Surfers Paradise ist ein Traum!

Stefan Jatschka | Student der Kommunikationswissenschaften


Wo
Griffith University

Zeitraum
2017

Was
Bachelor of Communication

Studienprogramm
Honours Year

Förderung
IRH Förderprogramm

31.07.2017

Eine unvergessliche Zeit

Mein Studienaufenhalt in Australien

‘We are all visitors to this time, this place. We are just passing through. Our purpose here is to observe, to learn, to grow, to love… and then we return home’ - Dieses australische Zitat fast meinen Aufenthalt Downunder ganz gut zusammen.

Ich habe mich im Dezember letzten Jahres sehr kurzfristig für ein Honours Studium an der Griffith University an der Gold Coast entschieden. Da Dezember schon sehr knapp an der Anmeldefrist gelegen ist, beschloss ich das Ranke-Heinemann Zentrum in Wien zu kontaktieren um herauszufinden ob ich mich noch für einen Märzstart im neuen Jahr bewerben kann. Tatsächlich konnte ich mich dank der schnellen und detail-orientierten Hilfe noch rechtzeitig bewerben. Nicht nur wurde ich vom Ranke-Heinemann Institut via zahlreiche Emails gut beraten, sondern auch mit der 10% Studienbeihilfe wurde mir mein Aufenthalt sehr erleichtert und gar erst ermöglicht und bin dafür sehr dankbar. 

Das Visum erhielt ich dann auch nach ca. 4 Wochen (online) und machte mich Anfang Februar auf den Weg nach Queensland. 

Das Leben Downunder

Ich entschied mich für die ersten zwei Wochen in einem Hostel in Surfers Paradise zu leben bis ich dort eine eigene Wohnung finden konnte. In der Zwischenzeit bewarb ich mich in der Stadt auch bei unzähligen Jobs wie Café’s, Restaurants und Beachshops.

Die Wohnungssuche in Australien ist ziemlich einfach. Ich erstellte ein Profil auf gumtree.com.au (ähnlich wie Craigslist in Amerika), gab meine Präferenzen ein und kontaktierte verschiedene Anbieter um die Wohnung in den nächsten Tagen zu besichtigen. Die Miete kann zwischen $150 – $325 pro Woche betragen. Ein bisschen teuer, aber eine einmalige Gelegenheit nahe am Strand zu wohnen und es macht sich wirklich bezahlt in eine große WG einzuziehen um etwas Geld an den Unterkunftskosten zu sparen und um neue Freundschaften mit internationalen Studenten zu schließen.

Ich fand schließlich eine tolle Wohnung im 19. Stock in einem der vielen Hochhäuser, die gleich am Strand liegen. Ich teilte die Wohnung mit einem Studentenpärchen aus Ungarn und Italien mit denen ich oft gemeinsam surfen ging.
Einige Wochen spaeter erhielt ich auch ein Jobangebot mit flexiblen Arbeitszeiten, was mir wichtig war, weil ich mich auf die Uni konzentieren wollte und mit meinem Studentenvisum nur 20 Stunden pro Wochen arbeiten darf.

Erst nach einem Monat wurde mir klar, dass ich keine bessere Lage hätte wählen können. Surfers Paradise ist ein Traum. Der Strand ist wunderschön und bietet auch einige versteckte Plätzchen entlang der goldenen Sandküste Queenslands, wo man sich von den Touristen abschirmen kann und die Wellen ganz alleine genießen kann.

In Surfers Paradise kann man auch ganz einfach eine Strassenbahn zur Uni nehmen die alle 7 Minuten abfährt und man bezahlt ganz bequem mit einer Go-Card die man sich in einem 7/11 Store kaufen kann. Ich registrierte meine Card mit dem Translink Center (auf www.translink.com.au) um einen Studentenrabatt auf meine Fahrten zu bekommen, und damit sparte ich mir sehr viel Geld.

Weiters bietet Surfers Paradise viele Restaurants, Clubs und Bars. Das Nightlife hier ist sehr unterhaltsam und Parties finden fast jeden Abend statt. Ladies bekommen sogar gratis Getränke an bestimmten Tagen.
Surfers Paradise ist eine Touristenstadt und bietet deswegen viele günstige Angebote an um nach Byron Bay, Brisbane, Currumbin Zoo oder andere tolle Destinationen zu besuchen.

Die Uni

Bevor die Uni los ging wurde mir in einer anwesenheitspflichtigen Orientierungswoche (O-Week) nicht nur der Campus gezeigt, sondern erhielt auch viele wichtige Informationen bezüglich meines Studiums. Man erklärte mir wie man sich in das Studentenportal einloggen kann und wie man es benutzt, verschiedene akademische Workshops wurden vorgestellt und man bekam auch eine tolle Chance zukünftige Professoren und Mitstudenten bei den zahlreichen gratis BBQs kennenzulernen.

Ich belegte im ersten Semester vier Klassen und schloss nach ca. 3 Wochen gute Freundschaften mit denen ich einmal pro Woche gemeinsam in der Bibliothek lernte und am Wochenende manchmal in unsere Lieblingsbar – Waxy’s in Surfers – gingen.

Der Campus ist ein bisschen verwirrend und erinnert etwas an einen Irrgarten, vor allem, weil rund um den Campus Wald und Busch liegt und man manchmal auch auf einen Koala oder eine Schlange trifft. Weil der Campus so verwirrend ist und selten jemand einem weiterhelfen kann (obwohl die Australier sehr freundlich sind) empfehle ich jedem ca. 30 Minuten vor Klassenbeginn schon am Campus einzutreffen und sich auf die Suche nach dem richtigen Klassenzimmer zu machen.

Am meisten haben mich die Professoren an der Uni beeindruckt. Die Australier legen nicht viel Wert auf Titel und man spricht jeden Doktor und Professor mit dem Vornamen an, was gleich eine sehr entspannte Atmosphäre im Lehrsaal kreiert. Anfangs war ich etwas nervös, weil ich dachte, dass meine Englischkenntnisse nicht gut genug wären um in den Vorlesungen und Workshops mitarbeiten zu können, aber die Professoren sind sehr daran interessiert Studenten besser kennenzulernen und in den Unterricht zu integrieren.

Mein Highlight meiner Reise war wahrscheinlich meine Reise nach Fraser Island mit meinen neuen kanadischen Freunden, die ich nächstes Jahr hoffentlich in Kanada besuchen werde und gemeinsam mit einem lachenden und einem weinenden Auge an unsere unvergessliche Zeit in Australien zurückdenken werden.


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