Unterricht - Prüfungen - Noten in Neuseeland

Unterricht an Universitäten in Neuseeland

Der Unterricht in Neuseeland ist in verschiedene Bausteine gegliedert. Es gibt Vorlesungen (lectures), Seminare (seminars) und Tutorien (tutorials). Der Arbeitsaufwand pro Kurs (zumeist paper genannt) ist in der Regel hoch. Es gibt fast immer einen dicken Reader, bzw. es wird erwartet, dass mehrere Bücher relativ zügig durchgelesen werden. Da die Unterrichtsbeteiligung in Neuseeland überprüft wird, kann man auch nicht darauf hoffen, unerkannt zu bleiben, ohne den Stoff zu kennen.
Seminare der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer werden oft von zwei Hausarbeiten begleitet, das heißt, man schreibt ein sogenanntes mid-term paper, das nur wenige Seiten lang ist und am Ende ein term paper, das dann etwas länger ist. Im Undergraduate Bereich muß man Hausarbeiten im Umfang von insgesamt 4000 Wörtern verfassen.
Darüber hinaus gibt es fast immer Referate, also oral presentations, die man aber auch oft in Gruppen halten kann und die in entspannter Atmosphäre gehalten werden. In naturwissenschaftlichen Fächern gibt es häufig Klausuren am Ende des Semesters.

Handbuch / Benotungsregeln

Informationen zu den einzelnen Kursen lassen sich im sogenannten Handbook einer Universität finden. Dies ist eine Art kommentiertes Vorlesungsverzeichnis und enthält neben einer Kursbeschreibung in der Regel auch Informationen zum Assessment, d.h. zur Benotung der Studienleistungen. Dies geschieht für gewöhnlich in unterscheidlicher Gewichtung der zu erbringenden Studienleistungen, wie beispielsweise 30% exams (Klausuren) 20% assignments (Hausaufgaben), 30% papers (Hausarbeiten), 10% presentation (Präsentationen) und 10% participation (Unterreichtsbeteiligung).

Klassengrößen

Die Größe der Klassen ist überschaubar und angenehm, man spricht den Dozenten mit dem Vornamen an und hat dadurch eine geringere Hemmschwelle, die eventuelle Sprachschwierigkeiten schnell vergessen lassen..

Notensystem

Das neuseeländische Notensystem ist nicht ganz einheitlich, zumeist wird aber zwischen High Distinction, Distinction, Credit, Pass und Fail unterschieden. Aber auch eine A-F Notenskala ist verbreitet. Welches Leistungsniveau für welche Note erreicht werden muss, ist in den Handbooks der Universitäten genau beschrieben, beispielsweise A+ 85%-100%.

Alles ging sehr schnell und ich habe mich sehr gut beraten gefühlt.  Besonders gut fand ich, dass die Mitarbeiter persönlich erreichbar sind. Auch die Online-Seminare sind sehr hilfreich bei der Planung und Organisation des Studiums.

 

Anne Wendt, 2013, Auckland University of Technology