Einfach nur wow!
Erfahrungsbericht Saß

Tim-Patrick Saß | Studiert an der University of Sydney


Wo
The University of Sydney

Zeitraum
2017 - 2018

Was
Master of Data Science

Studienprogramm
Masterprogramm

Förderung
IRH Förderprogramm

01.01.2018

Man lernt fürs Leben

Erfahrungsbericht Saß

Die Planung und die Ankunft

Der Entschluss für mein Master-Studium nach Australien zu gehen stand bereits sehr früh. Ich habe meinen Bachelor dual gemacht und hatte in dieser Zeit leider keine Gelegenheit für ein Austauschsemester ins Ausland zu gehen. Daher war von Beginn an klar, dass es für den Master ins Ausland gehen muss! Englischsprachig sollte es sein, denn meine anderen Sprachkenntnisse reichen definitiv nicht für ein Studium. Also blieben schon nur noch ein paar Kandidaten. Die USA waren kein Ziel für mich, Kanada auch nicht, der United Kingdom zu nah, und über Australien erzählen doch alle immer so tolle Dinge! Also Australien.

Aber wie macht man das denn, einfach für seinen Master nach Australien zu gehen?? Beim Googlen dieser Frage stieß ich auf das Institut Ranke-Heinemann. Alles las sich perfekt: übernehmen Bewerbungsprozess und Übermittlung der Unterlagen, man bekommt 10% Studienbeihilfe für sein erstes Semester und Betreuung über den gesamten Prozess. Also machte ich den Qualifikationscheck und telefonierte einmal mit einer der freundlichen Studienberaterinnen und schon war klar: Ich gehe 2017 für meinen Master nach Australien. Ich musste nur noch meine Firma an Bord holen, doch diese waren von der Idee auch sehr angetan und haben mich von Beginn an unterstützt.

Der nächste Schritt war also das Suchen des perfekten Kurses und der Wunschuni, in meinem IT Umfeld gab es da eine Vielzahl an Möglichkeiten, doch am besten erschien mir der einjährige Master of Data Science an der University of Sydney. Die Uni einen tollen Ruf international und ein einjähriger Master würde Geld sparen. Außerdem klang der Inhalt der Kurse sehr spannend und war genau das, was ich mir für einen spezialisierten Master vorgestellt hatte. Also wurden die Unterlagen zusammengesucht, Kopien der Zeugnisse und Co gemacht, der IELTS Test absolviert und alles gebündelt an das Institut Ranke-Heinemann geschickt.

Es dauerte nur ein paar Tage bis ich die Bestätigung über den Eingang der Unterlagen bekommen hatte und die Info, dass die Bewerbung weitergeleitet wurde, dann hieß es Warten. Aber nicht lange! Nur zwei Wochen später kam bereits die Nachricht von Uni Sydney, ein Unconditional Letter of Offer! Perfekt! Also schnell annehmen und die erste Rate Studiengebühren bezahlen. Kurz danach kam dann auch die Confirmation of Enrollment und ich konnte mein Visum beantragen, ein Konto bei der ANZ eröffnen und meinen Hinflug buchen. Und dann war nur noch Warten auf den großen Tag des Abfluges angesagt.

Am 11.7. ging es dann los, über Düsseldorf und Abu Dhabi nach Sydney, 28 Stunden unterwegs, mir tat alles weh, aber ich hatte es geschafft, ich war in Sydney! Also kurz freuen, die Müdigkeit ignorieren und weiter.

Ich hatte mir bereits ein paar Wochen vor dem Abflug ein Zimmer im Sydney University Village gebucht. Das ist ein privat betriebenes Wohnheim in perfekter Lage direkt am Hauptcampus. Leider recht teuer, aber man lernt schnell Leute kennen und ist schnell in der Uni hatte ich mir gedacht.

Also musste ich jetzt vom Flughafen hier hin. Bester Weg in Sydney vom Flughafen in die Stadt: Uber! Leider war mir das zu dem Zeitpunkt nicht so klar, also kaufte ich mir eine Opal Card für den Nahverkehr und nahm Zug und Bus. Das dauert leider deutlich länger und ist wegen des horrenden Station fees am Flughafen auch fast so teuer wie ein Uber. Egal, gegen 19 Uhr Ortszeit war ich dann endgültig angekommen und konnte mein Zimmer beziehen. Erste Besorgungen konnte ich auch noch machen, denn viele größere Geschäfte (zB Coles für Lebensmittel und Drogerie oder kmart für die Zimmerausstattung) haben bis 0 Uhr geöffnet.

Die Uni und das Studium

Am gleichen Abend ging es dann für mich noch zu einem ersten Rundgang über den Campus und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Einfach wunderschön und beeindruckend diese Uni! Unglaublich weitläufig, viel Grün, alte britische Gemäuer und einfach der Charme und Flair als sei man in Hogwarts angekommen.

Aber man sollte eine Uni ja nicht (nur) nach ihrem Äußeren bewerten, sondern primär nach der Qualität der Vorlesungen. Meinen ersten Kontakt mit eben diesen machte ich dann ab Ende Juli in der Orientation Week und der ersten Vorlesungswoche und auch hier hat man mich nicht enttäuscht! Alles ist gut geplant und strukturiert, man findet schnell Hilfe wenn man mal welche braucht, sei es nur um einen Raum zu finden, oder aber auch bei größeren Problemen mit dem Studium, es gibt für alles Ansprechpartner.

Also internationaler Student musste ich ein Vollzeitstudium machen, was bedeutet vier Kurse belegen. Aufgrund des straffen Plans meines einjährigen Studiums war ich hierbei etwas eingeschränkt in der Wahl meiner Fächer, war aber dennoch sehr zufrieden mit dem was ich nehmen konnte: Principles of Data Science, Visual Analytics, Statistical Learning and Data Mining und Computational Statistical Methods. Alle Vorlesungen waren gut strukturiert, die Professoren sehr versiert und gut vorbereitet und die Tutorials auch gut und hilfreich. Insgesamt eine viel bessere Erfahrung als ich es aus meinem Bachelor kannte. Aber es war auch anspruchsvoller. Viele Projektarbeiten, alleine und auch in Gruppen, Tests alle paar Wochen, Tutorials die komplett bearbeitet werden müssen und alles benotet und Teil der Endnote, plus eine Klausur am Ende. Insgesamt deutlich mehr Aufwand als in Deutschland, aber ich habe auch das Gefühl, dass ich hier in sechs Monaten bereits mehr gelernt habe, als in vollen drei Jahren Bachelor Studium! Außerdem lernt man dabei viele neue Leute kennen, mit denen man dann die Gruppenprojekte bearbeitet oder sich zum Lernen trifft.

Doch auch abseits der Vorlesungen hat die Uni mit vielen Events und ihrer Union viel zu bieten. Man sollte sich auf jeden Fall für die Union registrieren und einer oder vielen der unzähligen Societies beitreten, es ist für jeden etwas dabei (von Schokoliebhabern, über Craft Beer, bis hin zur Quidditsh Society gibt es alles)! Und auch eine Mitgliedschaft für die Sportanlagen ist gut angelegt, sei es fürs Schwimmen (meine Wahl), das Fitnessstudio oder eines der vielen Sportteams, auch hier findet jeder etwas.

Die Stadt und das Land

Ein paar Worte zum Land Australien und zur Stadt Sydney dürfen natürlich auch nicht fehlen und da fällt mir nur ein: Wow! Schon als ich angekommen bin fühlte ich mich gleich wie daheim. Alle Leute die ich bisher kennengelernt habe sind wirklich nett und aufgeschlossen. Als Internationaler Student hat man wirklich kein Problem hier Leute kennenzulernen und Freundschaften aufzubauen.

Sydney selbst ist eine wunderschöne Stadt mit sehr vielen Facetten, vom Central Business District mit seinen Hochhäusern, über die verschiedenen Vororte, bis hin zu den Stränden wie Bondi und Manly oder den Blue Mountains, es ist alles super spannend und schön. Alleine schon damit Sydney zu erkunden war ich die ersten drei Wochen beschäftigt und fertig bin ich immer noch nicht. Noch dazu gibt es fast jede Woche spannende Events und Stadtteilfeste die einen dazu einladen das eine oder andere neue Essen zu probieren, oder auch Bier zu trinken.

Feiern gehen kann man als geneigter Student auch gut, vor allem in Newtown, dem Herzen des Nachtlebens am Wochenende. Leider muss man sich aber bewusst sein, dass Sydney recht strikte Lockout Regeln hat, nach denen man nicht mehr in die Clubs und Bars kommt, und dass die Drinks recht teuer sind.

Der Rest Australiens ist auch eine Reise wert, hier hatte ich bisher nur Zeit für die Ostküste, Cairns, das Great Barrier Reef und die Whitsunday Isands, aber alleine schon dieser Teil Australiens ist atemberaubend! Fische in Farben und Mengen wie man sie noch nie gesehen hat, dazu Schildkröten so nahe, dass man sie anfassen kann, kilometerlange, strahlendweiße Strände und Regenwälder. Australien ist so vielfältig in seinen Möglichkeiten wie wohl kein anderes Land, wenn man hier ist, dann muss man es auch erkunden und genau das werde ich in den nächsten Wochen und Monaten auch noch weiterhin tun!

Das Fazit

Abschließend kann ich nur noch sagen, dass ich wirklich jedem die Erfahrung nach Australien zu kommen nur ans Herz legen kann. Es sind Erfahrungen und Eindrücke die man hier mitnimmt, die man zuhause nie bekommen würde und die man in dieser Form auch nur macht, wenn man als Student und Rucksacktourist unterwegs ist. Man lernt hier wirklich fürs Leben, auch ganz abseits vom eigentlich Studium ist es für mich als Mensch und meine Persönlichkeit eine tolle Erfahrung hier zu sein und ich würde jederzeit wiederkommen.

Abschließend möchte ich mich noch bei allen bedanken die mir diese tolle Erfahrung ermöglicht haben: meine Eltern, meine Freundin, mein Arbeitgeber und das Institut Ranke-Heinemann.

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