Ich liebe dieses Land, die Menschen und das Klima!
Studentin am Palm Beach Cairns

Helin Kilic | Studiert an der Ruhr Universität Bochum


Was
Sales Engineering & Product Management

Studienprogramm
Auslandssemester

Förderung
IRH Förderprogramm

31.12.2017

Jeder sollte die Chance ins Ausland zu gehen nutzen

Erfahrungsbericht Kilic UTS

Bevor das Auslandssemester startete, hatte ich meine Bedenken, meine Freunde und meine Familie zu sehr zu vermissen. Ich wagte den Schritt – zum Glück! Als ich in Sydney, nach 26 Stunden Flug, ankam, war ich erst einmal erschöpft und einer meiner beiden Koffer war nicht angekommen. Das war gar kein Problem, als ich merkte wie freundlich und hilfsbereit die Menschen sind. Zur Sicherheit sollte man sich in das Handgepäck frische Kleidung und ein Handtuch einpacken. Ich hatte zuvor über das Unterkunftsportal „AirBnB“ eine Bleibe für die ersten drei Nächte gebucht. In diesem Zeitraum habe ich dann über unterschiedliche Internetseiten wie „Gumtree“ oder „Flatmates“ nach einer Wohnung gesucht. Dort gibt es viele Möglichkeiten.

Man sollte sich die Wohnung definitiv vor Ort anschauen, da auf den Bildern meistens mehr versprochen wird. Die Universitätsauswahl vor dem Auslandssemester war auch nicht sehr einfach, da es mehrere Universitäten gibt. Nach langer Recherche entschied ich mich für die University of Technology Sydney (UTS), da die Auswahl an Kursen sehr groß ist und die Universität einen guten Ruf hat. Das Ranke-Heinemann Institut habe ich aufgrund des persönlichen direkten Kontakts gewählt. Meine Ängste wurden mir genommen und der riesige Papierhaufen an Organisation wurde greifbarer für mich. Das Ranke Heinemann Institut war eine tolle Unterstützung für mich.

Es erleichterte mir die Vorbereitungen für den Aufenthalt und gab mir ein sicheres Gefühl mit. Außerdem kann das Institut bis zu 10% der Studiengebühren zurückerstatten. Da die Studiengebühren sehr hoch sind, sind bis zu 10% ziemlich viel Geld. Das Leben in Australien, insbesondere in Sydney ist etwas teurer. Wenn man aber das Auslands BAföG erhält und vorher etwas gespart hat, reicht das Geld völlig aus. Supermärkte wie ALDI und Coles sind günstiger im Vergleich zu den anderen Supermärkten. Beim Zurückblicken bin ich überglücklich, diese tollen Erfahrungen in Australien gesammelt zu haben. - Ich liebe dieses Land, die Menschen und das Klima!

Die Wohnungssuche und das Leben vor Ort

Die Wohnungssuche erscheint schwieriger, als sie tatsächlich ist. Es gibt zum einen die Möglichkeit durch das „UTS Housing“ eine Wohnung auf dem Campus zu mieten. Dafür muss man sich allerdings früh genug bewerben, da diese schnell ausgebucht sind. Auf der Homepage kann man einiges dazu erfahren. Zum anderen kann man vor Ort in Sydney über Internetseiten wie „Gumtree“ oder „Flatmates“ Wohnungen suchen. Soziale Netzwerke wie Facebook-Gruppen sind oft auch eine Hilfe. Die Hygiene, die wir von Zuhause gewohnt sind, ist dort schwierig aufzufinden. Preislich liegen die Wohnungen auf dem Campus fast genauso wie private Wohnungen, die man mietet. Es kommt auf das Budget an. Der Unicampus ist sehr zentral, da die UTS auch sehr zentral ist, direkt am Broadway/ an der Central Station in Sydney. Ich habe zuerst in dem Vorort „Newtown“ gelebt, 20 Minuten zu Fuß von der UTS entfernt.

Dort gibt es viele Möglichkeiten abends mal etwas zu trinken mit Freunden oder auch zum Ausgehen. In „Newtown“ verbringen die Studenten abends sehr viel Zeit. Dort ist eine lange Straße die „King Street“ mit sehr vielen Bars und Cafés. Das Stadtleben ist sehr toll, aber als es etwas wärmer wurde, bin ich zum Vorort „Bondi-Beach“ umgezogen – ein traumhafter Ort zum Leben. Da ich einfach ein Mensch bin, der das Strandleben liebt, habe ich mich in Bondi wohler gefühlt. Dort ist es etwas teurer zu leben. Wenn man sich aber ein Zimmer teilt, ist es nicht mehr allzu teuer. Der Weg zur Uni dauerte dann ca. 40 Minuten mit der Bus- und Bahnfahrt. Erst bin ich mit dem Bus zum Bondi Junction gefahren ca. 20 Minuten. Bondi Junction ist die zentrale Station in dem Vorort Bondi. Anschließend bin ich mit dem Zug ca. weitere 20 Minuten zur Central Station gefahren. Von dort dauert es 3 Minuten zu Fuß bis zur UTS. Bei privater Wohnungssuche kann es vielleicht dazu kommen, dass man Probleme mit dem Mietvertrag oder dem Vermieter hat. Auch da hilft die Uni sehr gerne. „UTS Helps“ ist eine Organisation der Uni und somit eine Anlaufstelle für Studierende der UTS, wenn man Fragen hat oder Hilfe braucht. Auch bei den Hausaufgaben sind sie immer sehr behilflich, sei es grammatikalisch oder auch inhaltlich.

Die Freizeitmöglichkeiten

Ich habe mich in die Stadt verliebt. Der Ausgleich zwischen dem Großstadt- und dem Strandleben ist hervorragend. Es gibt immer Möglichkeiten etwas unternehmen. In Sydney wird es nie langweilig. Ich hatte das Glück, dass ich einige Festivals miterleben konnte. Im August fand das Chocolate Festival in Sydney statt am Circular Quay. Es war riesengroß mit ganz vielen Menschen und wundervollen Ständen, diese verkauften Schokolade in unterschiedlichen Varianten. Man sollte also hungrig dorthin. Die Australier legen sehr viel Wert auf die gesunde Ernährung und einen ausgeglichenen Körper. Auch ich habe jeden Tag am Strand Sport getrieben. Bei so einem tollen Ausblick ist man motivierter als in Deutschland. Am Bondi Beach gibt es zu unterschiedlichen Terminen Surfer Festivals oder auch Kunstausstellungen entlang des Strandes.

Natürlich gibt es in der Stadt auch sehr viele Möglichkeiten auszugehen und wundervolle Orte die Zeit zu schlagen. Mir persönlich hat es aber mehr Spaß gemacht, die Zeit am Strand zu verbringen. Wenn man weitere Ausflüge machen möchte (z.B. zu den „Blue Mountains“, zum „Morrison Bay Park“, zum „National Park Sydney“), dann sollte man diese sonntags machen. Sonntags kann man für 2,50 AUD überall hinfahren. Den ganzen Tag über kostet es insgesamt 2,50 AUD die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Kurztrips sind einfach zu organisieren, da jeder ähnliche Ziele hat. Es gibt Reisevorschläge von der Uni aus. Wenn man sie allerdings selbst organisiert, sind sie günstiger.

Es gibt einige beliebte Orte, die man gesehen haben sollte, wenn man schon den weiten Weg bis nach Australien geflogen ist. In Queensland sind Cairns, Brisbane, Gold Coast, White Haven beliebte Ziele. Melbourne, Perth und eventuell Canberra sollte man sich auch anschauen. Das Partyleben in Sydney ist anders als in Deutschland. Die Nacht beginnt früher und endet dementsprechend auch früher, da die meisten Clubs um 2:00 Uhr schließen. Ab 01:30 Uhr kommt man in keinen Club mehr rein (sogenannte Lock-Outs). In Sydney sollte man zu den Blue Mountains fahren, am besten an einem Sonntag. Der „Taronga Zoo“ ist ein bekannter Zoo und ziemlich groß. Dort erhält man viele Eindrücke. Wenn man die Möglichkeit hat, zum National Park zu fahren, sollte man sich definitiv den „Figure-8-Pool“ anschauen und den „Wedding Cake Mountain“. Der National Park ist sehr groß und bietet viele Möglichkeiten. Alles kann man sich an einem Tag nicht anschauen.

Fazit

 

Ich habe das Leben in Australien als ausgeglichener und angenehmer empfunden, als in Deutschland. Durch das warme Klima und der tollen Geographie gibt es tolle Möglichkeiten den Alltagsstress auszugleichen. Für mein persönliches Leben war der Auslandsaufenthalt eine wundervolle Erfahrung. Bevor das richtige Arbeitsleben startet, würde ich es jedem ans Herz legen, die Erfahrungen machen zu können. Außerdem haben sich meine Englischkenntnisse und meine Persönlichkeit deutlich erweitert. Da ich komplett auf mich selbst gestellt war, musste ich mich den Problemen auch alleine stellen. Auch habe ich versucht so wenig, wie möglich, Deutsch zu sprechen, wenn manchmal Freunde aus Deutschland dabei waren.

Jeder sollte diese Chance ins Ausland zu gehen nutzen. Falls man Angst vor dem Alleine sein hat, es gibt immer freundliche Menschen, die einem weiterhelfen können. Die Mehrheit der Australier sind kontaktfreudige und hilfsbereite Menschen. Aber auch die UTS unterstützt die Studenten sehr gerne. Bevor das Semester startete, hatte die UTS eine Orientierungswoche für die internationalen Studenten organisiert. Dafür musste man sich vorher anmelden. Die Informationen dazu erhält man per Mail sobald man sich an der Universität beworben hat und angenommen wird. In dieser Woche erhält man einen Einblick in die Universität und lernt viele Studierende kennen. Mir persönlich hat diese Woche viel geholfen, da man zu Beginn orientierungslos ist und jede Hilfe gebrauchen kann. In dieser Woche kann man mit den Studierenden Erfahrungen teilen und auch Tipps weitergeben oder genauso erhalten. Es wurden kleine Snacks und Meetings vorbereitet.

Es ist also wirklich nicht notwendig, sich Sorgen zu machen im Voraus. Jedes Problem wird einfach gelöst. Alle Studierenden haben ähnliche Probleme und Ängste. Dieser Zeitraum war die schönste Erfahrung für mich. Ich kann jedem diese tolle Erfahrung nur ans Herz legen und danke dem Ranke-Heinemann Institut für die tolle Unterstützung und Beratung, welche mir im Vorfeld meine Ängste genommen und die Papierarbeit um einiges erleichtert hat.

Mehr Eindrücke?

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