Das Masterstudium war "Outstanding"! Note: "High Distinction"
Profilbild Studentin

Cora Hille | Bachelor-Studentin BWL


Wo
The University of Technology Sydney

Zeitraum
2015 - 2016

Was
Postgraduate: Master of Management

Studienprogramm
Master

Förderung
IRH Studienbeihilfe

31.01.2016

Master of Management an der University of Technology Sydney

Sportteam

Entscheidung

Fast ein Jahr vor Ende meines dualen Studiums (BWL und Industriekauffrau) habe ich angefangen, mir Gedanken über einen Master zu machen. Mir wurde zwar von vielen Seiten versichert, dass ich keinen Master für eine erfolgreiche Karriere brauche, aber nach dem Bachelorstudium und der Ausbildung hatte ich das Gefühl, dass ich gerne noch mehr Lernen wollte, bevor ich mich ganz dem Arbeitsleben hingebe. Mein Masterstudiengang sollte also nicht irgendein MBA-Studiengang sein, der sich nett auf dem Lebenslauf macht, sondern in erster Linie meinen Interessen entsprechen. Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, im Ausland zu studieren, habe ich mehrere Monate lang Programme auf aller Welt recherchiert und eine riesige Excel-Tabelle mit Bewerbungsvoraussetzungen, Deadlines, Kosten etc. gemacht. Auf einer Master-Messe habe ich am Stand des Institut Ranke-Heinemann ein Prospekt der University of Technology, Sydney (UTS) erhalten und die dort angebotenen Studiengänge entsprachen genau meinen Voraussetzungen: nicht zu kurz oder zu lang (3 Semester), keine Wiederholungen von BWL-Fächer wie Controlling oder VWL (außer als Wahlfächer), dafür großer Wert auf Praxisnähe, Anwendbarkeit und Internationalität. Trotzdem fiel mir die Entscheidung nicht so einfach, da 1,5 Jahre am anderen Ende der Welt eine lange Zeit sind und das Studium in Australien mit hohen Kosten verbunden ist. Die Recherche ging also etwas weiter, aber da kein Studienprogramm einer anderen (europäischen) Uni an das der UTS herankam, habe ich mich dann endgültig für den Master of Management ab Juli 2015 dort entschieden. Dieser Erfahrungsbericht wurde nach dem ersten Semester im Dezember 2015 verfasst.

Bewerbung, Vorbereitungen und Stipendien

Bewerbung

Schon in meiner Entscheidungsphase hatte ich Kontakt zum Institut Ranke-Heinemann und konnte dort alle aufkommenden Fragen klären. Für die Bewerbung im Dezember 2014 habe ich dann alle Unterlagen vorbereitet und im Berliner Büro vorbeigebracht. So musste ich mir keine Gedanken um Übersetzungen und Beglaubigungen machen und hatte drei Wochen später schon den Conditional Letter of Offer in meinem E-Mail Postfach. Für einen Unconditional Letter of Offer fehlten noch das Bachelorzeugnis sowie der offizielle Brief mit dem TOEFL-Testergebnis. Beides konnte ich im Mai 2015 nachreichen und habe dann auch sofort die finale Zusage der UTS erhalten. Um das Angebot anzunehmen, musste ich die erste Rate der Studiengebühren überweisen. Das geht leider nicht einfach von einem deutschen Konto oder per Kreditkarte, sodass, egal auf welchem Weg, Gebühren anfallen. Ich habe mich letztendlich für peerTransfer entschieden, die von der UTS bevorzugte Methode. Die einzige andere Möglichkeit ist eine Überweisung von einem australischen Bankkonto, was man dann für die folgenden Semestergebühren nutzen kann.

Bankkonto

Mein Bankkonto habe ich bereits von Deutschland aus bei der ANZ Bank eröffnet, die keine Gebühren für Studenten erhebt und eine gute Verbreitung in Australien hat. Meine Bankkarte lag schon zur Abholung in der Filiale bereit, als ich in Sydney ankam. Sehr praktisch ist auch, dass man Bargeld direkt am Automaten einzahlen kann. Um weitere Auslandsüberweisungsgebühren zu sparen, hebe ich nämlich mit meiner DKB-Visakarte kostenlos Bargeld (max. A$1.300/Tag) am Automaten ab und zahle es direkt auf mein ANZ-Konto ein. Wenn aber mal eine größere Überweisung aus Deutschland ansteht, ist der Service von Transferwise zu empfehlen, mit geringen Gebühren und schnellen Überweisungen.

Krankenversicherung

Als internationaler Student in Australien ist man verpflichtet die Overseas Student Health Cover (OSHC) abzuschließen, eine private Krankenversicherung. Es gibt fünf große Anbieter (Medibank, Allianz Global Health Care, Bupa, AHM, nip), die sich in den Basisleistungen nicht groß unterscheiden, eher dann im Preis und wenn es um die Hinzubuchung von Zusatzleistungen (Zahnarzt, Optiker, Physio etc.) geht. Fast jede Uni hat ihren bevorzugten Anbieter, die dann meist ein Büro auf dem Campus haben, was praktisch sein kann. Ich habe mich allerdings aufgrund der Zusatzleistungen (=Extras) für die Allianz und nicht die Medibank (Partner der UTS) entschieden und hatte bisher noch keine Probleme. Wenn man zu einem Arzt geht, der „Bulk-Billing“ anbietet, dann wird meist direkt mit der Versicherung abgerechnet. Ansonsten zahlt man die Rechnung erst selbst und reicht sie dann bei der Versicherung ein.

Confirmation of Enrolment

Nachdem also die OSHC abgeschlossen und die Studiengebühren überwiesen waren, hatte ich dadurch das Studienplatzangebot der UTS offiziell angenommen und ich erhielt die Confirmation of Enrolment (CoE), welche für die Beantragung des Visums benötigt wird. Das Visum lässt sich einfach online beantragen und ist meist nach einigen Stunden per E-Mail da.

Flug

Vor der Flugbuchung habe ich lange recherchiert und mir u.a. auch von STA Travel Angebote eingeholt. Letztendlich war alles schon sehr teuer (2 Monate vor Abflug), obwohl ich sehr flexibel war, was Abflugort und Datum anging. Letztendlich habe ich ein super Pauschalangebot für einen 2-wöchigen Thailand Urlaub gefunden (800€ für Flug+Hotel), wovon ich den Rückflug nach Berlin habe verfallen lassen. Nach zwei Wochen Urlaub mit meiner Freundin ist sie dann zurück nach Deutschland und ich bin weiter nach Sydney geflogen (für 300€). So habe ich nicht viel mehr bezahlt, als wenn ich direkt von Deutschland nach Australien geflogen wäre (ab 950€) und hatte dafür noch einen schönen Urlaub.

Stipendien

Bevor es aber final auf die große Reise ging, war ich im Juni noch in Bonn zum Interview für das DAAD-Jahresstipendium. Ich hatte mich im März beworben (Deadline 31.03.) und war dann zu dem persönlichen Auswahlgespräch eingeladen worden. Letztendlich ging das Gespräch nur 10 Minuten und drehte sich hauptsächlich darum, warum ich unbedingt nach Australien möchte, wenn ich Management doch auch in Deutschland studieren könnte. Anscheinend habe ich meine Gründe überzeugend vorgetragen, sodass ich wenige Wochen später die Zusage für das Stipendium hatte. Es beinhaltet eine Pauschale für den Flug, eine monatliche Stipendienrate (momentan 825€), einen Teil der Studiengebühren (ca. 2/3), sowie die Kosten für die OSHC und eine deutsche Zusatzversicherung. Wenn man das zusammenrechnet, ist es also eine Menge Geld. Ich hatte im Vorhinein nicht gedacht, dass ich das Stipendium bekomme, aber kann jedem nur empfehlen, es zu versuchen!
Viele australische Unis bieten selbst auch Stipendien an, meist in Form von Nachlässen bei den Studiengebühren. Mit meiner Studienplatzzusage der UTS erhielt ich auch gleich den Academic Excellence Award der UTS für internationale Studenten, für den man sich nicht extra bewerben muss und der immerhin A$2000 wert ist.

Vor Ort – Handy, Wohnungssuche und Logistisches

Handy

Direkt am Flughafen habe ich mir eine Prepaid-SIM-Karte gekauft. Die beiden großen Anbieter in Australien sind Optus und Telstra, wobei Telstra oft ein bisschen teurer ist, dafür aber auch in abgelegenen Gebiete eine gute Abdeckung hat. Die meisten Tarife beinhalten ein großes Datenpaket für Internet sowie Credit, der für Anrufe nach Deutschland verwendet werden kann. Ich habe mich für Optus entschieden und lade monatlich $30 auf, wofür ich eine Anruf und SMS-Flatrate habe, 1,5 GB (übertragbar in den nächsten Monat, wenn es noch nicht aufgebraucht ist) und $5 Credit, mit denen ich 100 Minuten ins deutsche Festnetz telefonieren kann. Dank des hohen Datenvolumens kann man auch gut über WhatsApp telefonieren, wenn man unterwegs ist.

Wohnungssuche

Ich bin schon eine Woche vor Beginn der Orientation Week in Sydney angekommen, da ich zeitlich flexibel war. Eigentlich wollte ich die Zeit zur stressfreien Wohnungssuche nutzen, letztendlich habe ich aber durch einen Zufall schon im Voraus ein Zimmer zur Untermiete bekommen, sodass ich gleich einziehen konnte, als ich ankam. Die ersten drei Monate habe ich in einem Haus in Glebe gewohnt, zusammen mit zwei Franzosen und zwei Italienern. Glebe ist ein super Viertel zum Wohnen: nah am Wasser (Hafenbucht, nicht Strand), viele Cafés und Restaurants, und vor allem in Lauf/Fahrrad-Nähe zur UTS und Stadt. Nach den drei Monaten bin ich dann nach Annandale gezogen.

Die Zimmersuche in Sydney läuft etwas anders als in Deutschland, vor allem spontaner. Die meisten Zimmer, die angeboten werden, sind sofort frei oder innerhalb der nächsten Woche zu beziehen. Es macht auf gar keinen Fall Sinn, schon von Deutschland aus zu suchen, man kann sich höchstens schon mal ein Bild von den Preisen machen (wie fast alles in Australien ist auch die Miete deutlich höher als in Deutschland (stadtnahes Zimmer zwischen $230-330/Woche)). Die meisten mieten sich erst einmal für 1-2 Wochen ein Hostel oder airbnb-Zimmer und finden dann recht schnell etwas vor Ort. Für die Suche empfehle ich auf jeden Fall die Facebook-Gruppen „INNER EAST HOUSEMATES (& Surryhills, Darlo, Redfern etc)“ und „Inner West Housemates (Newtown, Enmore, Marrickville etc)“. Die meisten anderen sind voller Spam. Ansonsten gibt es noch Flatmates.com.au und Flatmatefinders.com.au, die ähnlich funktionieren wie WG-gesucht.de. Gumtree wird auch oft genannt, ich finde die Seite für Wohnungen aber eher unübersichtlich und anfälliger für Spam. Zu beachten sind folgende Punkte: Miete wird meistens pro Woche angegeben und bezahlt, Bills (Wasser, Strom etc.) sind oft nicht inbegriffen, Untermietverträge sind nicht üblich und oft hat nur der Hauptmieter (Tenant) seinen Namen auf dem Lease Contract stehen.

Als Stadtteile bieten sich vor allem die Inner Eastern Suburbs (Surry Hills, Darlington, Chippendale etc.) an, da sie zwischen der Stadt und dem Meer liegen, man also zu allem gut hinkommt. Wer längere Fahrtzeiten zur Uni, bzw. in die Stadt in Kauf nehmen möchte, um näher am Strand zu wohnen, ist mit Bondi und Coogee noch gut bedient. Manly würde ich aufgrund der Fähre nicht unbedingt empfehlen, auch wenn es da sehr schön ist. Fahrzeiten kann man ganz leicht über den „Zug-Button“ bei Google Maps nachgucken.

Öffentliche Verkehrsmittel

Um die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, Zug, Lightrail und Fähren) in Sydney nutzen zu können, muss man sich eine Opal Card anschaffen, die mit Geld aufgeladen wird und dann die Kosten pro Strecke berechnet und abzieht. Als International Student hat man leider kein Recht auf Vergünstigungen, sodass man immer den vollen Preis bezahlt. Pro Woche sollte man mit $20-30 rechnen, je nachdem wie viel man fährt. Nach acht Fahrten sind alle weiteren bis zum nächsten Wochenanfang frei, was ganz praktisch ist, wenn man z.B. am Wochenende den teureren Zug für Ausflüge nutzt.

Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass die meisten Busse und Bahnen bis maximal Mitternacht fahren (auch am Wochenende!), also sollte man immer vorher gucken, wann der letzte Bus nach Hause fährt. Ansonsten bietet sich auch Uber an, was in Sydney viel genutzt wird und günstiger ist als normale Taxis.

Ich habe mir auch gleich in der ersten Woche ein gebrauchtes Fahrrad über gumtree.com.au gekauft, mit dem ich einige Male zur Uni gefahren bin. Jedoch sei gesagt, dass Fahrradfahren in Sydney nicht wirklich viel Spaß macht, da es kaum Radwege gibt und die Autofahrer Fahrradfahrer nicht gewohnt sind und man dementsprechend vorsichtig fahren muss.

Wer den Stress mit der Wohnungssuche und Transport zur Uni umgehen möchte, kann sich ein Zimmer im Housing der Uni mieten. Die Verträge sind in der Regel für 6 oder 12 Monate und in WG-Format. Preise variieren nach Anzahl der Mitbewohner und Neuheit des Hauses. Viele der Exchange Students (= nur ein Semester da) haben sich für das UTS Housing entschieden, also die Studentenwohnheime. Die sind meist sehr gut ausgestattet, haben alle eine Dachterrasse mit Barbeque Grill, Gemeinschaftsräume etc. Vor allem aber werden viele verschiedene Events angeboten (z.B. gemeinsames Pizza-Backen, Ausflüge zu IKEA, Fitnesstraining…) und es ist super, um andere (internationale) Studenten kennenzulernen.

Studium an der University of Technology, Sydney

Orientalin Week und Einschreibung

Bevor die Vorlesungen losgehen, findet die Orientation Week statt, in der man die Gelegenheit hat, die Universität mit all ihren Angeboten kennenzulernen. Besonders empfehlenswert sind die Einführungen in die zahlreichen IT-Systeme, Führungen über den Campus, bzw. die Bibliothek und die Networking-Events. Als International Student ist dies meistens auch die Zeit, in der man sich in seine Kurse einschreiben kann (Enrolment Sessions), dafür muss man nämlich vor Ort sein. Da ich meinen kompletten Master an der UTS mache, habe ich mich einfach an die vorgeschlagene Reihenfolge der Pflichtkurse gehalten. Wenn man jedoch nur ein Auslandssemester hier macht, sollte man sich gut mit der Heimatuni absprechen, um sicher zu gehen, dass die Kurse angerechnet werden können. Wichtig ist auch zu klären, ob die Noten übertragen werden, oder nur zählt, ob man bestanden hat. Das kann einem dann einiges an Stress ersparen.

Notensystem

Apropos Noten: das Notensystem in Australien ist etwas anders als in Deutschland. So bekommt man nämlich meist 75-85% (Distinction), wenn man eine gute Arbeit abgeliefert und alle Kriterien erfüllt hat. Nur wenn die Arbeit outstanding ist, bzw. man die Kriterien in besonderem Maße übertroffen hat, gibt es mehr als 85% (High Distinction). Viele Dozenten sind sehr transparent mit den Benotungen, sodass man nach einiger Zeit nicht mehr enttäuscht ist, wenn man 78% bekommt, obwohl die Arbeit durchgehend gelobt wurde. Man darf das Ganze einfach nicht mit Deutschland vergleichen und wie bereits gesagt: Für viele zählt hier nur ein „Pass“ (>50%).

Kurse

Pro Semester hat man vier Fächer (bzw. als Exchange Student kann man auch drei wählen), die meist nur drei Stunden Kontaktzeit pro Woche beinhalten. Dafür ist der Aufwand für Vor- und Nachbereitungen der Vorlesungen sehr hoch und die verschiedenen Assignments nehmen auch viel Ziel in Anspruch. Anders als in Deutschland gibt es nämlich in kaum einem Fach nur eine Klausur am Ende des Semesters. Normalerweise hat man drei bis vier verschiedene Prüfungskomponenten (Präsentationen, Gruppenprojekte, Reports, Essays, Analysen, Klausuren), aus denen sich die Gesamtnote zusammensetzt. So hat man über das Semester verteilt viel zu tun, andererseits ist der Druck vor den Klausuren dementsprechend geringer.

Die Vorlesungen selbst sind auch recht unterschiedlich. In zwei meiner Fächer hatten wir kleine Gruppen (20-30 Personen) und der Unterricht war sehr auf Mitarbeit und Einbindung der Studenten ausgelegt. In den beiden anderen Fächern hatten wir erst eine Vorlesung im großen Hörsaal (ca. 200 Leute) und dann Tutorials in kleineren Gruppen. In allen Fächern hat man aber ein recht lockeres Verhältnis mit den Dozenten: man spricht sich mit Vornamen an und bekommt meist schnelle Rückmeldungen, wenn man Fragen hat.

Ausstattung

Auch wenn der Name der UTS auf eine technische Ausrichtung hindeutet, so ist die Business Faculty die größte der Uni und auch sehr renommiert. Die meisten Vorlesungen für Masterstudenten finden im neuen Dr. Chau Chak Wing Building statt, das vom bekannten Architekten Frank Gehry entworfen wurde und dementsprechend ungewöhnlich aussieht. Immer mal wieder spazieren Touristen hinein und machen Fotos, was einem zeigt, dass man an einem wirklich besonderen Ort studiert. Die UTS hat in den letzten Jahren noch einige weitere neue Gebäude gebaut und ist dementsprechend gut und modern ausgestattet. Sie liegt sehr zentral direkt am Hauptbahnhof, was sie aus allen Richtungen gut erreichbar macht. Die Nähe zur „Innenstadt“ ist auch sehr praktisch.

Darüber hinaus bietet sie viele verschiedene Services für Studenten an, wie dem Medical Center und Councelling Service, dem Career Service, bei dem man Tipps und Tricks zu CV, Cover Lettern und der Jobsuche bekommt, oder HELPS, die einem bei Assignments helfen. All das ist natürlich kostenlos (bzw. durch die Studiengebühren abgedeckt).

Studentenclubs

Neben diesen offiziellen Angeboten, gibt es an der UTS auch viele verschiedene Clubs, die von Sport über Photography bis zur „Food Appreciation Society“ so ziemlich alles abdeckt. Ich bin gleich zu Beginn des Semsters zum Handballtraining des UTS Teams gegangen (was aber auch für Nicht-Studenten ist) und habe dort noch die letzten Spiele der Saison (März-September) mitgespielt. In den ersten Semesterwochen waren Trials für die Australian University Games (Hochschulmeisterschaften), die in der Spring Break im Oktober stattgefunden haben. Da heißt es: einfach hingehen, auch wenn man sich nicht sicher ist, ob man gut genug ist. Ich hab es auf jeden Fall ins Handballteam geschafft und bin dann mit meinem Team eine Woche an die Gold Coast geflogen für die Uni Games. Auf jeden Fall ein Highlight des Semesters, auch weil wir die Gold-Medaille gewonnen haben und wir als Team (Australier und Internationals gemischt) auch danach noch viel unternommen haben. Wer das Autumn Semester (März-Juli) in Australien ist, kann an den kleinen Uni Games teilnehmen (z.B. Eastern Uni Games für NSW, Northern Uni Games in Queensland), oder auch an den Snow Uni Games im August. In jedem Fall ein Garant für eine tolle Zeit und die Möglichkeit neue Leute kennenzulernen.

To Dos in Sydney

In einer großen Stadt wie Sydney gibt es natürlich unglaublich viel zu sehen und zu erleben. In den ersten Tagen bietet es sich an, zu Fuß durch die Stadt zu gehen (z.B. Hyde Park, Botanical Garden, Circular Quay, the Rocks, über die Harbour Bridge laufen, Haymarket…). An den Wochenende stößt man dabei oft auf kleine Märkte (z.B. in den Rocks, oder auch in Glebe, Paddington etc.).

Als Tagesausflüge beliebt sind z.B. Whale Watching, Hiking in den Blue Mountains oder dem Royal National Park und der Coogee-Bondi Coastal Walk. Strände gibt es auch viele zur Auswahl, wobei meine Favoriten Coogee, Tamarama und Manly sind. Rund um den Hafen gibt es auch einige versteckte Plätze, wie z.B. den Milk Beach, mit schönen Blick auf die Harbour Bridge. In Maroubra, Manly und Bondi kann man gut surfen (lernen), wobei viele Austauschstudenten am Surf-Camp teilnehmen (ein Wochendkurs südlich von Sydney: surfcamp.com.au). In den Parks gibt es oft kostenlose Laufgruppen und Bootcamps (z.B. das Social Bootcamp Mo und Mi über meetup.com.au), denen man sich anschließen kann. Ansonsten kann man auch gut einen Tag im Centennial Park verbringen. In fast allen Parks und an den Stränden gibt es übrigens Barbecue-Platten, die man frei nutzen kann!

Je nach Jahreszeit bzw. Saison lohnt es sich zu Spielen der Sportclubs in Sydney zu gehen. Australian Football (AFL) ist zum Beispiel mal etwas anderes, oder auch Rugby League/Rugby Union und Cricket Spiele. Fußball gibt es natürlich auch.

Wer mal für ein Wochenende aus der Stadt raus möchte, kann sich ein Auto mieten (z.B. bei Jucy Car Rentals, die auch an U21 vermieten) und z.B. nach Jervis Bay oder Port Stephens fahren. In vielen Orten gibt es über airbnb Ferienhäuser zu mieten, bzw. Campingplätze.

Mehr Eindrücke?

Lesen Sie auch unsere anderen Erfahrungsberichte.