Run wild, Run Free, Live The Dream!

Andrea Keller | Studentin der Hochschule Neu-Ulm


Wo
Griffith University

Zeitraum
2018 - 2019

Was
Consumer Psychology, Digital and Social Media Marketing und Entrepreneurship and New Business Ventures

Studienprogramm
Auslandssemester

Förderung
IRH Förderprogramm

28.02.2019

Studieren, wo andere Urlaub machen

Dem Zitat folgend „Fahre in die Welt hinaus. Sie ist fantastischer als jeder Traum.“ von Ray Bradbury wollte ich aufhören zu träumen und endlich einen Teil der Welt entdecken. Kriterien bei der Wahl des Landes waren für mich, meine englischen Sprachkenntnisse zu perfektionieren und außerhalb von Europa zu leben. Zwischen Australien und Amerika fiel meine Entscheidung letztendlich auf Australien.

Durch meine Hochschule und auf Empfehlung eines Kommilitonen habe ich mich mit Ranke Heinemann in Verbindung gesetzt. Nach ausgiebiger Recherche und Beratung habe ich mich für die Griffith University entschieden. Meine Ansprechpartnerin von Ranke-Heinemann hat mich wirklich super beraten, und auf alle Anrufe und Mails schnell geantwortet, sodass der komplette Bewerbungsprozess für mich sehr einfach ablief. Mit der australischen Universität trat ich so nur über Ranke-Heinemann in Kontakt und musste mir keine großen Sorgen machen, ob die Universität die vollständigen Unterlagen beisammenhatte. Mit der Organisation habe ich ungefähr 8 Monate vorher begonnen und 6 Monat vor Studienbeginn hatte ich dank der Unterstützung von Ranke-Heinemann mein Studienplatzangebot. Ich kann jedem empfehlen, frühzeitig mit der Planung eines Auslandssemesters zu beginnen, da man viele Formulare ausfüllen muss und oft Dinge zu organisieren sind, an die man zuvor nicht gedacht hat. Man benötigt beispielsweise einen DAAD Sprachnachweis und für manche Universitäten sogar einen TOEFL.

Flug

Den Flug habe ich bei STA Travel gebucht, da man hier einen Rabatt über Ranke- Heinemann erhält und faire Flugpreise mit flexiblem Rückflugdatum bekommt. Über den folgenden Link habe ich mir ein Flugangebot zuschicken lassen, welches ich letztendlich dann auch gebucht habe: www.ranke-heinemann.de/australien/fluege-nach-australien/fluganfrage-sta-travel/

Visum

Das Studentenvisum wird online über www.australia.gov.au beantragt, was sehr zeitaufwändig und ausführlich ist. Es werden viele Informationen verlangt, wie beispielsweise ein Bericht, in dem man versichert, dass man nur kurzzeitig in Australien bleibt. Zur Beantragung des Visums wird die Confirmation of Enrolment benötigt, welche man von Ranke Heinemann zugeschickt bekommt. Beim Visumsantrag für Studenten wird zudem gleichzeitig eine Krankenversicherung (Overseas Student Health Cover) abgeschlossen. Mit der elektronischen Membership-Card in der App kann man dann in Australien ohne Probleme zum Arzt gehen. Nach Beantragung habe ich das Visum ungefähr 2 Wochen später erhalten. Das Studentenvisum erlaubt eine maximale Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche, sodass man sich neben dem Studium noch einen kleinen Nebenjob suchen kann, um Geld zu verdienen. Da bei mir die Uni sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat, habe ich mich jedoch gegen einen Nebenjob entschieden.

WOHNEN

Ich bin mit einer Freundin eine Woche vor Studienbeginn an der Gold Coast angereist und solange haben wir in einem Airbnb im Stadtteil „Biggera Waters“ gewohnt, um von dort aus nach Wohnungen zu suchen. Wir hatten bereits über Flatmates.com verschiedene WG’s kontaktiert und Besichtigungstermine vereinbart. Es empfiehlt sich ebenfalls, ein persönliches Profil auf Flatmates.com anzulegen mit seinen Präferenzen und Daten, sodass man von verschiedenen Vermietern kontaktiert wird, die auf der Suche nach neuen Mitbewohnern oder Mietern sind. Wir hatten sehr Glück und schon beim ersten Haus, welches wir besichtigt hatten, hat es geklappt. Wenn man sich sicher ist, dass man einziehen möchte, sollte man am besten die Kaution (Bond) direkt bezahlen, da es sonst sein könnte, dass das Zimmer doch an jemand anderen vergeben wird. Unsere Vermieterin hat uns daraufhin sogar schon die Schlüssel gegeben. Es verläuft jedoch nicht bei jedem so einfach habe ich von vielen anderen Studenten gehört. Das Studentenwohnheim (Uni Village) ist mit 250 Dollar pro Woche vergleichsweise sehr teuer und man hat sehr wenig Platz. Ich habe in Southport gewohnt und für mein privates Zimmer 165 Dollar pro Woche bezahlt. Unser Haus hatte einen schönen Garten mit Pool und in nur 10 Minuten konnte man zur Uni und zur Tram laufen. Ich habe mit meiner deutschen Freundin, 3 Australierinnen und einer Kenianerin zusammengewohnt. Wer am Surfers Paradise wohnen möchte, muss ebenfalls mit diesen Kosten rechnen, jedoch für ein geteiltes Zimmer. Am Surfers Paradise ist man in unmittelbarer Nähe zu allen Clubs und zum Strand. Es ist ein absolutes Touristenparadies dort, weshalb die Mieten dort natürlich deutlich teurer sind. Es ist sehr wichtig in der Nähe einer Tram Station zu leben, da man mit dieser fast überall hinkommt. Zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel benötigt man eine sogenannte Go Card. Diese ist in vielen Shopping-Centern oder 7/11 Shops erhältlich. Auf der Website des Betreibers (TransLink) kann man sich informieren, wo es die Karte in nächster Nähe zu kaufen gibt.  Zudem sollte man unbedingt den Concession Tarif beantragen, sodass man als Student 50% Ermäßigung auf seine Fahrten bekommt. Dies ist ebenfalls über der Website von TransLink möglich. Für eine Fahrt bezahlt man umgerechnet ungefähr einen Euro.

KOSTEN

Ein Auslandssemester und vor allem die damit verbundenen Studiengebühren stellen natürlich einen erheblichen Kostenpunkt dar. Die Studiengebühren an der Griffith University sind im Vergleich zu einigen anderen Universitäten in Australien oder auch amerikanischen Universitäten im mittleren Bereich und noch bezahlbar. Es gibt viele Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel die Studienbeihilfe von Ranke-Heinemann. Mit der Aufnahme in das Förderprogramm, das das komplette Bewerbungsmanagement umfasst, erhält man automatisch Anspruch auf die Studienbeihilfe und kann damit 5-10% der Studiengebühren sparen. Ich habe zudem noch ein Stipendium meiner Heimathochschule erhalten. Am besten informiert man sich frühzeitig beim International Office der Heimathochschule, um die Fristen für eventuelle Stipendien nicht zu verpassen. Eine weitere Möglichkeit ist es, Auslands-BAföG zu beantragen. Viele Studierende, die keinen Anspruch auf Inlands-BAföG haben, können trotzdem berechtigt für Auslands-BaföG sein. Es gibt einen BAfÖG Rechner, wo man online testen kann, ob und in welcher Höhe man eventuell gefördert wird.

Das Leben in Australien ist sehr teuer. Vor allem bei den Lebensmitteln unterscheiden sich die Preise sehr in den unterschiedlichen Supermärkten. Coles, Woolworth und SupaIGA gehören zu den teuren Supermärkten, Aldi hingegen war mit Abstand die günstigste Variante. Unser Obst und Gemüse haben wir meist auf einem Markt in Harbourtown gekauft, da wir uns nicht nur von dem vergleichsweise günstigeren Fast Food ernähren wollten. Eine riesige Melone kostete hier beispielsweise nur 2$, wohingegen in den Supermärkten diese bis zu 10$ kosten kann. Harbourtown ist ein großes Outletcenter nur 10 Busminuten (Bus 719) von der Uni entfernt, wo man auch einige Schnäppchen an Markenklamotten ergattern kann.

GOOD TO KNOW

Bank

Um in Australien bequem und kostenlos bezahlen zu können, habe ich mir bei der Westpac ein Konto eröffnen lassen. Dies ist im ersten Jahr kostenlos und kann problemlos vor der Abreise wieder geschlossen werden. Zum Eröffnen eines Kontos benötigt man seine deutsche Steuernummer und man muss ebenfalls eine australische Tax File Number beantragen, was sehr einfach online über www.ato.gov.au erfolgt.

Handy

Um auch in Australien mobiles Internet zu haben, kann ich Aldi Mobil empfehlen, da es dort günstige Prepaid Angebote im Telstra Netz gibt, welches ins Australien (vor allem auch in Westaustralien) das beste Netz bereitstellt. Man kauft sich die Karte einfach im nächsten Aldi und aktiviert diese dann online.

Auto

Wer vorhat, mit dem Auto zu reisen, sollte sich in Deutschland bereits einen internationalen Führerschein ausstellen lassen. Dies erfolgt auf dem Landratsamt und kostet ungefähr 20€. Zudem solltet ihr beachten, dass für unter 25-jährige in Australien zusätzlich eine sehr teure Gebühr von ca. 30$ pro Tag/Fahrer anfällt. Wer das Auto an einem anderen Ort abgeben möchte, als man es abgeholt hat, muss noch mit einer One-Way Gebühr rechnen, die bis zu 1000$ zusätzlich kostet. An die Geschwindigkeitsbegrenzungen sollte man sich definitiv unbedingt halten, da schon bei einer Überschreitung von 10km/h Strafen von über 500 Dollar anfallen können.

Flüge

Günstige Flüge bieten vor allem die Airlines Jetstar und TigerAir an. Mit Jetstar hatte ich bisher nur gute Erfahrungen und kann die Airline daher sehr empfehlen. Ich habe meist bei Skyscanner.de geschaut, welche Airlines meine gewünschte Strecke anbieten und dann direkt bei der Airline gebucht.

Alkohol

Das öffentliche Trinken von Alkohol ist in Australien verboten und wird mit einer hohen Bußstrafe bezahlt. Alkohol wird nur in sogenannten Bottle-Shops verkauft und nicht in den Supermärkten, wie es in Deutschland der Fall ist.


DIE GRIFFITH UNIVERSITY


Die Griffith University hat eine super Lage. Gold Coast ist ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge an der Ostküste. Man studiert quasi direkt am Meer, wo andere Urlaub machen. Die Uni hat einen schönen und vor allem großen Campus mit vielen Grünanlagen. Wer Sport treiben möchte, kann sich im Fitnessstudio anmelden oder zum Schwimmen in das Unifreibad gehen. Ich habe mir zum Beispiel eine Karte für 80$ im Unifreibad geholt, mit der ich 25 Mal schwimmen gehen konnte. Im Unifreibad trainieren sogar die australischen Olympiateilnehmer. Zu Essen gibt es im Food Corner viele unterschiedliche Restaurants, was jedoch nicht mit den Preisen in der Mensa einer deutschen Hochschule zu vergleichen ist. Man zahlt hier eigentlich so viel wie in einem Restaurant, wenn man essen geht. Jedoch gibt es auch Mikrowellen, sodass man zusätzlich die Möglichkeit hat, mitgebrachtes Essen warmzumachen. Leider legen die meisten australischen Studenten über das Trimester 3 eine Sommerpause ein, wodurch der Campus meist sehr leer und ruhig war. Jedoch gibt es trotzdem noch viele Studierende, mit denen man sich anfreunden kann.

Zu Beginn des Semesters werden von den sogenannten „Griffith Mates“ Campus Touren organisiert, wo man einfach und schnell Leute kennen lernen kann. Man kann sich online über das My Griffith Portal aus zahlreichen unterschiedlichen Angeboten, die Aktivitäten aussuchen, an denen man in der Orientation Week teilnehmen möchte. Ich habe an der Campus Tour und an der Twilight Walking Tour teilgenommen, welche sehr zu empfehlen sind, da man sich so schneller zurechtfindet und mit anderen Studierenden in Kontakt kommt.  In der ersten Woche waren zudem alle Internationals zu einem kostenlosen Willkommenslunch am Unipool eingeladen, wo man ebenfalls viele Kontakte knüpfen konnte. Die Uni bietet auch viele Angebote für Wochenendausflüge an, wie zum Beispiel nach Byron Bay oder Noosa. Leider habe ich den Byron Bay Trip, welcher am ersten Wochenende stattfindet nicht mitgemacht, was ich im Nachhinein sehr bereut habe, da sich hier die ersten Freundschaften gebildet haben und man ein tolles Programm inklusive einer ersten Surfstunde zu einem fairen Preis geboten bekommt.

Die Griffith University hat zudem einige nützliche Services zu bieten. Beispielsweise gibt es einen kostenlosen Flughafen Shuttle, der Internationale Studenten bei der erstmaligen Ankunft vom Flughafen Gold Coast oder Brisbane abholt und zum gewünschten Ziel fährt. Buchen könnt ihr den Shuttle unter folgendem Link: www.griffith.edu.au/accommodation/homestay/student-information/airport-reception. Wir haben uns ziemlich besonders gefühlt, als ein fast zwei Meter großer Mann in schwarzem Anzug mit einem Schild mit unseren Namen auf uns gewartet hat – ein persönlicher Bodyguard!  Wo wir auch schon beim Thema Sicherheit wären. Die Griffith Uni hat einen 24-stündigen Security Service, der Studenten jederzeit hilft, wenn man sich unsicher fühlt. Beispielsweise kann man diesen anrufen, wenn man als Frau nachts eine Begleitperson auf dem Heimweg wünscht. Die Griffith University bietet außerdem jegliche Formen von Unterstützung für Studenten an. Sei es Hilfe mit den Assignments, das richtige Zitieren, Hilfe mit dem Englisch oder generelle Anliegen. Es lohnt sich daher unbedingt, die kostenkoste Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls man sie mal braucht.

KURSE

Die Kurswahl erfolgte online über das My Griffith Portal, welches uns vor Ort nochmals ausführlich erklärt wurde. Dort konnte man sich den Stundenplan bequem zusammenstellen, da es für die verschiedenen Kurse mehrere Workshops zu unterschiedlichen Zeiten zur Verfügung gab. Ich habe meine Kurse 3,5 Monate vor Studienbeginn gewählt. Wenn man vor Ort spontan noch Kurse wechseln möchte, kann man sich jederzeit an das Global Mobility Inbound Team wenden, welches sehr hilfsbereit und unglaublich freundlich ist. Ich konnte vor Ort problemlos noch andere Kurse wählen, die eigentlich schon voll waren. Mit dem Studentenvisum muss man sich in mindestens drei Kurse einschreiben. Die drei Kurse benötigt man ebenfalls, um den Concession Tarif für die Go Card für die öffentlichen Verkehrsmittel zu bekommen.

Ich hatte die Kurse Consumer Psychology, Digital and Social Media Marketing und Entrepreneurship and New Business Ventures, welche ich mir für einen Marketing-Schwerpunkt an meiner Heimathochschule anrechnen lassen konnte. Ein Kurs ergibt 10 Credits, was umgerechnet 7,5 ECTS sind. Generell ist das Studiensystem in Australien nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen. Im Gegensatz zu einer Klausur am Semesterende, welche die komplette Benotung ausmacht, werden hier viele Assignments, Homeworks und Quizzes wöchentlich verlangt, die online hochgeladen werden. Der Vorteil dabei ist, dass man gegen Ende weniger zu tun hat und die Zeit zum Reisen nutzen kann. Zu Beginn ist es sehr ungewohnt, da sehr viele Abgaben in kurzer Zeit erfolgen und es im Vergleich zu meiner Heimathochschule während des Semesters sehr viel aufwändiger ist. Die Vorlesungen bei meinen gewählten Kursen wurden alle online bereitgestellt und es gab lediglich Workshops, die vor Ort stattfanden und den Stoff der Lectures vertieften. Im Gegensatz zu Deutschland, wo alles sehr streng und professionell gehandhabt wird, stellen sich die Professoren in Australien sofort mit Vornamen vor und generell ist alles viel weniger formal, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.  Ich empfehle jedem, sich zu Beginn des Trimesters einen Plan zu erstellen, um eine Übersicht zu haben, wann man was abgeben muss und wo eventuell ein paar Tage frei sind, die man zum Reisen nutzen kann. Es lohnt sich nämlich, Flüge früher zu buchen, da diese dann oft günstiger sind.  

2004MKT Consumer Psychology

In diesem Kurs mussten wir uns für das erste Assignment eine Marke aussuchen, die wir in Gruppen analysiert haben. Das zweite Assignment bestand darin, verschiedene Theorien aus der Psychologie auf diese Marke und ihrer Konsumenten anzuwenden. Zudem gab es eine Online Exam mit Multiple Choice Fragen zum Textbook. Das Textbook „Consumer Behaviour in Action“ kann man sich entweder kaufen (ca. 90$) oder online lesen, da dies von der Uni im My Griffith Portal bereitgestellt wird.  Dieser Kurs ist ein Intensive Course und daher vor Weihnachten (Trimester 3) abgeschlossen. Pro Woche hatte ich zwei Stunden und in manchen Wochen vier Stunden Workshop.

3040MKT Digital and Social Media Marketing

Hier wurden uns zwei Clients vorgestellt, zwischen denen wir entscheiden konnten und eine Situation Analysis schreiben sollten. Dabei analysiert man deren kompletten digitalen Auftritt inklusive Social Media. Im zweiten Assignment mussten wir für diesen Client einen ausführlichen Digital Marketing Plan erstellen, der dem Client helfen sollte, seine Online Präsenz zu verbessern und erfolgreicher zu werden. Ungefähr alle zwei Wochen gab es zudem ein Mini Assignment, welche zusammen den dritten Teil der Note ausmachten. Pro Woche gab es einen zweistündigen Workshop. Der Kurs war sehr aufwändig, lehrte mich jedoch viele nützliche und aktuelle Inhalte.

2043MKT Entrepreneurship and New Business Ventures

In diesem Kurs drehte sich alles um Start Ups und man behandelte ausführlich das Business Model Canvas. Jeder Studierende musste sich hier eine Idee für ein Startup ausdenken und dieses anhand des Business Model Canvas ausarbeiten. Die restlichen Assignments fanden in Gruppen statt und haben auf einem der Start Up Ideen aufgebaut. Dies ist kein typischer Marketingkurs, jedoch lernt man trotzdem viele nützliche und interessante Inhalte. Hier hab es ebenfalls einen zweistündigen Workshop pro Woche.

REISEN UND FREIZEIT


Meine Freundin und ich sind bereits 1,5 Monate vor Studienbeginn nach Perth geflogen und haben von dort aus die Westküste bereist. Hier empfiehlt es sich eine geführte Tour zu buchen, da es auf eigene Faust gefährlicher ist und es einiges an Vorbereitung bedarf. Westaustralien ist nahezu unbesiedelt und man ist quasi verloren, wenn man eine Panne haben sollte. Auf unserer Tour mit „Intrepid Travel“ hatten wir einen richtigen australischen Ranger, mit dem wir uns stets sicher gefühlt haben und viele tolle Plätze in Westaustralien entdecken konnten.

An der Gold Coast gibt es einiges zu erleben. Während des Semesters konnten wir kleinere Ausflüge an die umliegenden Strände und Nationalparks unternehmen, wenn es der Unistress zugelassen hat. Man kann sehr günstig mit der Tram und dem Bus nach Burleigh Heads oder Coolangatta fahren. Dies sind wunderschöne und entspannte Urlaubsplätze und man kann stundenlang den Surfern zuschauen. Zudem gibt es schöne Nationalparks in der Umgebung wie zum Beispiel der Springbrook, Tamborine oder der Lamington Nationalpark, welche atemberaubende Wasserfälle und Naturerlebnisse zu bieten haben. Ein weiterer lohnenswerter Ausflug ist die Stadt Brisbane, welche Innerhalb von einer Stunde mit dem Zug zu erreichen ist. Für das Wochenende empfehlen sich Ausflüge nach Byron Bay, North Stradbroke Island und Noosa. Wer gerne feiern geht, ist am Surfers Paradise mehr als glücklich, da dies eine absolute Partyhochburg ist. Shoppingbegeisterte kommen in Gold Coast ebenfalls auf ihre Kosten. Wie oben schon erwähnt gibt es das Shoppingoutlet Harbourtown in nächster Nähe und auch das riesige Shoppingcenter „Pacific Fair“ ist der Traum einer jeden Frau. Auch sehr zu empfehlen ist der Miami Marketta am Miama Beach, wo sehr leckeres Street-Food und Live Musik geboten wird.

Die Weihnachtsferien sind nochmal eine gute Möglichkeit eine größere Reise zu planen, sodass wir beschlossen haben die zwei Wochen zu nutzen, um mit dem Auto nach Cairns zu reisen. So konnten wir die wunderschönen Whitsunday Islands sehen und im Great Barrier Reef schnorcheln. Nachdem wir mit der Uni fertig waren, sind wir zusätzlich noch für zwei Wochen nach Neuseeland geflogen und haben die Südinsel mit einem Camper von „Euro Camper“ bereist.

DIE LEUTE IN AUSTRALIEN


Die Australier sind unglaublich offen und freundlich. Man wird nahezu überall gefragt, wie es einem geht, selbst im Supermarkt. Am Anfang wusste ich nie, wie ich mich verhalten sollte, da ich ständig gefragt wurde: „How are you today?“, „How was your day so far?“ Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es eine Kassiererin interessiert, wie mein Tag heute war und wir es mir geht. Im Gegensatz zu Deutschland, ist dies hier aber tatsächlich der Fall, was eine unglaublich angenehme Atmosphäre schafft. In alltäglichen Situationen entstehen so immer wieder nette Gespräche. Man fühlt sich in Australien als Ausländer wirklich sehr willkommen und der Australian Lifestyle nimmt einen richtig mit. Während des Auslandssemesters sollte jeder definitiv einmal auf einem Surfboard gestanden, eine Vegemite Cheese Scroll und TimTams probiert haben. Aufgrund der Tatsache, dass Down Under bei Einwanderern aus unterschiedlichsten Kultur-Kreisen immer beliebter wurde, entstand eine äußerst international beeinflusste Gesellschaft, was nochmals zur Offenheit der Leute beiträgt. Heute findet man eine überwiegend multikulturell geprägte Lebensweise vor, die dennoch mit der Britischen Tradition verwurzelt ist. Besonders die Asiaten haben an Australien Gefallen gefunden und es gibt in jeder großen australischen Stadt mittlerweile eine Chinatown.

FAZIT

Australien ist unfassbar groß und vielfältig und daher definitiv eine Reise wert. Der Kontinent verfügt über einige der markantesten und vielfältigsten Naturräume der Erde mit einer einzigartigen Tierwelt und spektakulären Landschaften. Mit einer atemberaubenden Wasserwelt, den Stränden und Küsten sowie den weltberühmten Sehenswürdigkeiten war Australien rückblickend das perfekte Ziel für mein Auslandssemester.  Am liebsten möchte man das gesamte Land erkunden, was leider unmöglich ist. Die Australier sind unglaublich offen, freundlich und entspannt. Die Griffith University war ebenfalls eine sehr gute Entscheidung, da die Mitarbeiter sehr hilfsbereit bei eventuellen Anliegen waren und man aufgrund der Lage nahe der Küste eine tolle Urlaubsstimmung während des Studierens erleben darf.

Abschließend kann ich sagen, dass ich eine wunderschöne Zeit in Australien erlebt habe. Der Australian Lifestyle wird mir für immer im Gedächtnis bleiben. Mein Guide während meiner Tour durch Western Australia pflegte immer zu sagen: RUN WILD, RUN FREE, LIVE THE DREAM! In diesem Sinnen wünsche ich euch eine unvergessliche Zeit in Australien. Es wird mit Sicherheit eine der besten eures Lebens!

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