich fehlte mir mein gesamtes Gepäck und zusätzlich brauchte man eine Grundausstattung von Decken, Kissen, Bezügen und Nahrung etc. 

Mit der neuen Zimmerkarte ging es aber erstmal in den Aufzug und die Zimmernummer 2007 verriet das ich ganz oben im 20. Stockwerk wohnen würde. Nur die später so geliebte Dachterrasse war über mir und meinem Appartement. 

Mein Appartement war eine 2 Share Unit und hatte eine große Wohnküche und einen grandiosen Blick über ganz Downtown Sydney. Mein eigenes Zimmer war gemütlich und mein neuer Mitbewohner aus Rumänien sollte sich noch als unterhaltsamer Chaot herausstellen. Wunderbar, hier lässt es sich für die nächsten 6 Monate leben!  Ein paar Tage später fand schon die Einführungswoche statt. Es gab eine riesige Begrüßung mit vielfältigen Catering, einem Unterhaltungsprogramm, von dem sich die deutschen Universitäten eine Scheibe abschneiden sollten, und diverse Events zur Vorstellung der verschiedenen Clubs der UTS um sich besser kennenzulernen und auszutauschen. 

Ich war von dem Angebot der Freizeitaktivitäten überrascht und schloss mich dem UTS Squash und dem UTS Rowing Club an. Wie sich im Laufe des Semesters herausstellen sollte war dies keine schlechte Wahl. Denn die UTS besaß ein neues Ruderhaus direkt am Wasser und man fing an bei strahlendem Sonnenschein sich an die wackeligen Karbon Kajaks zu gewöhnen um die Balance zu finden um trocken durchs Wasser zu gleiten. 

In der Einführungswoche wurden auch die Fachbereiche und zu besuchenden Kurse vorgestellt. Es gab die ganze Woche über ein interessantes Programm mit wertvollen Tipps zum Leben und studieren an der UTS und in Australien. Da Australien auch bekanntlich nicht das günstigste Land zum Leben ist, empfiehlt sich ein Besuch der Job & Career Events der UTS. Es ist nicht nur wichtig sich zu vernetzten, sondern sicherlich auch für den einen oder anderen interessant ein geregeltes Einkommen während des Studiums zu haben, um sich das Semester oder auch Urlaube und Ausflüge sorgenfrei leisten zu können. Auch ich entschied mich nach einem Job umzuschauen und durch meine Leidenschaft und Interesse an Technik bin ich durchs Vernetzen an Apple Australia geraten. Das erste Job Interview, als auch das zweite Interview überstand ich trotz fehlender Technik und Fachvokabel Kenntnisse. Alles das war also gar kein Problem, 3 Wochen später wurde ich geschult und durfte später schließlich den dreistöckigen und dann so geliebten Apple Store Sydney meinen Arbeitsplatz nennen. Als Technical Specialist konnte ich so in die Australische Kultur und Arbeitswelt eintauchen und einen geregelten Alltag entwickeln. Allein diese Erfahrung und das Wissen für so ein großartiges Unternehmen in Australien gearbeitet zu haben hat mich in meiner Entscheidung bestärkt, dass ich alles richtig gemacht habe. 

Aber nicht nur die UTS Events, sondern auch die durchs UTS Housing organisierten Unternehmungen und Ausflüge durch Sydney, nach Bondi Beach oder in die nahen National Parks waren super zum verknüpfen und Freundschaften bilden. Ein Grund warum ich jedem zukünftigen Studenten auch die Unterkunft der Uni empfehlen würde. 

Ein weiterer Grund ist definitiv die riesige und einmalige Dachterrasse unseres Housings auf der man einen Blick über die ganze Stadt hat. Jeden Abend haben sich gefühlt 500 Studenten des Housings dort oben zum fröhlichen zusammen sitzen und trinken des in Australien berühmten Goons (billiger Wein) getroffen. Das Ganze passierte unter dem warmen Sternenhimmel von New South Wales mit einer der schönsten Aussichten von Inner Sydney. Auch in den ersten Wochen des Studiums sollte dies nicht anders sein und so hatte man schnell seinen festen Freundeskreis aus der ganzen Welt gefunden. 

Bei schlechtem Wetter (was zum Glück nur sehr selten vorkam) gab es immer noch ein Kino, Billard Tische, Tischtennis, TV und einen Musikraum etc. auf einem anderen Level der Unterkunft um seinen Abend effektiv zu nutzen.

Universitätsleben

Wie ich feststellen sollte unterscheidet sich das Universitätsleben doch stark von dem deutschen Universitätsleben. Damit ist weniger das Studentenleben nach der Uni gemeint, sondern hauptsächlich das System selber. Während ich in Deutschland hauptsächlich eine Klausur am Ende des Semesters schreiben musste, wird man hier im Studium mehr integriert. Bereits nach 3 Wochen stand das erste Individual Assignment an, welches meistens einen Essay Plan mit Thesen und Argumenten zur Strukturierung des Haupt Essays voraussetzte. Im Durchschnitt sollte man dafür 1600 Wörter schreiben und es war 20% der Gesamtnote wert. Gefolgt davon gab es eine oder zwei Wochen später eine Gruppenarbeit von 10.000 Wörtern, die auch nochmal 20% der Gesamtnote ausmachten. Nachdem die Gruppenarbeit in Form eines Reportes, Scenarios oder Vortrages bezogen auf die Unterrichtsthemen mit der Anwendung der erlernten Methoden abgeliefert war, gab es ein Individual Assignment und Final Exam am Ende des Semesters um die restlichen 100% erreichen zu können.  

Vorteil davon ist sicherlich, dass man die Prüfungen nicht einzeln bestehen muss, sondern die erforderlichen Prozente über das ganze Semester sammeln kann und den Kurs selber dann mit 50% schon bestanden hat. 

Nachdem das Semester im August angefangen hatte, war es dann auch schon im November wieder vorbei und man hatte endlich Zeit zum Reisen. Natürlich hat man trotzdem den Springbreak und die langen Wochenenden zwischendurch schon genutzt um Land und Leute näher kennenzulernen. 

Reisen

Im Springbreak ging es die Küste hoch in den Norden nach Cairns, denn während in Sydney zu dieser Zeit noch angenehme 20 Grad herrschten waren es in Cairns bereits über 30 Grad, was natürlich der geringeren Entfernung zum Äquator geschuldet ist. 

In Cairns wurde ein Auto gemietet und mit 5 Freunden ging es dann hoch in den Regenwald. Der älteste Regenwald der Welt hat die ein oder andere Überraschung bereitgehalten und hat dadurch auch unsere Reise einmalig gemacht. Denn auch wenn sich Regenwald erstmal nur nach langweiliger Vegetation und ein paar Tieren anhört, so bietet dieser wesentlich mehr. Zum Beispiel den Wasserfall aus der Herbal Essentials Werbung oder viele Wasserfälle die durch die Auswaschung in den Jahren zu einer Art Wildwasser Rutsche geworden sind. So konnte man sich abkühlen und der Regenwald wurde gleichzeitig zum Abenteuer Spielplatz für alle „echten“ Kerle und manche „mutige“ Mädels. Alle diese Momente haben wir natürlich mit der GoPro festgehalten, denn wann rutscht man schon mal von Plato zu Plato und kann dazwischen in großen versteckten Vulkankratern oder Bachbecken schwimmen?

Nachdem wir den Regenwald hinter uns gelassen haben ging es zwei Tage später von Cairns aus wieder auf Abenteuerfahrt. Diesmal mit einem Katamaran ans Great Barrier Reef. Hier ist der Mehrpreis für einen Katamaran eindeutig zu empfehlen, da man schon mit diesem vier Stunden unterwegs ist und er deutlich schneller ist als die ganzen anderen Touristen Dampfer. Daher hatten wir einen langen und vor allem kompletten Tag am Great Barrier Reef mit zwei Tauchgängen oder Schnorchel Gängen.

Zwischendurch gab es Essen und man konnte sich an Deck sonnen. Da es aber ein einmaliges Erlebnis ist entschied ich mich natürlich den halben Tag im Wasser zu verbringen und wurde auch nicht enttäuscht. Neben traumhaft schönen Korallen, eine bunte Vielfalt an Fischen, war mein persönliches Highlight der Kontakt mit einem wilden Hai. Er war zwar „nur“ ca. 1,50 Meter groß und der Kontakt ging für uns beide unbeschadet aus, aber es ist doch durchaus ein spannendes Erlebnis. 

Aber es war es wert, denn dank der GoPro schoss ich das Selfie des Urlaubs! Zurück an Board wollte mir meine Sichtung natürlich keiner glauben, bis ich das Bild auf meiner GoPro finden konnte. (Wer eine Action Cam in Australien hat, ist klar im Vorteil ;)) 

Vor der nächsten Reise hieß es dann erstmal wieder zurück und für die Uni „büffeln“. 

Aber auch hier keine Angst, das Niveau deutscher Unis ist wesentlich höher! Es gibt auch als Austauschstudent die Möglichkeit einer Unterstützung und Bonus Zeit zur Ausarbeitung bei Examen, die ich jedoch persönlich nicht benutzt und gebraucht habe. 

Nachdem alle Assignments abgeliefert waren und ich auf der Arbeit (Arbeiten im Paradies ist nicht anders als zuhause) frei bekommen habe, ging es nochmal für eine Woche vor dem Final Examen zur Erholung auf einen kleinen Road Trip. 

Schnell wurde für 30 Dollar ein Flug von Sydney nach Brisbane gebucht und ein Wohnmobil für 1 Dollar pro Tag gemietet. Los konnte es gehen! Und ja, Wohnmobile für 1 Dollar am Tag sind kein Witz. Coseat.com heißt das Zauberwort und wir saßen nach einer kurzen Taxifahrt in einem neuen Mercedes Sprinter Wohnmobil, welches erst 26 km auf dem Tacho hatte. Damit ging es dann nach der eintägigen Erkundung von Brisbane die Küste runter Richtung Sydney. Aber vorher wurde natürlich standesgemäß mit dem Benz an der Gold Coast gestoppt. Eine interessante Stadt mit einem unheimlich schönen Strand und einer Miami ähnlichen Skyline. 

Die Schiebetür unseres Sprinters wurde aufgemacht und dann ging es mit unseren Boards schon in die Wellen. Zu empfehlen ist jedoch ein Parkticket für 5 Dollar zu ziehen, da man ansonsten für eine Stunde parken einen 95 Dollar Strafzettel an der Scheibe kleben hat. Das alles konnte uns jedoch nicht von den restlichen Tagen vom Surfen abhalten. Von der Gold Coast ging es dann direkt nach Baron Bay. Einem kleinen verschlafenen Surfer Städtchen mit dem typischen Australischen Kleinstadt Charme. Das Wohnmobil wurde am Strand geparkt und aufgewacht ist man durch das Rauschen der Wellen und den Blick aufs Meer. Geduscht wurde schnell und natürlich „schwarz“ auf dem Campingplatz ein paar Meter weiter. Frisch, fromm, fröhlich und frei ging es weiter die Küste runter bis man nach ein paar Tagen wieder in Sydney landete. Die Stadt, welche man in den bis dato vergangenen 3 Monaten doch so zu lieben gelernt hat. 

Leben in Sydney

Die Universität und mein Apartment waren nur ein Kilometer vom berühmten Darling Harbour entfernt, an dem man abends ins größte Kino der Welt gehen kann oder einfach nur über die Promenade schlendern kann um die wahre Schönheit der Stadt bei Nacht zu genießen. 

Tagsüber konnte man am Darling Harbour vorbei die 3 Km zum Opern Haus joggen um anschließend am nebenan gelegenen Botanischen Garten zu entspannen und die Aussicht auf den größten Naturhafen der Welt, das Opern House, die Harbour Bridge und gleichzeitig die Skyline Sydneys zu genießen. 

Alles das im warmen Sonnenschein und bei milden Klima im November, während in Deutschland alle dick eingepackt dem Winter gegenüberstehen. Aber auch Bondi Beach oder Coogee Beach waren nur 20 min mit dem Bus entfernt und wurden zu meinen Lieblings Zielen um abzuschalten und mich mit meinem hier erworbenen Surfbrett in die Wellen zu stürzen! Vor allem wenn man den ganzen Tag gearbeitet hat, gibt es nichts Schöneres, als den Abend auf dem Brett während des Sonnenunterganges zwischen Delfinen und einer frischen Prise ausklingen zu lassen. Die Strände sind einfach ein Traum und unvorstellbar für Leute die sie noch nicht gesehen haben! 

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich was Lebensqualität ist und beschloss nicht mehr weg zu wollen. Vielleicht aber auch weil ich realisiert habe das 6 Monate nicht reichen um ganz Australien und dessen einmalige Natur zu sehen. Es war erst ein kleiner Teil, den ich entdecken durfte, und Neuseeland wartete schon direkt nebenan um erkundet zu werden. Denn wer wollte nicht schon mal nach Hobbiton wenn er die Möglichkeit hat.

Daher entschloss ich mich ein weiteres Semester diesen Traum zu leben um einfach mal mit der Fähre nach Manley fahren zu können, in den Blue Mountains wandern können oder in den schönen und bekannten Figure Eight Pools schwimmen zu gehen. Aber genauso standen noch die Erkundung von Melbourne, Perth, der Great Ocean Road und Uluru auf meiner to do Liste. Bevor diese Ziele nicht bereist wurden, werde ich Australien auch nicht verlassen!  

Und das war noch längst nicht alles, Weihnachten bei 35 Grad und Silvester in einer der großartigsten Städte der Welt stehen schon vor der Tür. Was für ein Gefühl an Heilig Abend am Strand zu liegen und an die vielen Verwandten und Freunde zu denken, die zuhause um einen Weihnachtsbaum herumsitzen. Dieses Weihnachtsgefühl kommt hier maximal durch die ganzen Zipfelmützen am Strand auf, aber auch dies gehört zu einem Erlebnis auf einem anderen Kontinent und einer anderen Kultur. Silvester hingegen wird mit einer der größten Feuerwerke der Welt vor allen anderen Ländern der Erde gefeiert, was ich kaum erwarten kann!

Organisation

Dies alles hätte ich nicht erlebt und könnte ich nicht weiter erleben, wenn in meinem Studiengang in Deutschland das Auslandsemester nicht Teil meines Studiums gewesen wäre. Die Länderwahl hingegen war frei, aber da der Winter in Europa vor der Tür stand und Sonne und traumhafte Strände noch niemanden geschadet haben, fiel die Wahl damals natürlich schnell auf Australien (Was die beste Entscheidung war die ich treffen konnte). Ohne das Pflichtsemester wäre ich allerdings selber nie auf die Idee gekommen ein Auslandsemester zu absolvieren und hätte diese unbeschreibliche Zeit mit den vielen grandiosen Momenten in Australien dann auch nie erlebt (Schließlich gefällt es mir so gut, dass ich freiwillig 6 Monate länger die Uni besuchen möchte).

Bei der Umsetzung ist aber auch der richtige Partner ein wichtiger Bestandteil des Auslandsemesters, denn ohne kompetente Unterstützung und Hilfe ist die Organisation eines Auslandsesters kompliziert, zeitaufwendig und stressig. Vor Ort haben Kommilitonen natürlich auch von ihren Komplikationen und Herausforderungen mit ihren Organisationen oder der eigenständigen Organisation berichtet. Ich hingegen konnte mich glücklich schätzen das bei mir alles einfach, stressfrei und unkompliziert abgelaufen ist.

Ich hatte mich auf die Empfehlung meiner Heimat Universität verlassen, da schließlich jedes Jahr etliche Studenten meines Studienganges ins Ausland gehen und das International Office auch dementsprechend Erfahrung mit den jeweiligen Organisationen hat. Daher fiel meine Wahl damals schnell auf das Institut Ranke Heinemann, welche ich bis zum heutigen Tage auch nicht bereut habe (Ein netter Nebeneffekt ist das es finanzielle Unterstützung durch ein Förderprogramm gibt). Neben der informativen Homepage und den klaren Strukturen hatte man sofort einen persönlichen Ansprechpartner, welcher mich bis zum heutigen Tage (zum Beispiel aktuell zur Verlängerung um ein weiteres Semester) kostenlos unterstützt. Aber auch das spontane Wechseln der Kurse an der UTS vor Ort wurde für mich organisiert, sodass ich die Zeit zum Leute kennenlernen und erkunden der Stadt nutzen konnte. 

Hier muss ich einen großen Dank an meine Ansprechpartnerin Natalie Stellmacher aussprechen, die sich von Anfang an stets allen meinen Fragen via Telefon oder Email gestellt hat und sich immer die Zeit genommen hat diese ausführlich und/oder schnellstens via Email zu beantworten!

Es gab am Anfang einen klaren Ablaufplan und es wurden Schritt für Schritt die erforderlichen Dokumente mit den entsprechenden Erklärungen mir via Email zugesandt, welche ich in der Regel nur ausfüllen und unterschreiben musste. Diese wurden an meine Ansprechpartnerin zurückgesandt und ein paar Wochen später wurden mir schon Studienplätze an meinen zwei favorisierten Universitäten angeboten. 

Nur die Wahl der Universität musste ich dann noch selber treffen, welche mir aber aufgrund des wirklich guten Standortes der UTS sehr leicht fiel. Mit Zusenden der schriftlichen Zusage konnte ich mich an die Umsetzung machen. Dank einer Kooperation des Institut Ranke Heinemann mit einer Travel Agency konnte ich über meinen Ansprechpartner einen günstigen Flug ergattern und mit dem Bafög Antrag beginnen. Auch beim Studentenwohnheim und beim Auslands Bafög Antrag wurde ich unterstützt, jedoch sollte mein Auslands Bafögs Antrag leider später vom zuständigen Amt abgelehnt werden. Da ich dann kein Auslands Bafög bekommen habe, war das Förderprogramm des Institut Ranke Heimamman neben meinem Job in Australien umso mehr eine große Hilfe und hat mir erst das Reisen hier ermöglicht. Denn es gab 10 % der Studiengebühren durch das Förderprogramm zurück, was bei den australischen Studiengebühren definitiv ein großer Vorteil und ein außerordentlicher Benefit des Institut Ranke Heinemann ist.

Da auch die University of Technology Sydney sehr flexibel ist, war ein weiteres Semester auch kein Problem. Problemlos konnte ich neue Kurse wählen und meine Wohnung verlängern. Durch die Online Transparenz der UTS war eine schnelle Anerkennung der Noten an meiner Heimathochschule in Deutschland ebenfalls kein Problem, was mich in das nächste Semester beförderte. Benotungssysteme, Akkreditierung und Umrechnungsschlüssel der Noten waren einfach auf der Homepage zu finden und durch die entsprechenden Links und dem UTS Handbook mit allen wichtigen Informationen über die Kurse waren nur zwei Emails nötig um die Leistungen anerkannt zu bekommen und das neue Semester zu starten. 

Aber bevor das Semester und die damit verbundenen Verpflichtungen wieder anfangen, wurde die Studienbeihilfe des Förderzentrums sinnvoll genutzt um in der freien Zeit meinen Urlaub nach Neuseeland in die Tat umsetzen. Während ich gerade in Sydney auf meinem Flug nach Auckland warte um mich in ein neues Abenteuer zu stürzen realisiere ich erst richtig, wie schnell die Zeit verflogen ist und was man in der doch scheinbar kurzen Zeit alles erlebt hat. 

Es handelt sich um eine einmalige Erfahrung, die man nur einmal im Leben macht, denn nach dem Studium geht bekanntlich das Leben erst richtig los und hat einen fest im Griff. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur jedem mit auf den Weg geben, dass es nichts Spannenderes gibt als die Welt zu entdecken, wenn man es noch kann. 

Australien ist dafür ein großartiger Ort, denn was gibt es Spannenderes als mit anderen Studenten zusammen neben den Erfahrungen des Auslandsstudiums ein interessantes Land mit den schönsten Stränden der Welt zu entdecken. 

Es ist ein Abenteuer, an das man sich auch noch viele Jahrzehnte später zusammen mit Freunden aus der ganzen Welt erinnern wird. 

Cheers, 

Sebastian

 

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