Australien war schon immer mein Ziel!

Carolin Hoburg | Jura Studentin, erstes Staatsexamen


Wo
The University of New South Wales

Zeitraum
2015 - 2016

Was
Master Jura

Studienprogramm
Master of Laws (LL.M.)

Förderung
IRH-Studienbeihilfe

10.06.2016

Master of Laws (LL.M.) an der University of New South Wales

Erfahrungsbericht LL.M. Studium Darling Habour Feuerwerk

Wieso Australien?

Die Frage wurde mir in den letzten Monaten immer wieder gestellt. Sofort hat man die typischen Begründungen im Kopf: Studieren in der Nähe vom Strand, Sonne, Surfen, Kängurus, Koalas, die „no worries“-Mentalität der Australierer und vieles mehr. Mein Antwort war dabei jedoch stets langweiliger, da es nie einen bestimmten einzelnen Grund gab hierher zu kommen, sondern ich schon immer nach Australien wollte und mir bereits sehr früh in meinem Jurastudium in Deutschland klar war, dass ich kein Auslandssemester, sondern einen ganzen Master of Laws (LL.M.) im Ausland machen wollte. Die größte Frage, die sich mir daher in der Vorbereitung auf mein Auslandsstudium stellte, war „An welcher Uni will ich studieren"?

Welche Uni?

In Australien gibt es 43 akkreditierte Universitäten. Neben den Informationen zu den Unis auf der Seite von Ranke-Heinemann kann man auf der Seite www.universitiesaustralia.edu.au einige Informationen zu den Universitäten erlangen. Ich wollte einen LL.M. mit einem Fokus im International Law (Völkerrecht) machen und habe daher geschaut, welche Unis diesen anbieten. Dabei ist auch die Seite www.llm-guide.com sehr hilfreich, da man das Fachgebiet angeben kann, in der man sich im Master spezialisieren will. Des Weiteren habe ich mir internationale Rankings für die jeweiligen Unis angesehen, da der Rang einer Uni international deutlich wichtiger ist als der Ruf einer Uni in Deutschland. Wichtige Rankings sind das Shanghai Ranking, das Times Higher Education World University Ranking und das QS World University Ranking. Weiterer Anhaltspunkt ist die Group of Eight, die aus den acht forschungsstärkesten Universitäten Australiens besteht.
Am Ende hatte ich eine Top 5 an Unis. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ergebnisse meines ersten Staatsexamens hatte, war es sehr hilfreich bei einer Telefonberatung durch Ranke-Heinemann zu erfahren, welche Unis in der Vergangenheit welche Noten haben ausreichen lassen. Außerdem habe ich in Hamburg an einem der australisch-neuseeländischen Hochschultage des Ranke-Heinemann Instituts teilgenommen, wo auch einige Vertreter australischer Unis vor Ort waren.

Bewerbungsprozess

Bevor ich meine Bewerbungen abschicken konnte, musste ich zunächst noch einen Sprachtest machen. Ich habe mich für den TOEFL entschieden, was jedoch nur daran lag, dass man Bruder noch Vorbereitungsunterlagen für diesen hatte. Neben den Anforderungen, die die Unis an das Ergebnis aus dem Sprachtest stellen, sollte man berücksichtigen, dass bei manchen Stipendien eventuell höhere Anforderungen gestellt werden als welche die Unis verlangen.
Danach konnte ich die Bewerbungsunterlagen zusammenstellen und an das Ranke-Heinemann schicken, die die Bewerbungen an die Unis geschickt haben. Am Ende habe ich mich nur an zwei Universitäten beworben, da Gebühren für die Bewerbungen erhoben werden, die zum Teil jedoch wieder entfallen, bei einer Bewerbung über das Ranke-Heinemann Institut. Abgeschickt habe ich die Bewerbungen noch kurz vor Weihnachten.
Da es an den australischen Unis keine festen Bewerbungszeiträume wie an deutschen Unis gibt, gibt es jedoch auch keine festen Zeiten, wann man eine Rückmeldung bekommt. Für einen Master hieß es, dass es bis zu 8 Wochen dauern kann. Bei mir hat es jedoch an beiden Unis um einiges länger gedauert, sodass ich die Zusagen erst Mitte April erhalten habe. Woran es auch immer lag, sollte man solche Verzögerungen bei der Vorbereitung zumindest einplanen.
Stipendium
Noch während ich auf die Rückmeldung der Unis wartete, habe ich mich beim DAAD auf ein LL.M.-Stipendium beworben. Ich kann nur jeden ermutigen, den zusätzlichen Aufwand auf sich zu nehmen und zu versuchen ein Stipendium zu bekommen. Für das Auswahlgespräch beim DAAD sollte man vor allem auch auf fachliche Fragen in Englisch vorbereitet sein. Die Bewerbung für den DAAD habe ich dann auch als Basis für die Bewerbung für das Ranke-Heinemann Vollstipendium genommen, sodass sich der Aufwand mehrfach auszahlt. Diese Bewerbung habe ich dann jedoch zurückgezogen, als ich die Zusage für das DAAD Stipendium bekommen habe.
Da der DAAD jedoch nicht die gesamten Studiengebühren übernimmt, besteht weiterhin die Möglichkeit, dass man gleichzeitig auch die Studienhilfe über 10% der Studiengebühren für ein Semester durch das Ranke-Heinemann Institut erhält.

Reisevorbereitungen

Nach der Zusage für einen Studienplatz ging es mit den konkreten Reisevorbereitungen los. Die Beantragung des Visums geht für Australien schnell und einfach online.
Meinen Flug habe ich über STA Travel gebucht zusammen mit dem Rabatt, wenn man die Anfrage über das Ranke-Heinemann Institut stellt. Es empfiehlt sich auch sehr sich bereits direkt bei der Buchung für das Meilensammelprogramm der jeweiligen Fluglinie anzumelden, da man bereits mit dem Flug nach Australien viele Meilen sammeln kann. Ich habe auf der Hinreise einen Zwischenstop von 2,5 Tagen in Dubai gemacht. Die Kosten für den Flug waren die gleichen und Hotels in Dubai sind vergleichsweise günstig. Neben der Möglichkeit noch ein anderes Land auf der Reise zu besuchen, fand ich es sehr gut noch zwei Nächte in einem guten Bett zu schlafen, bevor es auf den langen Flug von Dubai nach Australien ging. Auf der Rückreise werde ich es daher genauso machen und ein paar Tage in Japan verbringen.
Bereits im April habe ich von Deutschland aus ein Konto bei Westpac eröffnet und auch schon Geld nach Australien überwiesen. Zum einen fürchtete ich mit der Griechenlandkrise etwas um den Kurs des Euros, zum anderen habe ich neben einem Girokonto auch ein Tagesgeldkonto eröffnet, auf dem die Zinskonditionen deutlich besser sind als sie zur Zeit in Deutschland sind. Inzwischen kooperiert das Ranke-Heinemann Institut mit der ANZ Bank, diese Kooperation bestand zum Zeitpunkt als ich das Konto eröffnet habe, noch nicht. Relevant bei der Entscheidung, welche Bank man nimmt, sollte auch sein, ob Kontogebühren anfallen oder Gebühren für einzelne Transaktionen. Nachdem ich ein australisches Konto hatte, stellte sich als nächstes die Frage, wie ich Geld dorthin überweisen kann. Bei meiner deutschen Sparkasse musste ich ein gesondertes Formular ausfüllen für eine Überweisung nach Australien. Laut meiner Beraterin müsste ich dies auch für jede weitere Überweisung tun, selbst wenn ich bereits in Australien bin, da eine einfache Online-Überweisung nicht möglich war. Ich weiß nicht, ob dies nur an meiner Sparkasse lag oder allgemein so kompliziert ist. Nach einer Suche im Internet habe ich jedoch einen sehr guten Service gefunden: Dieser nennt sich Transferwise (https://transferwise.com/) und funktioniert so, dass man Geld an ihr deutsches Konto überweist und das Unternehmen gleichzeitig jemanden findet, der australische Dollar in Euro umtauschen will. Das Geld kommt nach ca. 4/5 Tagen auf dem australischen Konto an. Die Gebühren sind dabei auch um einiges geringer als wenn man eine normale Auslandsüberweisung tätigt.

Nach einigen weiteren Vorbereitungen (z.B. internationalen Führerschein beantragen, Postnachsendeantrag, um die Post zu meiner Mutter schicken zu lassen, Sonderkündigungsrecht für Telefon- und Internetvertrag nutzen etc.) geht es sehr schnell bis das Abreisedatum da ist.

Erste Tage in Sydney

Die University of New South Wales (und andere Unis in Sydney auch) bieten einen Service an, dass man am Flughafen abgeholt wird. Mein Flug kam jedoch um 22.20 Uhr in Sydney an, was außerhalb der Zeiten für diesen Service lag. Für die erste Nacht hatte ich das Ibis Budget Hotel am Flughafen gebucht und da ich noch keine dauerhafte Unterkunft hatte, danach für 10 Nächte ein Hostel am Bondi Beach.
Einige hilfreiche Informationen für die Ankunft in Sydney und an der UNSW kann man auf der Student Support Seite für internationale Studenten finden.

Daneben gibt es ein Welcome Centre, in dem Studenten neue internationale Studenten begrüßen und bei Fragen weiterhelfen können. Unter anderem gibt es eine Checkliste mit Dingen, die man nach Ankunft in Sydney erledigen sollte, z.B. die Student ID einsammeln, die Krankenkassekarte bei medibank beantragen etc. Außerdem bieten sie Welcome Workshops an, genauso wie eine Campusführung, welche auf jeden Fall zu empfehlen ist, da der Campus groß ist und man sich durchaus verlaufen kann.

Wenn man bereits ein Konto von Deutschland aus eröffnet hat, muss man noch einen Identitätscheck vor Ort machen, wobei man nicht notwendig zu der Filiale gehen muss, die man zuvor angeben hat, wenn man feststellt, dass eine andere näher ist.

Wenn man sich nicht bei einer der Residence auf dem Campus beworben hat, ist das Wichtigste nach der Ankunft in Sydney ein Zimmer zu finden. Ich hatte mich gegen das Wohnen on campus entschieden, da ich gelesen hatte, dass vor allem jüngere Studenten dort wohnen würden, was für manche Residence möglicherweise stimmen mag, aber soweit ich das einschätzen kann z.B. beim International House, welches extra für internationale Studenten ist, nicht so ist. Dennoch würde ich mich wieder dazu entscheiden off campus zu wohnen: In vielen der Residence gibt es Mahlzeiten, die mit in der Miete eingeschlossen werden. Natürlich ist das die einfachste Möglichkeit, da es zwar unterschiedliche Cafes und Foodcourts auf dem Campus gibt, jedoch man nicht so günstig essen kann wie in Mensen in Deutschland, sodass es günstiger ist selbst zu kochen. Diesen Aufwand kann man sich in den Residence sparen. Allerdings habe ich noch von niemandem Begeisterungsstürme über das Essen gehört und wenn man doch mal woanders isst oder reisen ist, zahlt man doppelt für Essen. Im UNSW Village gibt es auch WG-Zimmer ohne Mahlzeiten. Insgesamt ist das Wohnen on campus aber teurer als Wohnen off campus.

Ich habe daher nach Ankunft direkt angefangen nach Zimmern zu suchen. Aufgrund der hohen Mieten in Sydney gibt es häufig shared rooms, wo man sich ein Zimmer mit 1 oder manchmal sogar 2 Personen teilt. Ich wollte dagegen ein single room, für welches man in der Nähe des Kensington Campus, d.h. in Kensington, Kingsford, Randwick oder Coogee zwischen $220 bis $350 die Woche an Miete zahlt. In der Nähe des Campus zu wohnen ist insofern von Vorteil, da internationale Studenten nicht die ermäßigte OPAL-Card für den öffentlichen Nahverkehr bekommen und man ansonsten zu der Miete noch berücksichtigen muss, wie viel Kosten dafür anfallen.

Ich habe mein Zimmer innerhalb einer Woche über gumtree (www.gumtree.com.au) gefunden, weitere Links listet Julia Turbahn in ihrem Bericht auf. Außerdem gibt es eine Facebookgruppe mit dem Namen „UNSW Students Rent/Sublet Accomandation“.

Die Woche vor Vorlesungsbeginn ist dann Orientation Week, wobei die O-Week für alle Studenten erst am Mittwoch anfing, jedoch gab es für internationale Studenten noch am Montag und Dienstag ein gesondertes Programm mit einigen Workshops. Gerade um andere Studenten zu treffen und für einige Informationen wie sich das Studium an der UNSW von einem Studium in Deutschland unterscheidet, war es sehr hilfreich. Allerdings war es zum Teil auf Studenten zugeschnitten, die gerade erst die Schule beendet haben und direkt im Ausland anfangen zu studieren, sodass für mich einige Informationen selbstverständlich waren. Außerdem ist bei dem Programm zu berücksichtigen, dass zum Teil zwischen international students, die ihren gesamten Abschluss an der UNSW machen, und exchange students unterschieden wird. Für exchange students gibt es zum Teil noch weitere Workshops.

In der O-Week für alle Studenten gibt es dann auf dem Campus viele Stände vor allem von den unterschiedlichen Societies, die es an der Uni gibt. Von der Free Food for all society über die Quidditch society gibt es alle möglichen unterschiedlichen Societies. Die Societies bieten eine gute Möglichkeit Gleichgesinnte unter den etwas über 50.000 Studenten an der UNSW zu finden.

Studium an der UNSW

Nach der O-Week startet die Vorlesungszeit. Und bereits in den Workshops zuvor hieß es, dass es keine Eingewöhnungszeit gebe, sondern es sofort losginge, was ich bestätigen kann. Für Jura heißt das insbesondere, dass man bereits vor den jeweiligen Kursen einiges lesen muss (ob das alle Studenten immer so machen, ist eine andere Frage). Die Kurse waren jeweils recht klein (ca. 20-30 Studenten) und es wurde mehr diskutiert als in deutschen Vorlesungen. Dafür ist auch mündliche Beteiligung ein Teil der Endnote in jedem Kurs. Wo man sich auch nicht davon abschrecken lassen sollte neben Englischmuttersprachlern bestehen zu müssen.
Die Hierarchien sind in Australien allgemein flacher, sodass Studenten selbst Professoren mit Vornamen ansprechen und sich diese auch mal am Gespräch vor einer Vorlesung über Harry Potter beteiligen.
Ein großer Vorteil am Studium an der UNSW ist, dass die Uni sehr international ist. Je nachdem, wen man fragt, studieren zwischen 120 und 140 Nationen an der Uni, was gerade Diskussionen in Kursen mit internationalem Bezug sehr bereichert.

(Studenten-)Leben in Sydney

Sydney als Großstadt bietet für jeden vielfältige Möglichkeiten. Das internationale Klima an der UNSW und auch in Sydney als Stadt bietet auch die Chance Einblicke in viele unterschiedliche Kulturen zu bekommen. Das spiegelt sich natürlich auch im Essen wider. Gerade asiatisches Essen gibt es häufig recht günstig. Zu empfehlen ist aber auch ein Pizza Autentico in Surry Hills, wo es für $20 ein Pizza und Pasta All you can eat gibt. Auch viele Eisdielen gibt es in Sydney, dabei bietet Gelato Messina neben klassischen Sorten auch viele ausgefallene Kreationen an. Mit Stickstoff wiederum arbeitet N2 Extreme Gelato in Chinatown.
Sydney hat eine Reihe an Stränden, von denen sicher Bondi Beach der bekannteste ist. Vom Campus in Kensington ist wiederum Coogee Beach nur ein paar Minuten mit dem Bus entfernt. Zwischen diesen beiden Stränden gibt es den Bondi to Coogee walk, der ca. 2-3 Stunden dauert und an der Küste entlang führt. Einmal im Jahr gibt es dort Sculptures by the Sea, wo Kunstinstallationen entlang der Küste aufgebaut werden.
Es gibt in Sydney aber auch noch viele weitere Strände. Mit der Opal Card bietet es sich an sonntags eine Fähre zu nehmen und so die etwas weiter entfernten Gegenden zu erkunden, da man mit der Opal Card sonntags nur einmal $2,5 zahlen muss und den öffentlichen Nahverkehr dann so viel nutzen kann wie man will.
Bereits auf dem Campus gibt es Bars und Partys im Roundhouse. Unterschiedliche Bars und Clubs gibt es vor allem in CBD, aber auch in Coogee in der Nähe zum Strand. Dort findet jeder für seinen Musikgeschmack die passende Bar oder Club.
Wer von sich sagen will, dass er das Opernhaus nicht nur von außen, sondern auch von innen gesehen hat, kann bei einigen Konzerten / Theaterstücken günstige Tickets für unter 30-Jährige bekommen (die sogar günstiger sind als Studententickets). Ansonsten gibt es günstige Tickets kurz vor den Aufführungen.
An Wochenenden gibt es in Sydney unterschiedliche Märkte wie z.B. die Glebe Markets oder einen Markt in the Rocks, dem ältesten Viertel Sydneys. Für Feuerwerk in Sydney muss man nicht bis Neujahr warten, sondern im Sommer gibt es jeden Samstagabend in Darling Harbour ein Feuerwerk. Für das Feuerwerk an Silvester gibt es wiederum eine eigene Homepage und auch eine eigene App mit aktuellen Informationen: www.sydneynewyearseve.com
Dort steht auch eine Liste an Orten, wo man das Feuerwerk gut sehen kann, ohne die Nacht vorher im botanischen Garten zu zelten.

Viele weitere Tipps und Informationen, was zurzeit in Sydney passiert bekommt man auf den Seiten:

http://www.au.timeout.com/sydney
http://www.truelocal.com.au
http://www.xploresydney.com
http://www.theurbanlist.com/sydney

Langweilig wird einem im Sydney jedenfalls nicht so schnell!

Don´t be a tourist, be a traveler

Ein weiterer Vorteil davon in Sydney zu studieren ist, dass Orte, die von Deutschland aus sehr weit weg sind, nun sehr nah sind. Bereits in Tagesausflügen am Wochenende z.B. in die Blue Mountains kann man die Umgebung Sydneys erkunden. Die erste etwas längere Möglichkeit zu reisen, bietet sich beim Auslandsstudium meist in der midsemester break, was eine freie Woche mitten im Semester ist. Wenn man nur ein Semester in Sydney ist, sollte man sich überlegen, wie viel Zeit man nach dem Semester noch in Australien bleiben möchte und entsprechend den Flug buchen. Man kann vom Studentenvisum auf ein Touristenvisum wechseln, jedoch ist es teurer, wenn man dies aus Australien selbst beantragt. Einige Leute reisen daher nach Neuseeland oder Asien, um von dort aus günstiger ein Touristenvisum zu beantragen.
Etwas länger Zeit zu reisen hat man, wenn man mehr als ein Semester in Australien studiert (ob nun zwei Auslandssemester oder einen ganzen Abschluss in Australien macht), da man in den Semesterferien Zeit hat zu reisen. Gerade nach einem deutschen Jurastudium ist es durchaus eine schöne Umstellung, wenn man die Semesterferien wirklich frei hat und keine Hausarbeiten schreiben oder Praktika in den Ferien machen muss. Wenn man die Zeit in den Semesterferien zum Reisen nutzen will, sollte man dies schon bei der Planung der Auslandszeit berücksichtigen: Die Semesterferien zwischen Semester 1 und Semester 2 im australischen Winter sind nur ein Monat lang, während die Semesterferien im australischen Sommer zwischen Semester 2 und Semester 1 drei Monate lang sind.
Für konkrete Reiseplanungen findet man natürlich vieles im Internet, wenn man jedoch lieber einen handfesten Reiseführer dabei haben will, ist es sehr hilfreich Mitglied in einer der Büchereien in Sydney zu werden, z.B. der Library im Eastgardens Einkaufzentrum. Die Mitgliedschaft ist meist kostenlos und neben vielen Reiseführern, gibt es auch genügend andere Bücher, die man ausleihen kann.

Fazit

Den Rat, den ich jedem geben kann, der über ein Auslandsstudium nachdenkt: Macht es! Man sammelt viele neue Erfahrungen, trifft Leute von der ganzen Welt, sieht Orte, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass sie existieren und hinterfragt auch mal Dinge, die man für selbstverständlich hält. Die Bauchentscheidung, dass ich nach Australien gehen wollte, habe ich seit meinem Abflug in Deutschland kein Mal bereut, ebenso wenig wie die dann etwas mehr durchdachte Entscheidung an der University of New South Wales zu studieren.

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