Schnupperstudium in Sydney

Jana Ellmers | Abiturientin aud Bremen


Wo
The University of New South Wales

Zeitraum
08.01.2015 - 12.01.2016

Was
Business Finance, Airline Transport Economics und Psychology 1B

Studienprogramm
Auslandssemester

Förderung
IRH-Studienbeihilfe

12.01.2016

Gastsemester an der University of New South Wales

Ich heiße Jana Ellmers, bin 18 Jahre alt und komme aus Bremen. Im Sommer habe ich Abitur gemacht und stand dann, wie glaube ich die meisten, vor der Frage, wie es denn nun weitergehen soll. Eins war mir klar: Ich wollte nicht sofort studieren, zumindest nicht in Deutschland, sondern erstmal ein Jahr lang ins Ausland gehen. Praktika, Work & Travel, einfach nur Reisen oder auch studieren - es gibt so viele Möglichkeiten. Auch auf Grund der guten Beratung durch das Institut Ranke-Heinemann fiel meine Wahl letztendlich darauf, zwei Semester in Australien zu studieren, bevor es dann in Deutschland richtig los geht. 

Wieso Australien? Australien war schon immer ein Land, in dem ich gerne mal für längere Zeit leben wollte und somit fiel mir die Entscheidung über das „wo“ relativ leicht. Auch die Auswahl der richtigen Stadt war für mich einfach, es sollte Sydney werden. Hierbei ist es meiner Meinung nach wichtig, einfach auf sein Bauchgefühl zu hören und an Hand dessen zu entscheiden, wo es genau hingeht. Auch wenn ich mittlerweile schon in anderen australischen Städten war, habe ich es bis jetzt keine Sekunde bereut, Sydney ausgewählt zu haben. Die Wahl der Uni war da schon schwieriger, aber  dank der sehr informativen Unikurzporträts auf der Ranke-Heinemann Website sowie der Internetseite der Uni habe ich mich letztendlich für die University of New South Wales, kurz UNSW, entschieden.

Bewerbung und jede Menge Papierkram

Nachdem ich mich nun für eine Uni entschieden hatte, hieß es bewerben. Erst war ich mir nicht sicher, ob ich direkt bei der UNSW angenommen werde und wollte mich bei mehreren bewerben, jedoch haben mir die netten Ansprechpartner bei Ranke-Heinemann diese Sorge genommen, so dass ich mich nur bei meiner Wunschuni beworben habe. Die Bewerbung selber ging sehr fix über die Bühne, es mussten lediglich die Bewerbungsunterlagen der Universität und von Ranke-Heinemann ausgefüllt werden, alle weitere wurde dann vom Institut Ranke-Heinemann übernommen.

Ich bin dann noch einmal mit meiner Mutter zusammen in Hamburg gewesen, um letzte Fragen persönlich zu klären und auch Tipps zu Dingen wie Kreditkarte, Flügen, Krankenversicherungen und weiteren Themen zu bekommen. Ich kann jedem nur empfehlen, einen Termin in einem der Büros zu vereinbaren, um dort in Ruhe Fragen zu klären, wie zum Beispiel zu den verschiedenen Universitäten, den Städten und Dingen wie Kreditkarte beantragen und Bankkonto eröffnen, etc.. In meinem Fall hat uns die Mitarbeiterin Frau Paul sehr kompetent beraten, konnte alle Fragen beantworten und war auch für Rückfragen immer schnell erreichbar.Die Bestätigung für den Studienplatz kam dann auch schon nach ungefähr einer Woche an und somit wurde es plötzlich real, dass ich tatsächlich schon wenige Monate später nach Australien gehen würde.

Davor gab es jedoch noch eine Menge zu erledigen. Die Krankenversicherung, die die Uni vorschreibt, musste noch mit meiner bisherigen abgeglichen werden, um eventuelle Zusatzversicherungen abzuschließen, das Visum musste beantragt werden und eine Wohnung gefunden werden. Das Visum lässt sich sehr einfach online beantragen und trudelte schon am nächsten Tag in meinem Posteingang ein. Vom Institut Ranke-Heinemann hatte ich im Gespräch noch den Tipp bekommen, sich schon von zu Hause ein Konto bei einer australischen Bank sowie eine Kreditkarte dort einzurichten. Ich habe dies bei der ANZ Bank gemacht und musste mich nach der Ankunft nur noch ausweisen und habe dann auch direkt meine Kreditkarte bekommen, während die meisten, die es erst von Australien gemacht haben, bis zu zwei Wochen auf ihre Karte warten mussten.

Um auch hier in Australien Internet zu haben, wenn man unterwegs ist, empfiehlt es sich, eine australische Sim-Karte zu besorgen. Ich habe mir eine von Vodafone gekauft, mit der ich als Student sogar noch umsonst 1GB mehr Internet bekommen habe. Der Vorteil ist hierbei, dass auch noch 300 Freiminuten nach Deutschland inklusive sind, sowie alle Anrufe in Australien und SMS in Australien und auch nach Deutschland. Bei Vodafone ist jedoch das Problem, dass das Netz hauptsächlich in den großen Städten gut ist. Wenn man eher außerhalb der Städte unterwegs ist, empfiehlt sich eher Telstra, denn diese haben dort eine bessere Abdeckung. WhatsApp funktioniert übrigens weiterhin mit der deutschen Nummer, was ich sehr praktisch fand!

Wohnungssuche

Erst war ich etwas überfordert von den vielen verschiedenen Möglichkeiten zu wohnen und ehrlich gesagt von den Preisen etwas erschlagen. Preise um die $350, wohlgemerkt pro Woche, sind in Studentenunterkünften, wenn man den Anspruch hat, ein eigenes Zimmer und ein eigenen Bad zu haben, ganz normal. Ich habe mich letztendlich entschieden, nicht auf dem Campus sondern in einem Studentenwohnheim 10 Minuten von der Uni entfernt zu wohnen. Das Wohnheim nennt sich BeAccomodation und war zu dem Zeitpunkt, als ich eingezogen bin, mit $280 pro Woche für ein Zimmer mit eigenen Bad auch preislich eine der besten Alternativen. Das Wohnheim befindet sich in Maroubra, was ich als Wohnort sehr empfehlen kann, denn hier findet sich ein Strand fast so groß wie der Bondi Beach aber wesentlich weniger belebt kombiniert mit der Nähe zur Uni.

Wenn man nicht auf dem Campus wohnt, sollte man jedoch im Hinterkopf behalten, dass dann noch jeden Tag Kosten für den Bus hinzukommen. Aus diesem Grund habe ich mir gleich zu Beginn ein Fahrrad gekauft, was sich für mich definitiv ausgezahlt hat. Eine gute Website für Käufe jeglicher Art ist gumtree.com.au, aber man sollte auch die Angebote bei Kmart und, wie in meinem Fall, bei Aldi im Auge behalten, denn dort lässt sich mit unter auch ein gutes Fahrrad für wenig Geld bekommen.

University of New South Wales

Ein Grund, weshalb ich mich ausgerechten für die University of New South Wales entschieden habe, war, dass sie im nationalen aber auch internationalen Vergleich sehr gut abschneidet. In Australien gehört sie zur sogenannten „Group of Eight" und liegt in den meisten anderen Rankings auch immer unter den Top 50 Universitäten der Welt. Darüber hinaus ist die Website der UNSW sehr informativ aufgebaut und auch das Handbuch mit den Kursen ist logisch und schnell verständlich, sodass es relativ einfach ist, passende Kurse zu finden.

Schon vor der Ankunft in Sydney hat die UNSW viele Dienste zur Verfügung gestellt, um die internationalen Studenten schnell zu integrieren und ihnen den Start in einer neuen Stadt und an einer neuen Uni zu erleichtern. Hierzu zählt zum einen der Flughafentransport, der organisiert wurde und in den Stadtteilen rund um die Uni jede gewünschte Adresse angefahren hat. Darüber hinaus gab es über die Lernplattform Moodle ein Einführungstutorial, in welchem man mit ausführlichen Informationen über die Uni und die Stadt selber versorgt wurde. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat,war, dass schon ungefähr zwei Wochen vor dem Start der Orientation Week eine Facebook Gruppe für die ganzen internationalen Studenten gegründet wurde, in der es auch einen regen Austausch sowie auch gemeinsam organisierte Treffen vor dem Beginn der Uni und auch während des Semesters gab.

Als ich das erste Mal auf den Campus kam, war ich erst mal überwältigt von der Größe. Zwar hatte man sich schon einen kleinen Eindruck über Googlemaps oder in einer der vielen Infobroschüren verschaffen können, aber dann wirklich mal von einem Ende des Campus zum anderen zu laufen, war doch noch mal etwas anderes. An die vielen Stufen und das es auch gerne mal 15 Minuten dauert, bis man vom Lower Campus zum Upper Campus kommt, gewöhnt man sich jedoch relativ schnell und kommt auch mit der Zeit nicht mehr völlig außer Atem oben an. Die vielen Gebäude scheinen erst verwirrend, aber mit der Zeit weiß man ungefähr, was sich wo befindet und wie man am schnellsten von einer Veranstaltung zur nächsten kommt.

Die Ausstattung der Uni ist einfach klasse! Eine riesige Bibliothek, die auch noch durch die super Aussicht von den oberen Etagen auf die Skyline der Stadt gewinnt, die mit vielen Möglichkeiten zum Sitzen und Lernen ausgestattet ist. Darüber hinaus befindet sich im Erdgeschoss ein großer Multimedia Raum mit vielen Computern und einer Ecke fürs Kopieren, Drucken, Scannen. Dies kann man jedoch auch noch in einigen anderen Gebäuden sowie weiteren Etagen der Bibliothek machen und funktioniert einwandfrei sowohl von den Computern der Uni als auch vom eigenen Laptop. Auch die Labore sollen sehr gut ausgestattet sein, in diesen habe ich jedoch keine Kurse gehabt.

Ich habe in diesem Semester die Kurse Business Finance, Airline Transport Economics und Psychology 1B belegt und mir haben alle sehr gut gefallen. Alle waren vom Arbeitsaufwand sehr unterschiedlich und haben insgesamt eine gute Balance ergeben. Die Professoren hatten alle Ahnung von ihrem Fach und auch die Tutoren haben gute Tutorials zum tieferen Verständnis gemacht.

Ich hatte erst ein bisschen Besorgnis, wie es mit dem Englischen klappt, da ich ja „nur“ aufs Schulenglisch zurückgreifen konnte, aber dies war von Anfang an kein Problem und man hat eigentlich in den Vorlesungen und den Tutorials alles verstanden, teilweise musste man Fachbegriffe nachschauen, aber danach war dies kein Problem mehr.

Die von mir gewählten Kurse haben alle über das Semester verteilt jeweils mehr oder weniger Assignments gehabt, teilweise Essays oder auch mal eine Präsentation der Gruppenarbeit. Am Ende haben sie alle mit einem Finalexam abgeschlossen. Das Exam des Psychology und des Finance Kurses waren hierbei komplett im Multiple Choice Format gestaltet, das Final des Aviation Kurses eine Mischung aus Multiple Choice Questions, Calculations und einem kurzen Essay. Letztendlich habe ich alle Kurse bestanden, den einen besser als erwartet, dafür auch einen nur sehr knapp. Ich habe nun auch im direkten Vergleich zu anderen, die den gleichen Kurs belegt haben wie ich und schon Vorkenntnisse aus der Uni in Deutschland mitgebracht haben, festgestellt, dass die Kurse durchaus machbar sind, wenn man ein bisschen Arbeit investiert, und es nicht unbedingt einen Vorteil bringt, wenn man vorher in Deutschland schon studiert hat. Die Kurse lassen sich also auch bestehen, wenn man direkt von der Schule kommt und mehrere Fachrichtungen ausprobieren will, ohne unbedingt irgendwelche Vorkenntnisse zu haben.

Das Einzige, was mir nicht so gut am Campus gefallen hat, war, dass es nur einen Food Court gab mit Läden wie Subway und co jedoch keine Mensa. Dies war hin und wieder mal ganz schön jedoch auf Dauer recht teuer. Aber ich habe mir dann einfach immer Essen mitgenommen und so war dies auch kein Problem mehr.

Lifestyle in Sydney

Schon bevor ich nach Australien geflogen bin, hatte sich bei mir ein Bild vom Lifestyle in Sydney und in ganz Australien festgesetzt. Dieses Bild war geprägt von Sonne, Strand, Surfen und Freundlichkeit. Und ich muss sagen, dies hat sich auf jeden Fall bestätigt! Das Leben in Sydney ist echt entspannt, überall begegnen einem freundliche Menschen, die sich auch einfach mal gerne ohne Grund mit einem unterhalten wollen, wenn man beispielsweise an der gleichen Bushaltestelle oder im Bus neben ihnen sitzt. Auch die Menschen, die hier im Service arbeiten, sind meistens freundlich und zuvorkommend und strahlen zumindest aus, als wären sie glücklich in ihrem Job.

Auch wenn es, dadurch dass ich im australischen Winter angekommen bin, die erste Zeit nicht so viel mit Wärme war, so schien doch trotzdem die meiste Zeit die Sonne. Auch das, ich sag mal Vorurteil, dass alle Australier bei jedem Wetter surfen gehen, trifft auf viele zu. Selbst als es mir noch zu kalt war, um auch nur einen Zeh ins Wasser zu strecken, waren die Surfer unterwegs und haben versucht die perfekte Welle zu erwischen.

Die Stadt selber ist auch genau so, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Das Opernhaus am Circular Quay, welches in der ganzen Stadt als Orientierungspunkt angesehen wird, ist ebenso beeindruckend wie die mächtige Sydney Harbour Bridge. Aber auch die vielen anderen Stadteile und nicht nur das Central Business District (CBD) sind sehr schön. Besonders gut haben mir hierbei The Rocks, ebenfalls am Circular Quay, und die Eastern Suburbs (grob gesagt alle Stadtteile von Bondi bis Maroubra, alle am Strand gelegen) gefallen.

Sydney hält zumindest in meinen Augen die perfekte Balance zwischen touristischer und belebter Innenstadt und ruhigeren Bezirken rund um die Strände. Zudem fühlt man sich, zumindest in den Stadtteilen, in denen ich mich aufgehalten habe, zu jeder Uhrzeit sicher, egal ob man nun alleine unterwegs ist oder in einer größeren Gruppe.

Kulturelle und andere Unterschiede zu Deutschland

Die Kultur in Australien -oder zumindest in Sydney- ist sehr gemischt und weist einen starken asiatischen Einfluss auf. Dadurch findet man in der ganzen Stadt viele Plätze für leckeres asiatisches Essen. Aber auch ein durchaus großer europäischer Einfluss ist zu finden. In den Supermärkten macht sich dies zum Beispiel bemerkbar, besonders bei Aldi, welcher auch viele deutsche Produkte führt.
Was ich jedoch besonders vermisst habe, war das gute deutsche Brot, denn auch das Brot welches hier als „german rye bread“ verkauft wird, kommt nicht an das Brot in Deutschland ran. Ein guter Tipp ist jedoch die deutsche Bäckerei Lüneburger im Queen Victoria Building, denn dort findet man wirklich gutes, deutsches Brot und auch mal Brötchen sowie klassischen Kuchen und Gebäck wie man es aus Deutschland kennt.

Entweder es liegt daran, dass ich aus dem Norden Deutschlands komme und deshalb mit dem Oktoberfest nicht viel am Hut habe, aber die Australier rasten hier förmlich aus, was das angeht. Überall finden sich Oktoberfeste und Parties im Oktoberfeststyle und auch im Supermarkt findet man zu der Zeit viele typisch Deutsche Produkte.

Must Sees and Dos in Sydney und Umgebung

Was hierbei ganz oben auf der Liste steht ist natürlich das Sydney Opera House, die Harbour Bridge und ein Spaziergang entlang des Circular Quay. Wenn sich die Gelegenheit bietet, sollte man auch auf jeden Fall eine Vorstellung im Sydney Opera House besuchen, was ich bis jetzt leider noch nicht geschafft habe, aber kurz nach Weihnachten machen werde. Was man sich jedoch auf Grund des doch sehr hohen Preises überlegen sollte, ist der so genannte Bridge Climb über die Sydney Harbour Bridge, denn auch von anderen Punkten hat man einen sehr schönen Blick über die Skyline und die Oper. Ein Tipp hierfür ist auf jeden Fall auch der Sydney Tower, sowie -auch wenn er relativ weit von der Innenstadt entfernt ist- der Library Tower der UNSW.

Vom Circular Quay aus soll man auf jeden Fall auch mindestens einmal die Fähre nach Manly nehmen und dort mit einem Frozen Yoghurt oder den angeblich besten Fish and Chips (ich habe sie getestet, sie waren wirklich gut) am Strand entlang laufen. Darüber hinaus hat man von der Fähre aus ein super Blick auf das Opera House und die Harbour Bridge. Aber nicht nur Manly ist einen Besuch wert, sondern auch die Strände im Osten der Stadt. Hierbei ist besonders der Bondi to Coogee Beachwalk zu empfehlen, denn er verbindet auf einem sehr schönen Weg an der Küste entlang die Strände von Bondi Beach bis Coogee Beach.

Wer die Chance hat, sollte sich natürlich auch nicht das Neujahrsfeuerwerk in Sydney entgehen lassen, auf das ich schon ganz gespannt bin. Wer sich auch nur ein bisschen für den Pferderennsport interessiert, oder selbst auch wenn nicht, so sollte man am ersten Dienstag im November auf jeden Fall irgendwo den Melbourne Cup schauen. Das Rennen, von dem es immer heißt, dass es „eine Nation zum stillstehen bringt“. Ich habe es mir in Melbourne selber angeschaut, und ich muss sagen, was man darüber gehört hat, stimmt definitiv. Alle fiebern mit und die meisten Büros in anderen Teilen des Landes unterbrechen ihre Arbeit, um gemeinsam das Rennen zu schauen. Im Bundesstaat Victoria ist der ganze Tag inzwischen ein Feiertag.

Im direkten Umland von Sydney ist es darüber hinaus definitiv ein Muss, die Blue Mountains zu besuchen. Diese lassen sich super in zwei Stunden von der Central Station aus erreichen und man kann dort sogar mit der Opal Karte, mit der man auch Bus, Fähre und Zug fährt in Sydney, hinfahren und muss sich nicht extra um ein Ticket kümmern.

Sonstige Tipps

Ich kann jedem, der nach Australien kommt, nur raten: reist so viel wie es nur geht! Wer nicht mit so viel Geld herkommt, kann hier neben der Uni bis zu 20h arbeiten mit dem Studentenvisum. Darüber hinaus ist Reisen hier relativ günstig, besonders Inlandsflüge und auch bei den Hostel findet sich eigentlich immer etwas, das im Budget liegt. Hierbei ist es eigentlich egal, wie weit man sich hierbei von Sydney weg bewegt, denn von dem, was ich bis jetzt gesehen habe, sind fast alle Stellen ist Australien schön und haben alle etwas Besonderes. In einem Semester ist es nicht möglich alle Orte zu sehen, die einen interessieren und selbst bei einem Jahr wird dies schwierig. Ich kann nur empfehlen, auf jeden Fall einen Teil der Ostküste zu bereisen, gerade da die Flüge dorthin von Sydney aus sehr billig zu erhalten sind und viele Ziele mehrmals am Tag angeflogen werden. Darüber hinaus sollte man nach Möglichkeit das Outback besuchen, was für mich leider noch nicht möglich war, aber definitiv auf der Liste steht. Eine Reise wert ist auch auf jeden Fall Tasmanien, denn dort finden sich viele verschiedene Landschaften nah beieinander.

Was hat mir der Aufenthalt hier gebracht?

Ich war schon lange davon überzeugt, nach der Schule erst einmal eine Zeit lang ins Ausland zu gehen. Als es dann immer näher kam, wurde auch ich aufgeregter und habe angefangen zu zweifeln. Ich kann jetzt rückblickend sagen, das halbe Jahr hier hat mir so unglaublich viel gebracht. Ich bin selbstbewusster und unabhängiger geworden und habe gelernt, wer meine wirklichen Freunde zuhause sind. Darüber hinaus lernt man zu schätzen, was man zu hause immer für selbstverständlich hingenommen hat und was einen hier nun doch fehlt. Ich bin hier an meinen Aufgaben gewachsen, habe gelernt mit Problemen umzugehen und diese aus der Welt zu schaffen.

Darüber hinaus hat der Aufenthalt für mich auch genau das bewirkt, was ich wollte, denn ich weiss nun genau, was ich in Deutschland studieren will und auch wo. Des Weiteren lernt man hier viele neue Leute auf der ganzen Welt kennen, mit einigen werde ich auch hoffentlich in nächster Zeit noch Kontakt habe und sie auch mal besuchen fahren.

Ich danke allen, die mir dieses Semester hier ermöglicht haben und mir auch das nächste noch ermöglichen. Ein großes Dankeschön auch an das Institut Ranke-Heinemann für die super Kommunikation mit der Uni und der schnellen Antwort bei jeglichen Anliegen und Fragen, egal ob klein oder groß!

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