Studentenleben an der Bond Universität

Kathleen Di Paolo | Studiert an der Uni Köln


Wo
Bond University

Zeitraum
2015 - 2016

Was
Master in Rechtswissenschaften

Studienprogramm
LL.M. Master of Laws

Förderung
IRH-Studienbeihilfe

31.12.2015

Masterstudium LL.M Rechtswissenschaften in Australien

Broadbeach in Queensland, Australien

Das Septembersemester 2015

Da ich bereits für ein Jahr lang in Australien gelebt hatte, fiel mir der Entschluss leicht, mein gesamtes Masterstudium in Rechtswissenschaften in Australien zu absolvieren. Ich habe mich für die Bond University entschieden, da diese Uni Trimester (3 Semester in einem Jahr) anbietet, was einem ermöglicht, schneller seinen Abschluss zu erlangen. Durch die Einteilung in Trimester des Studienjahres, ist diese Uni eine der einzigen in ganz Australien, welche wie in Europa ein neues Semester im September beginnt. Die kleinen Klassen gestatten es zudem noch einen persönlichen und direkten Austausch mit den Professoren zu haben. Ausserdem hat mich die Lage der Bond University in unmittelbarer Nähe von den berühmtesten Surferstränden in ganz Australien, sehr angesprochen.

Studentenleben an der Bond University

Orientation Week

Ich würde jedem sehr empfehlen an der Orientation Week (O-Week) teilzunehmen. Hier wird man schnell und einfach alle anderen Bond Uni Students kennenlernen. Die ganze Woche ist mit einem unterhaltsamen Programm ausgestattet, welches einige Ausflüge in die Umgebung beinhaltet, sowie Campus Touren, Abendprogramm und zahlreiche Parties. Ausserdem gibt es zahlreiche Informationsstände auf dem Campus während der ganzen O-week. Somit trifft man ANZ Bank Vertreter an, welche einem helfen ein australisches Konto zu eröffnen, die billigsten Autohändler der Gold Coast helfen bei der Suche nach einem Auto, und die netten Surferboys überreden einem zu einem nicht ganz so günstigem Surfcamp Weekend in Byron Bay.

Die Bond University bietet alles was sie online verspricht: einen wunderschönen und modernen Campus mit einem See in der Mitte, kleine Klassen (man spricht sich hier mit dem Vornamen an), zahlreiche Cafeterias auf dem Campus, einen grossen Fitnessraum mit noch dem viel grösserem Sportprogramm erhältlich, zahlreiche Clubs und und und...

Studentenclubs und Veranstaltungen

Bei diesem grossen Angebot schaut man sich am besten mal die Webseite der Bond University Student Association an busa.com.au. Hier kann man sich auch die ersten Gedanken darüber machen, welchen Clubs man gerne beitreten möchte; sei es Tennis, Golf, Waterpolo, Red Cross oder Amnesty International. Allgemein erhält man die besten Updates der Bond University per Facebook, daher lohnt es sich die offizielle Seite (sowie die der Clubs) zu liken.
Man kann davon ausgehen, dass es mindestens einmal in der Woche ein gratis BBQ auf dem Campus gibt, welcher durch verschiedene Studentenclubs organisiert wird. Das Nachtleben wird meistens auch von der BUSA oder anderen Studentenclubs organisiert. Hierbei muss man aber oftmals beachten, dass die Tickets für die Events meistens im Voraus auf dem Campus bezahlt werden müssen und leider nur eine limitierte Anzahl an Tickets verfügbar hat. Ansonsten gibt es auch oft genug Parties in dem Campus Pub ‚Don's Tavern, welcher zwar bereits um Mitternacht schliesst, dafür stehen dann Busse auf dem Campus bereit, welche gratis bis ins Nachtleben von Surfers Paradise fahren.

Dresscode

Da es mindestens einmal im Semester einen Ball oder sonst irgend ein Gala Dinner gibt, lohnt es sich auf jeden Fall für die Männer einen Anzug und für die Frauen ein elegantes Abendkleid mitzunehmen. Ansonsten ist der Dresscode an der Uni ziemlich locker (dies gilt für Studenten sowie für die Professoren). Man kann ungeniert in Shorts und Flip Flops zu den Vorlesung erscheinen. Jedoch sollte man bedenken, dass durch die Klimaanlage manche Vorlesungssäle eiskalt sind.

Das Studium

Viele Europäer, welche ich im Rechtsstudium angetroffen habe, waren ein und derselben Meinung, dass das Semester einiges mehr an Aufwand benötigt im Vergleich zu den Unis in Europa. Dies ist vor allem der Fall, da die Endnote aus verschiedenen Assessments, welche durch das ganze Semester verteilt werden, zusammengesetzt wird. Auch für die aktive Teilnahme an den Tutorials bekommt man eine Note, was oftmals gute Vorbereitung voraussetzt. Vier Kurse in einem Semester entsprechen der Vollzeitstudiennorm. Ein Kurs beinhaltet normalerweise zwei Stunden Vorlesungen und eine Stunde Tutorial. Für den Bücherkauf empfehle ich unbedingt der Gruppe ‚Bond Textbook Exchange' auf Facebook beizutreten. Dadurch kann man sich einige Dollar ersparen. Bei der Fächerwahl würde ich darauf achten, die Vorlesungen so zu setzen, dass man freitags keine Vorlesungen hat. Somit hat man mehr Zeit für Ausflüge.

Unterkunft

Ich habe während meines Aufenthalts in den Varsity Shores gewohnt und kann  es sehr weiterempfehlen. Dieser Häuserkomplex ist nur 5-10-Gehminuten von der Uni entfernt. Die Häuser sind schön möbliert und mit dem nötigen ausgestattet. Zudem gibt es 2 Pools, einen Fitnessraum, Saune und Barbecue Area auf dem Geländer. http://www.varsityshores.com.au/

Es lohnt sich sehr in der nähe des Campus zu  leben, da sich das ganze Studentenleben auf dem Campus abspielt. Jedoch sollte man vermeiden auf dem Campus zu leben, da man keine eigene Kochgelegenheit hat in den Studentenresidenzen. Stattdessen kann man in den verschiedenen Cafeterias auf dem  Campus sein Essen verzehren. Doch den meisten Studenten vergeht die Lust an dem Kantinenessen bereits nach dem ersten Monat. Daher lohnt es sich in den umliegenden Häuserkomplexen nach einem Zimmer zu suchen. Entweder kann man direkt die Rezeption der jeweiligen Komplexen anschreiben oder dann auf Flatmates oder Gumtree nach einer Unterkunft suchen. Die meisten Studenten leben im Varsity Shores, The Reserve, H20, The Chancellor, The Cape und dem Varsitytowers Komplexen. Für die Miete muss man ungefähr 170AUD – 250 AUD pro Woche einberechnen.

Umgebung

Die Busstation befindet sich direkt vor der Bond University. Eine direkte Busverbindung besteht zum grossen Einkaufszentrum ‚Robina Town Centre’ (ca. 10 Minuten Fahrtzeit). Der Bus in die andere Richtung bringt einen direkt an den Strand ‚Broadbeach’ (ca. 15-20 Minuten Fahrtzeit). Mit einem Auto ist man in weniger als 10 Minuten an meinem persönlichem Lieblingsstrand ‚Burleigh Heads’.

Abends an einem Wochenende sollte man sich einen Besuch beim Miami Marketta nicht entgehen lassen. Ich empfehle sehr, sich durch den folgenden Blog zu lesen, http://metropolist.com.au/goldcoast/ um die besten Restaurants, Clubs und Pubs an der Gold Coast ausfindig zu machen.

Ein Abstecher ins Landesinnere ist auch ein absolutes Muss. Springbrook National Park, Currumbin Rock Pools, Tambourine Mountain, sind nur ein paar wenige Beispiele der grossartigen Natur und Vielfalt, welche Australien zu bieten hat.

Persönliche Tipps

Wenn man länger als ein Semester in Australien verbringt, lohnt es sich bestimmt, nach einem Nebenjob Ausschau zu halten. Das Studentenvisa ermöglicht es internationalen Studenten 20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Bei der Jobsuche kann das Career Development Centre auf dem Campus sehr behilflich sein. Ein günstiges Fahrrad (am besten mit Helm und Schloss) oder Surfboard findet man am besten auf Gumtree oder auf der obenerwähnten Facebookgruppe der Bond University.
In der Brasserie (Campus Cafeteria) gibt es nach 17 Uhr ein tolles Salatbuffet für nur 6 AUD (wobei man den Teller bis oben gefüllt bekommt). Für den täglichen Kaffee legt man sich am besten eine Stempelkarte zu (der siebte Kaffee ist dann gratis).
Im September Semester gibt es zwei hervorragende Festivals. Das eine ‚Stereosonic’ findet anfang Dezember in Brisbane statt. Wie der Name verrät handelt es sich hierbei um ein Electro Festival. Das zweite ‚Falls Festival’ findet über die NeuJahrswende in Byron Bay statt und geht mehr in Richtung Indie Rock/Pop.

Ich kann die Bond University nur bestens weiterempfehlen. Im Grossen und Ganzen würde ich jedem raten von der Offenheit und Gastfreundlichkeit der Australier zu profitieren. Das gesamte Bond University Staff ist immer aufgestellt und sehr hilfsbereit wenn Studenten Fragen oder Anregungen haben. Ich persönlich freue mich jetzt schon auf mein nächstes Semester an der Gold Coast. Grosses Dankeschön an das Ranke-Heinemann Institut für Ihre Hilfsbereitschaft und die Unterstützung bei der  mühsamen administrativen Arbeit für die Immatrikulation an der Bond University.

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