„Aussie-way-of-life“

Julian Rejmanowski | Masterstudent


Wo
The University of Technology Sydney

Zeitraum
2016 - 2017

Was
Master of Management

Studienprogramm
Masterstudium

Förderung
IRH-Förderprogramm

31.12.2016

Masterstudium an der UTS

Vorbereitung

Mit meinem Bachelor in der Tasche und ersten kleineren Berufserfahrungen, war nun für mich die Frage gekommen, wo genau ich meinen Master absolviere. Mir wurde recht schnell klar, dass ich einen weiterführenden Master im englischsprachigen Ausland machen möchte, da ich überzeugt war (und es weiterhin bin), dass ein Auslandsstudium eine äußerst wertvolle Erfahrung darstellt. Ich wollte eine mir völlig unbekannte Kultur näher kennenlernen und entschied mich schließlich für ein gesamtes Masterstudium in Australien. Die Entscheidung fiel schließlich auf die University of Technology Sydney (UTS), welche einen exzellenten Ruf genießt und genau auf meine individuellen Studienbedürfnisse zugeschnitten ist.

Da der Bewerbungsprozess recht kompliziert ausgestaltet ist, habe ich mich für die Bewerbung an das Institut Ranke Heinemann gewendet, welches mir durch persönliche Beratung sehr weiterhelfen konnte. Neben einer ausführlichen Beratung unterstützt das Institut die Bewerber zudem durch eine Studienbeihilfe in Höhe von 10% des ersten Semesters. Da ich vor hatte meinen gesamten Master in Australian zu absolvieren, konnte ich mit einer beachtlichen Summe rechnen, welche mir übrigens nach Absolvierung des ersten Semesters problemlos auf mein australisches Konto überwiesen worden ist.

Nach Einreichung aller benötigter Unterlagen bei Ranke-Heinemann (Bewerbungsformular des Instituts, Abschlusszeugnis, Englischsprachnachweis etc.) kam schließlich eine Zusage der Universität, sodass mein Auslandsabenteuer nun endlich beginnen konnte.

Orientation week und allgemeines Unileben

Die UTS zeichnet sich durch eine außerordentlich gut organisierte und interessante Orientierungswoche für Neuankömmlinge aus. Man hat als neuer Student wirklich das Gefühl, dass man herzlich willkommen an der Uni ist und dass einem aufrichtig geholfen wird. Neben der Möglichkeit neue Leute aus dem eigenen Fachbereich kennenzulernen gibt es unzählige Informationsveranstaltungen, wie Library Touren, Fakultätstreffen und Computer System „Nachhilfen“. Ich empfehle jedem, der sich für ein Studium an der UTS entscheidet an dieser „O-week“ teilzunehmen, da man einen besseren Start ins Studium hat und vor allem viele neue Leute kennenlernt.

Da ich einen gesamten Master an der UTS begonnen habe, war ich visumstechnisch verpflichtet insgesamt 4 Kurse zu belegen. Ich habe meinem Studiengang entsprechend ausschließlich Business Kurse (z.B Business Models and Strategic Planning, People, Work and Employment) gewählt, welche alle sehr unterschiedlich, dennoch sehr interessant ausgestaltet worden sind. Wie schon vielen Erfahrungsberichten zu entnehmen ist, ist das Studium in Australien etwas anders als in Deutschland. Es gibt manchmal keine Semesterendklausur sondern es werden ständig Leistungsnachweise, wie Präsentationen, Gruppenarbeiten und Kurztests (Quizzes) verlangt. Das macht das Studium zwar intensiver aber dafür auch nachhaltiger, weil man die Lehrinhalte wirklich behält und auch praktisch durch Case Study Aufgaben anwenden kann. Ganz besonders spannend finde ich immer die Gruppenarbeiten, da man wichtige Soft Skills erlernen kann. Oft ist man in einem sehr internationalen Team und muss sich auf viele verschiedene Mitkommilitonen einstellen, was nicht immer ganz einfach dennoch sehr lehrreich ist.

Die Noten werden einem an der UTS nicht geschenkt, jedenfalls wenn man Management studiert. Man muss wirklich ständig am Ball bleiben und vor allem auf Englisch zu schreiben (Essays, Personal Reflections etc.) sind nicht ganz einfach. Doch wenn man ein wenig die Struktur der Vorlesungen verstanden hat (lest euch am besten mehrmals die sog. „Subject Outline“ durch), ist es halb so wild. Da die Professoren alle wirklich sehr nett und zuvorkommend sind, wird niemand einem durchfallen lassen, sofern man sich natürlich anstrengt,

Wohnen, Stadtleben und Reisen

Das A und O: Wo soll ich in Sydney leben? Wie immer gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder „on“- oder „off“ campus. Beides hat seine Vor-und Nachteile. On campus ist sehr gut, wenn man in Uninähe wohnen und es nicht weit zu den Vorlesungen haben möchte. Man lernt viele andere Studenten kennen und spart sich auf jeden Fall Fahrtkosten zur Uni. Auf der anderen Seite ist eine WG im „student housing“ nicht sehr günstig. Man muss zwischen 250 und 300$ die Woche rechnen und teilt sich dafür mit vielen anderen Studenten einen Wohnraum. Ich habe mich dazu entscheiden off campus zu wohnen und auf eigene Faust nach etwas eigenem zu suchen. Denn ich bin der Meinung, dass man für ungefähr gleiches Geld etwas mehr bekommt. Es gibt sehr schöne Stadtteile in Sydney und wenn man dort lebt, bekommt man auf jeden Fall den „Aussie-way-of-life“ mit. Da mich das von vornherein sehr angesprochen habe, suchte ich mir ein Sharehouse über das Internet (flatmates.com.au oder gumtree.com.au) und wurde schließlich auch in Surry Hills (super Stadtteil, googelt das) fündig.

Sydney ist eine wunderschöne Stadt, die viel zu bieten hat. Von Museen, Cafes, Restaurants, Beaches, Ausstellungen… es gibt praktisch alles, was das Herz begehrt. In dieser Stadt wird einem wirklich nie langweilig. Es gibt sehr gute Websites wie bspw. TimeOut, die euch sagen, was jede Woche los ist, auf jeden Fall mal da reinschauen. Sydney ist zudem die Stadt der Festivals und Kurzevents. Es gibt fast jedes Wochenende verschiedenste Veranstaltungen wie Austernfestivals, oder asiatische Märkte, sodass man wirklich viel Abwechslung. All diese Veranstaltungen erreicht man übrigens gut mit dem Sydney Verkehrsnetz, das aus Bussen und Bahnen besteht.
Wenn man ein Outdoor Mensch ist, hat Sydney natürlich auch sehr viel zu bieten. Man kann in den schönen Stränden von Bondi Beach, Coogee und Manly baden, surfen oder auch am nicht weitgelegenen National Park wandern.

Meiner Meinung nach hat Sydney allerdings vor allem kulinarisch was zu bieten. Es gibt wirklich kaum ein Ort auf der Welt (jedenfalls meine Meinung) an dem man besser essen gehen könnte. Da Sydney sehr international ausgerichtet ist gibt es unzählige Restaurants. Asiatisch ist natürlich sehr beliebt aber es gibt auch fantastische australische Küche und sehr guten Fisch sowie Fleisch.

Zum Thema Reisen kann ich euch leider nicht allzu viel erzählen, da ich während des Semesters sehr beschäftigt war und ich mir (Da ich ja insg. 1,5 Jahre bleibe) vieles zum Schluss aufbewahren möchte. Die Umgebung von Sydney ist auf jeden Fall sehenswert (Jervis Bay, Blue Mountains, Wollonggong). Das Gute ist, dass man sonntags für lediglich 2,50$ durch fast ganz NSW fahren kann (mit Bahn) und dadurch an schöne Orte gelangen kann.

Zu guter letzt meine Top 5 Sydney Tipps:
1. Probiert „Messina’s Eiscreme“
2. Fahrt nicht nach Bondi sondern nach Coogee zum Strand
3. Nehmt Sonntags die Fähre nach Manly (kostet nur 2,5 $)
4. Guckt euch nach Wohnungen um, sehr gute Stadtteile sind Surry Hills, Darlingshurst oder Glebe
5. Ladet euch „TripView“ runter (eine Bus-App, die euch sagt, wann exakt der nächste Bus kommt)

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