Es ist ein Privileg an der Gold Coast zu studieren

Sophie Piehler | Studentin der TU Dresden


Wo
Bond University

Zeitraum
2018

Was
Adventure Tourism, Responsible and Sustainable Business und Digital and Direct Marketing

Studienprogramm
Auslandssemester

Förderung
IRH Förderprogramm

31.12.2018

Australien steht weit oben auf meiner “bucket list”

Seitdem ich nach meinem Abitur ein halbes Jahr als Au-Pair in Neuseeland gelebt habe stand für mich fest, dass es irgendwann nochmal in diesen Teil der Welt gehen soll. Ich hatte mich damals auf dem Rückweg nach Deutschland für einen Stopover in Asien entschieden, viele meiner Freunde aber für Australien. Nachdem ich all deren Bilder gesehen habe, war für mich klar: Australien steht weit oben auf meiner “bucket list”. Die Fotos, die Erzählungen über die freundlichen Menschen, die entspannte Kultur und natürlich das vielversprechende Wetter haben mich von Anfang an von Australien überzeugt. Um es vorweg zu nehmen: Ich wurde nicht enttäuscht! Leider hat meine Heimatuniversität keinen Kontakt zu einer australischen Universität, so dass ich nach langem Überlegen die Entscheidung getroffen habe, mich auf eigene Faust zu bewerben. Gründe, warum es letztendlich die Bond University geworden ist, waren folgende:

1. Das Semester startet im September, was mit den deutschen Semesterzeiten sehr gut zusammen passte.
2. Ein Englischnachweis wurde ausschließlich in Form des Abiturzeugnisses verlangt.
3. An der Bond University sind 45 % internationale Studierende. Im Nachhinein kann ich sagen, dass man sich dadurch nie „schämen“ musste die Sprache nicht perfekt zu sprechen.
4. In den Klassen sind es zwischen 15 und 30 Leute. An meiner Heimatuniversität waren es 30 Studierende bis zu 1000 in den Einsteigerkursen.
5. Der Campus sah auf den Bilder sehr schön und gepflegt aus, was ich nur bestätigen kann.

Bewerbung

Aufgrund eines Hinweises auf der Website meiner Fakultät habe ich mich über das Ranke-Heinemann Institut beworben. Die Bewerbung erfolgte reibungslos und sowohl die Betreuung als auch der ständige Informationsaustausch mit dem freundlichen Team gaben mir zusätzlich ein gutes Gefühl.  Nach Abschicken der Bewerbung dauerte es ca. 6 Wochen bis zur Zusage, bevor der Rest organisiert werden konnte. Nach der Annahme (und der Überweisung der Studiengebühren) erhielt ich das Visum binnen 24 Stunden per E-Mail. Die Bewerbung war wirklich extrem unkompliziert.
Das Beste ist aber, dass die Organisation komplett kostenlos ist und man allein durch die Annahme des Studienplatzes eine Förderung von 5% für das Auslandssemester enthält.

Anreise

Ich komme zwar aus Dresden, habe mich aber trotzdem für einen Flug ab Frankfurt am Main entschieden. Grund war, dass man ab bestimmten Flughäfen in Deutschland ein Open Return Ticket buchen kann. Dieses könnt ihr bei eurem Reisebüro erfragen oder einfach googlen und über ein Internet Reisebüro (z.b. Check 24 Reisen) buchen. Das Ticket hat den Vorteil, dass der Rückflug zwar gleich bei der Buchung bezahlt wird, aber einmal kostenlos bezüglich Datum und Abflugort in Australien umgebucht werden kann. Außerdem haben die Reisebüros einen Zugriff auf spezielle Studententarife, weshalb man schlussendlich mit einer Top Airline wie z.B. Emirates fliegt, aber nicht mehr bezahlt als mit einer billigeren Airline. Mein Flug hatte einen Zwischenstopp in Dubai und  ging danach direkt nach Brisbane. In Brisbane angekommen habe ich den Airport Shuttle ConXIon (40$) gebucht und bin damit sicher in 2h zu meinem AirBnB in der Nähe der Universität gebracht worden. Am nächsten Morgen habe ich ein Uber gebucht und bin in die Varsity Shores eingezogen. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich die erste Nacht nicht dort verbracht habe. Mehr dazu im Punkt “Wohnen”. Von anderen weiß ich, dass sie den Zug (40$, 2,5h) nach Robina genommen haben oder ein Uber (170$, 1h) für die gesamte Strecke.

Einreise

Habt ihr wie ich einen Shuttlebus gebucht, solltet ihr am Flughafen mindestens 1h einplanen bis zur Abfahrt des Shuttlebusses. Direkt nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug erfolgt die Passkontrolle (lange Wartezeit, v.a. wenn mehrere Flieger gleichzeitig landen), danach holt mein sein Gepäck ab und zum Schluss läuft man durch die Quarantäne Abfertigung. Bereits im Flugzeug bekommt man einen kleinen Zettel ausgehändigt, der Fragen zu deinem Gepäck (z.B. dreckige Schuhe, Nüsse) enthält und  den man bei der Passkontrolle vorlegen muss. Ich habe bei einer Frage JA angekreuzt, da ich Schokolade dabei hatte, was im Nachhinein aber nicht nötig gewesen wäre.

To Do’s nach der Ankunft

Direkt nach der Ankunft habe ich mir im Flughafen eine Vodafone Sim Karte inklusive einem Tarif für 40$, der internationale Freiminuten und 22 GB Datenvolumen enthielt, gekauft. Es lohnt sich ein hohes Datenvolumen zu nehmen, wenn man in einer Unterkunft wohnen wird, bei der das WLAN nicht inklusive ist. Beispielsweise zahlt man in der Varsity Shores mehr für das dort angebotene WLAN, als für einen besseren mobilen Datentarif.  Auf dem Campus habt ihr WLAN völlig umsonst.
Ich würde euch außerdem empfehlen ein bis zwei Tage vor der Orientation Week anzukommen, um noch einige Besorgungen zu machen und den Jetlag zu überstehen. Mit meinen ersten Bekanntschaften bin ich zunächst mit dem Bus 750 in das Robina Town Centre gefahren, wo es jede Art von Laden gibt. Wir sind zu Kmart gegangen und haben dort Decken, Bettwäsche, Aufbewahrungsboxen, Kleiderbügel, Hausschuhe und Flip Flops gekauft. Dieser Laden ist für mich völlig unverständlich, da das Preisniveau sonst deutlich höher ist als bei uns, man dort aber z.B. für einfache Flip Flops 1,50$ bezahlt. Danach sind wir zum Supermarkt Woolworth (auch im Town Centre) gegangen und haben quasi die Erstausstattung an Lebensmitteln gekauft. Einige Produkte sind viel teurer als bei uns, andere hingegen nicht. Ich war es außerdem gewohnt, einen Supermarkt in unmittelbarer Nähe zu haben. In Robina müsst ihr zum Einkaufen entweder mit dem Bus, dem Fahrrad oder dem Auto fahren.
Im Town Centre könnt ihr bei News Express auch gleich die Busfahrkarte (Go Card) für das umliegende Gebiet kaufen. Diese kostet 10$ Kaution und ist ab sofort nutzbar. Ohne die Go Card ist es wahnsinnig teuer Bus zu fahren. Sobald ihr die Karte habt, könnt ihr auf der Website von Translink eure Concession Fare beantragen, mit der ihr 50% Rabatt bekommt. Ihr braucht dazu nur eure Student ID Nummer (siehe Confirmation of Enrollment) und die erworbene Karte. Bis die Ermäßigung freigeschalten wurde, fahrt ihr im normalen Tarif. Zu beachten ist, dass ihr eure australische Adresse bei der Uni (die schaltet Concession Fare frei) und bei der Bewerbung auf der Translink Website angeben müsst (wenn nicht wird euch der Tarif nicht gewährt).
Falls ihr einen Bank Account eröffnet habt, befindet sich im Town Centre auch die ANZ Bank, bei der ihr eure vorher beantragte Bankkarte abholen könnt.  Für die Rücküberweisung der Mietkaution benötigt ihr übrigens ein Bankkonto.
Ab einen Tag vor der Orientation Week könnt ihr außerdem eure Student ID Karte abholen und das kostenlose Sport Centre benutzen.
Ich habe mir am Anfang auch ein Fahrrad gekauft, um flexibler und schneller an der Uni zu sein. Ich würde euch empfehlen es über die Website gumtree oder Facebook Marketplace zu kaufen. Ich hatte mir ein neues Rad bei KMart gekauft, allerdings haben die Reifen am Ende Luft gelassen. Deshalb würde ich euch empfehlen mehr zu bezahlen und es dafür dann wieder für den gleichen Preis zu verkaufen.

Wohnen

Nach meiner Zusage für die Bond University habe ich mir einen Überblick über den Wohnraum verschafft.
Zur Auswahl stehen euch in direkter Nähe zur Uni die Varsity Shores (5-6er Wohnung, 5-10 Minuten Fußweg, ältere Wohnung in Privatbesitz, 200-300$ pro Woche, Gym &Pool), das Reserve, das Retreat und das Cape (1-3er Wohnung, 5-10 Minuten Fußweg, sehr neue Wohnung, Gym & Pool etc., 300-500$ pro Woche). Außerdem gibt es noch die H2O-Appartements, die Chancellor Appartements und andere. Freunde von mir haben auf der Website Flatmates nach Unterkünften geschaut und darüber etwas gefunden. Damit hatten sie zwar meistens schönere Wohnungen, aber leider auch die am weitesten entfernten, ältere Mitbewohner oder ein Zimmer in einer Gastfamilie. Ich würde euch rückblickend empfehlen, euch eine Wohnung in Fußnähe zur Uni zu suchen.

Bezüglich der Kosten für eine Unterkunft war ich meines Empfindens mit 200$ für ein Zimmer in den Varsity Shores definitiv bei den günstigeren Alternativen dabei, deshalb empfehle ich euch, euch darauf einzustellen, mindestens so viel pro Woche zu zahlen.

Falls ihr euch für die Varsity Shores entscheidet muss ich leider sagen, dass es zwar die einfachste und günstigste Möglichkeit ist und die Anlage (zwei Pools, Hot Tub, Gym) sehr gepflegt war, aber die Häuser sich im Inneren sehr in ihrem Zustand unterscheiden. Die Möbel in meinem Haus waren wirklich sehr alt, der Teppich hat gestunken und es war sehr dreckig, als wir eingezogen sind. Wir haben zu sechst gewohnt (3 Amerikaner, eine Schweizerin und ich) und sind alle neu eingezogen. Wir haben am ersten Tag zunächst alle möglichen Putzmittel gekauft und das Haus bewohnbar gemacht. Die Sofas sehen immer noch so dreckig aus, dass wir darauf nicht sitzen. In anderen Häusern sieht es dagegen okay aus.

Eine weitere Möglichkeit ist das Wohnen auf dem Campus. Die Zimmer sind akzeptabel und sauber, allerdings gibt es keine Küche und man muss einen teuren Mealplan dazukaufen. Meine Kommilitonen meinten, dass das Essen nicht schlecht gewesen sei, aber langweilig auf Dauer. Der Vorteil am Mealplan ist aber, dass man sehr oft mit seinen Kommilitonen zusammen im Lakeside Restaurant sitzt und dadurch quasi alle Campusbewohner kennenlernt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass in den Off-Campus Wohnanlagen viel mehr Grüppchen wohnen und es auf dem Campus internationaler ist. In den Varsity Shores wohnten z.B. sehr viele Deutsche, so dass ich mich am Anfang etwas bemühen musste diesen „aus dem Weg zu gehen“. Außerdem wohnten dort viele Gruppen von bis zu 15 Leuten von einer Uni aus Norwegen. Auf dem Campus hingehen wohnten zwar viele Amerikaner, aber ansonsten war es sehr gemischt.

Die Bond ist nur durch zwei Busse angebunden, welche jeweils in einem 20-Minuten bzw. 1-Stunden Takt kommen. Von den Anbindungen im gesamten Gold Coast Gebiet darf man allerdings nicht zu viel erwarten. Je nachdem wo man hin möchte kann es beispielsweise entweder 15min oder 1h dauern, obwohl es mit dem Auto gleich weit wäre. Zu den beiden größeren Einkaufszentren an der Gold Coast kommt ihr glücklicherweise in 15min mit dem Bus. Im Robina Town Centre und im Pasific Fair findet ihr neben den beiden großen Supermärkten Woolworth und Coles auch alles andere, was das Shoppingherz begehrt.

Kurse

Die Bond bietet Trimester an, welche alle aus 12 Wochen Unterricht und 2 Wochen Prüfungsphase bestehen. Ich habe 3 Kurse belegt und habe mich für folgende entschieden:

Adventure Tourism – 1x pro Woche 4h Vorlesung, insgesamt 4 Fieldtrips (Teambuilding Games, Kayaking, Indoor Rock Climbing, High Ropes), ein Assignment in Form eines Learning Logs, eine Note für Anweisenheit und ein Final Exam → Jeder wird euch beneiden, wenn ihr diesen Kurs wählt. Absolut empfehlenswert!

Responsible and Sustainable Business – 2x pro Woche 2h Seminar, 1 Individual Assignment, Note für Mitarbeit und Anwesenheit, 1 Group Project → Im Grunde habt ihr auch hier im Vergleich zu euren Kommilitonen keinen riesigen Aufwand, manchmal war es aber doch etwas langweilig und viele Themen wurden bis ins letzte Detail besprochen und dreimal wiederholt, wie in der Schule.

Digital and Direct Marketing – 1 Midterm Exam, 1 Final Exam, 1 Group Project → Empfehlenswert, aber auch hier dürft ihr nicht erwarten, dass es extrem spannend wird. Ich hatte generell das Gefühl, dass australische Studenten ungern mitarbeiten und es immer unangenehm ruhig war, als etwas in den Raum gefragt wurde.  

Jeder Kurs findet mindestens zweimal wöchentlich statt, sodass ich 12 Stunden Vorlesung bzw. Seminar hatte. Im Vergleich zu meiner Heimatuniversität sind die Kurse sehr klein und hatten zwischen 15 und 35 Teilnehmern. Das war für mich schon eine ziemliche Umgewöhnung, da jeder Professor einen mit dem Namen kennt und man auch die ein oder andere E-Mail bekommt, warum man nicht in der Vorlesung war.

Der Aufbau der Kurse ist komplett anders als meine Kurse in Deutschland. Während sie hier meistens aus nur einer Prüfung oder Hausarbeit und Präsentation bestehen, beinhalten die Kurse an der Bond viele Einzelprüfungen. Für mich war es außerdem nicht schwierig, die Kurse zusammenzusetzen, da meine Universität in meinem Ergänzungsbereich alle Kurse von einer nicht deutschsprachigen Universität anerkannt hat. Bei anderen wurden allerdings interessante Kurse beispielsweise nur im Herbst- und Wintersemester angeboten und nicht im Frühling. Falls ihr unglücklich mit der Kurswahl seid und euch am Anfang ein Kurs nicht gut gefällt, könnt ihr zum Student Centre gehen. Manchmal habt ihr Glück und ihr könnt noch einen Kurs wechseln!

Study Experience

Das, wofür die Bond University in Australien und international so geschätzt und ausgezeichnet wird, ist ihre Study Experience. Und das würde ich auch so unterschreiben, denn ich weiß nicht, wie oft ich Geld gespart habe, weil auf dem Campus kostenloses Essen verteilt wurde. Allein jeden Mittwoch durften wir kostenloses BBQ mit Äpfeln und Bananen genießen. In Woche 2 gab es einen großen Sign-Up-Day, um sich für Aktivitäten wie Volleyball, Badminton, Basketball, Schwimmen und Co. anzumelden.
Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt sind die Partys. Viele Studenten haben Freitags keine Vorlesungen, sodass Donnerstags in der Campus-Bar immer Mottoparties stattfinden, die von der BUSA (Bond University Student Association) organisiert werden. Außerdem gibt es eine Secret Location Party (150$), sowie Parties von den Studentenvereinigungen der einzelnen Fakultäten die meistens 10$ Eintritt kosten. Die Parties starten meistens in Don’s, der Unibar. Danach bietet die Bond kostenlose Shuttles nach Surfers Paradise an, wobei ich dort nur einmal war, da es mich an den sehr an den Ballermann erinnert.

Das Campusgelände

Trotz der Tatsache, dass die Bond nur eine geringe Anzahl an Studenten ha, ist der Campus sehr weitläufig. Es gibt ein neues, extrem modernes Fitnessstudio mit Olympia-Schwimmbecken, welches ihr kostenlos nutzen könnt. Es gibt Tennisfelder, Rugby- und Squashfelder sowie eine Sporthalle. Die Universität hat eine Bar, eine Cafeteria, einen Mini-Supermarkt und ein Restaurant – sogar Mikrowellen und zwei Bibliotheken. Ich glaube, man muss die Uni zum Leben eigentlich gar nicht mehr verlassen, weil vor Ort alles gegeben ist.

Orientierungswoche

Bevor es richtig losgeht, veranstaltet die Uni eine Orientierungswoche mit BBQs, Trivia, Campus-Führungen, Whale Watching Tour und Ausflügen an den Strand sowie Infoveranstaltungen und mehr. Hier lernt ihr schon die ersten Leute kennen und ich würde euch empfehlen, das nicht zu verpassen und pünktlich anzureisen! Direkt auf dem Campus findet ihr auch ein Büro von Student Flights, die euch gerne bei der Organisation eurer Reisen helfen. Wir haben unsere Trips aber im Endeffekt alle selber geplant und meistens nur Infomaterial von dort mitgenommen. Im Endeffekt bezahlt man immer mehr, als wenn man den Trip selbst organisieren würde und verliert an Flexibilität.

Reisen

In Australien gibt es natürlich sehr viel zu sehen. Je nach Stundenplan und Budget entscheidet sich dann, wie viel man machen kann. Generell ist es aber kein Problem, einen Kurs ausfallen zu lassen, solange kein Test ansteht. Finanziell sieht das leider schon etwas anders aus. Ihr werdet erstaunt sein, wie teuer es tatsächlich ist in Australien zu reisen. Nichtsdestotrotz war ich viel unterwegs und habe Wochenendtrips nach Fraser Island, zu den Whitsundays, Cairns, Noosa Heads, Byron Bay, Springbrook Nationalpark und Brisbane gemacht. Meine letzten drei Wochenenden vor der Study Week bin ich in Gold Coast geblieben und kann euch dies nur empfehlen. Ihr habt den Strand vor der Haustür und solltet das wirklich zu schätzen wissen. Ihr kennt sicher alle die Aussage: „Wenn ich so nah am Strand wohnen würde, dann würde ich jeden Tag an den Strand gehen“ und wisst wie die Realität aussehen kann.

Klima

Im September erwartet euch definitiv noch kein Sommer. Packt eine Regenjacke und einen Regenschirm und lange Kleidung ein. Bei uns hat es bis Mitte Oktober sehr oft geregnet und es die Temperaturen gingen auf 12° C runter in der Nacht. Danach wird es sommerlich warm und das Strandwetter beginnt. Die langen Sachen werdet ihr aber trotzdem noch brauchen, denn die Bibliothek und einige Seminarräume werden sehr stark gekühlt. Ich hatte in der Bibliothek immer Socken, ein Stirnband und einen Pulli dabei.

Restaurants

Es gibt an der Gold Coast sehr viele kleine Restaurants und Cafes und ihr solltet unbedingt einige davon ausprobieren. Folgende kann ich euch empfehlen:


- PokePoke (Poke Bowls)
- Justin Lane (Burleigh Heads, Pizza)
- Lomyen Noodle Bar (nähe Uni, günstige Nudelgerichte)
- Cardamon Pod (Broadbeach, vegetarisch, schaut euch die bunten Frühstücksbowls an)
- Greenhouse Canteen & Bar (Miami, vegan)
- Miami Marketta (Markt mit Livemusik)
- Hail Mary (Mexikanisch)
- Oh my, Waffle (Waffeln)
- Boost (Smoothies)
- New Zealand Icecream (Eis, Milchshakes)

FAZIT

Ich erinnere mich an den Bericht einer Studentin, die vor mir an der Bond war. Sie beschrieb die Bond in 3 Wörtern als „study hard life“. Ich denke, dass der Aufwand während des Semesters wesentlich höher als an meiner Uni ist, das akademische Niveau dafür eher niedriger. Die Dozenten helfen den Studenten sehr gerne mit ihren Arbeiten und ich hatte das Gefühl, „an die Hand“ genommen zu werden , was mich sehr an meine Schulzeit zurück erinnert hat. Wenn ihr die Möglichkeit habt, würde ich euch empfehlen nur 3 anstatt der 4 Kurse zu belegen und ihr werdet genug Zeit haben auch das Leben neben der Uni zu genießen.

Auch, wenn die Bond University für euch nicht infrage kommen sollte, ihr aber trotzdem überlegt, ins Ausland zu gehen: TUT ES.

Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, vorrangig weil ich in einer Beziehung war (und bin)
und ich mir nicht vorstellen konnte für 4 Monate getrennt von meinem Partner zu sein.
Ich habe es durchgezogen und könnte nicht glücklicher darüber sein.
Es ist ein Privileg an der Gold Coast zu studieren.

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