Sportlich aktiv in Down Under – Teil 2: Surfen

Viele Aussies und Kiwis, so scheint es, stehen schon seit Kindesbeinen auf dem Surfboard. Das könnte man zumindest meinen, wenn man so manchen professionellen Surfer beobachtet, der auf meterhohen Wellen die Küste entlang reitet. Surfen sieht so einfach aus – doch ist es das auch wirklich? In Teil zwei unserer Magazinreihe zu Sportarten in Down Under widmen wir uns dem beliebten Wassersport.

Surfen in Australien

Bringt für die Gaststudierenden Herausforderungen mit: Das Surfen an den australischen Küsten

Sie flitzen jeden Winter mit dem Snowboard die Pisten hinunter oder sind ein leidenschaftlicher Skateboarder? Wenn Sie außerdem ein guter Schwimmer sind und regelmäßig Liegestützen machen, wird es Ihnen wahrscheinlich nicht schwer fallen, surfen zu lernen. Alle anderen müssen etwas Geduld mitbringen und sich selbst die Frage stellen, ob sie die Grundvoraussetzungen zum Surfen haben. Neben einem guten Gleichgewichtsgefühl, Geschicklichkeit und guter Kondition sind starke Armmuskeln von entscheidendem Vorteil. Die erste Hürde beim Surfen ist es, aus einer liegenden Position in den Stand zu gelangen und gleichzeitig die Welle abzupassen. Hierbei müssen Sie den Körper zunächst mit den Armen aufstützen – deshalb sind Liegestützen wohl die beste Vorbereitung auf ihr Surferlebnis.

Es werden australienweit Surfkurse angeboten, in denen Sie in kleinen Gruppen in aller Ruhe Surfen lernen. Surfboard und Wetsuit werden Ihnen dabei in der Regel zur Verfügung gestellt. Je nach Länge des Kurses werden erstmal Trockenübungen am Strand gemacht, bevor es aufs Wasser geht. In Anfängerkursen wird normalerweise mit sogenannten Softboards geübt. Die sind viel größer als ein normales Surfboard und aus einem weicheren Material gefertig. Der Nachteil ist, dass Sie schwerer und weniger wendig sind. Trotz aller Mühen schaffen Sie es irgendwie nicht, auf dem Surfboard zu stehen? Wie wäre es dann mit einem Boogieboard? Sie legen sich einfach drauf und lassen sich von den Wellen an den Strand tragen.

Ob Surfboard oder Boogieboard: Treiben Sie Wassersport Down Under nur an bewachten Stränden. Australische und neuseeländische Küstengewässer haben gefährliche Strömungen, was leider von vielen Menschen unterschätzt wird. In beiden Ländern bewachen freiwillige Rettungsschwimmer der Organisation Surf Live Saving beliebte Strände und stecken dort eine Zone für die Schwimmer ab. Surfen dürfen Sie allerdings nur außerhalb dieser Schwimmzone. Fragen Sie die Rettungsschwimmer, wo Sie am besten surfen können und surfen Sie nicht alleine.

Sie sind in eine Strömung (ein sogenanntes Rip) geraten und Ihr Surfboard haben Sie dabei verloren? Ein Rip erkennen Sie daran, dass Sie immer weiter vom Strand abtreiben und nicht zurückschwimmen können. Das Wichtigste ist, Ruhe zu bewahren und auf keinen Fall gegen die Strömung anzuschwimmen, denn das zehrt nur unnötig an den Kräften. Lassen Sie sich auf dem Wasser treiben und heben Sie den Arm, um Aufmerksamkeit zu erregen. Sichere Schwimmer können parallel zum Strand schwimmen, denn so schwimmen Sie aus der Strömung wieder heraus und können zurück zum Strand gelangen. Mehr dazu hier: www.ripcurrents.com.au