G’day mate! How ya going?
Studentin in Australien

India Kim Skubel | Master Studentin


Wo
The University of Technology Sydney

Zeitraum
2015 - 2016

Was
Postgraduate: Master of Arts in PR and Communication Management

Studienprogramm
Master

Förderung
IRH - Studienbeihilfe 1. Preis Wettbewerb Erfahrungsberichte Studium in Australien (1.000 € / 2016)

30.06.2016

Master of Arts in Communication Management an der University of Technology Sydney

Opera house

Australia - Welcome to the land Down Under

G’day mate! How ya going? Hey mein Freund, wie geht’s dir? Mit dieser typischen Aussie-Frage wurde ich im März diesen Jahres bei wunderbaren 32° Celsius und Sonnenschein - trotz Herbstanfang - am Flughafen in Sydney in Empfang genommen. Im Nu war das mulmige, ungewisse Gefühl, das sich neben der Aufregung und Vorfreude eingeschlichen hat, wie weggezaubert. Man kann das Land am anderen Ende der Welt mit seiner wunderschönen Natur, den multikulturellen, lebendigen Städten und seine Einwohnern mit ihrer offenen, lockeren und freundlichen Art einfach nur lieben.
Besonders Sydney, die Hauptstadt des Staates New South Wales und größte Stadt Australiens hat es mir angetan. Bereits nach dem Abitur zog es mich das erste mal für sechs Monate als Au-pair-Mädchen in die eindrucksvolle Stadt. Ich muss gestehen, dass ich mir schon damals geschworen habe: Spätestens zum Studium kommst du zurück! Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelorstudiums habe ich dieses Versprechen dann auch endlich in die Tat umsetzen können und mich entschieden, den Master in PR und Communication Management an der University of Technology Sydney (UTS) zu belegen.

Da ein Master in Australien natürlich ein bisschen mehr Planung abverlangt als ein Au-pair Jahr, war ich froh und erleichtert zugleich, als ich einen Aushang von dem Institut Ranke-Heinemann am schwarzen Brett meiner damaligen Uni entdeckt habe.

Sofort habe ich unter der auf der Homepage angegebenen Nummer angerufen. Gleich bei dem ersten Gespräch wurde ich ausführlich beraten und mit super hilfreichen Informationen Rund ums Studium, der Finanzierung und dem allgemeinen Leben in Australien versorgt. So konnte ich nach und nach, zusammen mit den Mitarbeiterinnen des Instituts Ranke-Heinemann, Ordnung in meine chaotischen Überlegungen und Ideen bringen. Besonders hilfreich war die Unterstützung beim komplexen Bewerbungsprozess, den ich alleine sicherlich nur schwer gemeistert hätte.

Nachdem ich nach einiger Wartezeit endlich meine lang ersehnte Zusage für den Studienplatz bekommen habe, konnten meine ganzen tausenden Ideen und Pläne nun in die Tat umgesetzt werden.

University of Technology Sydney - Here I come

Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Semesters an der UTS kann ich sagen, dass es definitiv die richtige Entscheidung war, hier meinen Master zu machen.

Die Uni bietet optimale Betreuung und Hilfsangebote für internationale Studierende: Das sogenannte HELPS office unterstützt bei Problemen mit allen erdenklichen Prüfungs- und Studienleistungen, das International Office ist jederzeit zahlreich besetzt und hilft bei jeder noch so kleinen Kleinigkeit. Besonders begeistert bin ich von der Tatsache, dass jeder Studierende vor der Klausurenphase (häufig zwei Phasen, Mid-terms und Finals) einen Anruf von einem/einer BetreuerIn erhält mit der Bitte über eine Auskunft, wie gut man sich vorbereitet fühlt auf die Klausuren und ob man allgemein Hilfe in irgendeiner Form braucht. Zudem wird zeitgleich zum Workshop für besseren Umgang mit Stress und Klausurängsten eingeladen.

Ein weiterer Service der UTS für internationale Studierende ist eine Betreuung bei der Kurswahl: Der Stundenplan wird in einem persönlichen Gespräch mit einem/einer UTS-MitarbeiterIn zusammengestellt. Meiner Meinung nach probiert die UTS mit jedem Studierenden eine persönliche Verbindung aufzubauen und unterstützt und berät wo sie nur kann.

Das finde ich, wenn man die Größe der Universität und die Anzahl der Studierenden bedenkt, eine wirklich beachtliche Leistung. Zudem bietet die UTS eine riesige Bandbreite an sportlichen Aktivitäten und endlichen Clubs. Ich kann wärmsten den UTS Surf Club empfehlen, die viele gute und spaßige Surfangebote für Studierende anbietet. An zwei der schönsten Strände in Sydney, Manly und Bondi, kann man sich so günstig durch die wilden Wellen treiben lassen und sein Glück auf dem Board probieren – meiner Meinung nach ein Muss, wenn man in Down Under ist. Mich hat es seit meinem ersten wackeligen Versuch auf dem Board so in den Bann gezogen, dass ich mittlerweile eine begeisterte Surferin bin.

Was für uns Deutsche der Fußball ist, ist für Australier football, im Volksmund auch footy genannt. Deswegen sollte man unbedingt einmal ein Schnuppertraining im AFL (Australian Football League) Club der Uni mitmachen. Richtig Spaß bringt es ein footy-Spiel der Wallabies, der australischen Nationalmannschaft, im großen Allianz Stadium in Sydney anzuschauen und mit 45.000 begeisterten Fans dem wilden Treiben auf dem Spielfeld zuzujubeln. Die UTS hat ein Angebot von fast 100 verschiedenen Clubs und Initiativen. Da kann nur für jeden etwas dabei sein.

Im Vergleich zu Deutschen Universitäten ist das Studium an der UTS mehr auf Fleiß während des Semesters ausgelegt. Neben Vorlesungen, die mit denen in Deutschland zu vergleichen sind, gibt es Tutorien (in denen es häufig mündliche Noten gibt), Hausaufgaben und etliche Prüfungs- und Studienleistungen, die im Laufe des Semesters eingereicht werden müssen. Am Semesterende setzt sich die Note dann aus  der Mitarbeit in den Tutorien, Präsentationen, Essays und einem final exam zusammen.

Die UTS hat eine hervorragende, moderne Ausstattung mit Gruppenarbeitsplätzen, Präsentationsräumen, Küchen, sogar Schlaf- und Ruheräumen. Das Campusleben ist total bunt und lebendig. In der Woche finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen statt und jeden Donnerstagnachmittag wird am Hauptcampus Essen verteilt, und zwar Umsonst – was gibt es schöneres? Die UTS besteht aus mehreren Gebäuden und in fast jedem findet man ein leckeres Café, in dem man sich entweder gemütlich hinsetzen kann oder man holt sich einfach etwas auf die Hand und entspannt sich auf einem der zahlreichen Lounge Möbel und Sonnenstühle, die überall auf dem Campus draußen verteilt sind. Auch das Kursangebot für internationale Studierende ist ausgezeichnet.
Dies sind nur einige Beispiele, warum ich die UTS von ganzem Herzen empfehlen kann und ich weiß, dass es meinen Kommilitonen genau so geht wie wir.

Living the Aussie way of life

Dank meines Au-pair Jahres kannte ich mich in Sydney bereits sehr gut aus und habe damals schon den trendigen und lebendigen Studentenstadtteil Newtown kennen und lieben gelernt, der direkt an die UTS angrenzt. Newtown ist bekannt für günstiges Essen aus aller Herren Länder, allerlei Secondhand und Vintage Läden, vielen Bars und einem tollen Markt jeden Samstag – eben alles, was ein richtiges Studentenviertel ausmacht.

Es gibt viele Möglichkeiten der Unterbringung während des Studiums. Eine der ersten und wichtigsten Überlegungen meiner Meinung nach, über die man sich schon vor Studienbeginn überlegen sollte ist, ob man on- oder off-campus leben möchte. Hier muss jeder individuell nach seiner/ihrer eigenen Vorlieben und Prioritäten entscheiden.

In einem on-campus Studentenwohnheim lernt man natürlich im Nu viele gleichgesinnte, neue internationale Studierende kennen und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wirklich jede Nacht dort eine Party stattfindet. Super praktisch ist natürlich, dass man hier direkt in der City, gleich neben der Uni wohnt.

Ich habe mich jedoch dafür entschieden, off-campus zu wohnen, da ich Lust habe, den aussie way of life kennenzulernen. Ein Zimmer oder eine Wohnung lässt sich leicht über kostenlose Websites wie www.flatmates.com.au und www.gumtree.com.au finden. So habe ich auch mein Zimmer, in einem süßen Haus mitten im Herzen Newtowns und 10 minuten mit dem Bus von der Uni entfernt, gefunden. Nahe an der Uni gelegen sind ebenfalls die Stadtteile Redfern und Glebe, hier gibt es ebenfalls viele Studenten und erschwingliche Unterkünfte. 

Die mieten in Sydney sind leider extrem hoch im Vergleich zu Deutschland, man muss mit mindestens $250 pro Woche rechnen. Häufig sind die Studentenunterkünfte jedoch noch teurer und die Zimmer relativ klein, praktisch und spartanisch eingerichtet.

Hey you Sydney, you beautiful pacific pearl

Sydney ist eine Stadt voller Outdoor-Aktivitäten, Festivals, Events und Musik, Musik, Musik. Dank der Multikulturalität, gibt es feinstes und authentisches Essen aus aller Welt. Aus diesem Grund sind food markets und Festivals besonders beliebt, die fast jedes Wochenende an unterschiedlichen Plätzen in der Stadt verteilt sind.

Besonders magisch ist der noodle market mitten im wunderschönen exotischen Hyde Park. Dort findet man alles, was das Herz begehrt. Abends ist es besonders schön, da Lampions alles im gemütlichen, romantischen Licht beleuchten. Gegessen wird auf Decken, die auf der Wiese verteilt ausgelegt sind.
Neben dem noodle market ist der kleine und sehr süße Markt in Bondi einen Besuch wert, der direkt am Bondi beach gelegen ist. Dieser findet jeden Samstag statt und bietet typisch australisches Essen und Köstlichkeiten – eine perfekte Lunchstation an einem sonnigen Strandtag.

Neben food festivals gibt es in Sydney eine menge Musik- und Open Air Festivals. Australier lieben es im Sonnenschein zu tanzen, in einer Hand ein kühles, erfrischendes Getränk zu halten und mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht die Musik zu genießen. Ich war auf sehr vielen Musikfestivals während meines Semesters und meiner Zeit in Australien. Besonders das Listen Out Festival kann ich wärmstens empfehlen. Dieses findet jedes Jahr statt und präsentiert internationale sowie australische Künstler. Während des Festivals hat man einen fantastischen Blick auf das Opera House und die Harbour Bridge.

Australier lieben es aktiv zu sein und sind überzeugt von einem healthy lifestyle. In der ganzen Stadt gibt es wunderschöne Laufwege mit Blick aufs Meer oder die Harbour Bridge. Ein Muss ist der so genannte coastal walk von Bondi nach Coogee - ein wunderschöner Weg entlang der Küste und den Stränden von Ost-Sydney.

Money, Money, Money

Da das Masterstudium in Australien weder vom BaföG-Amt bezuschusst wird, noch Studienkredite wie etwa der KfW-Kredit genehmigt werden, sollte man die Finanzierung im Vorweg gut durchplanen. Aus diesem Grund ist die Studienbeihilfe von 10% der Gebühren eines Semester des Instituts Ranke-Heinemann besonders wertvoll. Meiner Meinung nach ist dies ist eine riesige finanzielle Unterstützung, über die ich sehr dankbar bin.

Ebenfalls sehr hilfreich ist die Tatsache, das internationale Studierende in Australien 20 Stunden pro Woche, bei einem Mindestlohn von knapp $18, was ungefähr 12 Euro entspricht, arbeiten dürfen. Damit lassen sich die Lebenskosten bei einem nicht allzu ausschweifenden Lebensstil sehr gut decken.
Da Australien ein sehr multikulturelles Land mit vielen Touristen ist, ist es für internationale Studierende ziemlich leicht einen Job zu finden, da viele Geschäfte, Restaurants, Unternehmen etc. einen großen Wert auf Sprachenvielfalt legen.

Mein Weg hat mich zu Apple geführt, die immer auf der Suche nach motivierten, internationalen Studierenden sind. Nun arbeite ich in einem Team mit Menschen aus 15 verschiedenen Ländern dieser Welt zusammen. Neben dem finanziellen Aspekt bietet ein Job die wunderbare Möglichkeit des Networkings und Freundschaften außerhalb der Uni zu schließen.

4 Tipps, die meinen Aufenthalt in Australien gänzlich bereichern

1. Sei mutig – Auch wenn es manchmal ein bisschen Überwindung kostet, mache den ersten Schritt und sprich und lächele Leute an. Jeder ist schüchtern die ersten Tage und freut sich über neue Bekanntschaften.

2. Sei neugierig – Plane Ausflüge, unternehme Day Trips, gehe auf Reisen und erkunde das Land am anderen Ende der Welt. Wer weiß, wann es dich wieder hier her verschlägt. Schau dir an, wie die Menschen in Down Under leben, was sie essen und wie sie reden. Es ist eine einzigartige Erfahrung in eine andere Kultur einzutauchen.

3. Iss Pancakes im Café Pancakes On The Rocks – das  Café hat sieben Tage die Woche und 24 Stunden auf. Ich kann euch versprechen, dass es nichts Besseres gibt, als nach einer lange Feiernacht genüssliche Pancakes zu verspeisen.

4. Schmeiß ein BBQ am Strand – Australier lieben es sogenannte barbies an vorgegebenen Plätzen am Strand zu schmeißen. An einem schönen Nachmittag gibt es nichts schöneres, als mit einer Gruppe freunden ein paar leckere Würstchen, Steaks oder leckeres Gemüse mit fantastischem sea view zu grillen.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch einmal von ganzem Herzen für die Unterstützung und jeglicher Hilfe Seitens des Instituts Ranke-Heinemann bedanken, die es mir möglich gemacht haben, meinen Traum in Down Under zu realisieren.

Cheers, Eure India

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